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434 Szakmary
Lieder haite erscheinen lassen, gab er eine
Sammlung derselben unter dem Titel:
„Q3l'?nöa?o)n", d. i. Die Cymbel, heraus,
welche solchen Beifall fand. daß bald
eine zweite Auflage nöthig wurde. Sza
käl l bekleidete in BökäS anfangs die
Stelle eines Unter«, später eineS Ober-
notars und war eine Zeit hindurch Ab«
geordneter deS ungarischen Reichstages,
Aus seiner Ehe mit Ma r i a geborenen
Tormä.ssy überlebenden Verstorbenen
zwei Töchter I o l an the und Helene.
5628el, d. i. Ungarische Schriftsteller. Samm«
lung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob
Ferenczy »und Joseph Danie l ik (Pesth
1833, Gustav Emich. 8«.). Zweiter, den
ersten ergänzender Theil, S. 390.
y, Donat Varady (Bürger
der Stadt Käsmark, geb. ebenda.
10. März 4696. gest. eb en da 23. April
1754). Die Familie, welcher der in Rede
Stehende- angehört, heißt eigentlich V a»
rady, und die Veranlassung, daß die-
selbe den Namen Szakmäry sich bei«
legte, ist folgende. Dona ts Großvater
M a r t i n besaß bei dem unweit Käs-
markS gelegenen Dorfe Kis - Szalok
(KleiN'Schlagendorf) eine Curie, welche
einer seiner Vorfahren als Lohn für
geleistete Kriegsdienste von Kaiser Ru-
do lph I I . erhalten hatte. I n der Folge
wurde sie dem mächtigen Grafen Ste»
phan Tököly verpfändet, und dieser
wünschte sie ganz in sein Eigenthum zu
bringen. Da er aber in den Besitz dieses
Pfandes, welches mittlerweile von
Mar t i n auf dessen Sohn Andre aS
als Erbgut übergegangen war, nicht auf
geradem Wege gelangen konnte,, so be-
schloß er. durch Hinterlist sein Ziel zu
'erreichen, und brachte den jungen Men>
schen in ein Kloster zu Szathmar. Doch scbon nach ein paar Jahren flüchtete der«
selbe in seine Vaterstadt, zurück, und
Graf Tökö ly , vielleicht weniger in
der Ueberzeugung von der Fruchtlosigkeit
seines Planes, als aus Reue über die
Unbill, welche er dem jungen Erben an»
gethan, nahm diesen in seine Dienste
und that ihm nie mehr etwas zu Leide.
Andreas Varady aber legte sich nach
seiner Flucht aus dem Kloster den aus
Szathmary entstellten Namen Szak«
märy bei. Er wurde in der Folge ein
berühmter Weinhandler', besonders er«
streckte sich
sein Versandt auf Polen, und
er lieferte auck große Partien der besten
Hegyalljaer Weine an König August.
Sein Sohn Donat trieb das Geschäft
in blühender Weise fort und schwang sich
dadurch zu einem der reichsten und an-
gesehensten Bürger KaSmarkS empor.
Als solcher bewahrte er durch Umsicht
und Energie seinen Geburtsort vor einer
Vergewaltigung des Hofkammerpräsi«
denten Grafen GrassalkowicS. Die
Stadt KäSmark hatte nämlich zur Til-
gung ihrer Schulden das Dorf Lucsiwna
um 28.000 fl. verkaufen müssen. Da
dies ohne Genehmigung des Grafen a/.
schehen war, wurde dieser, als er eS ver«
nahm, in hohem Grade darüber erbost
und verlangte von der Stadt, daß sie
den langst abgeschlossenen Kauf rück-
gängig mache, wodurch sie in die be«
drangteste Lage gerieth. Dem allem half
Donat . wie die unten bezeichnete
Quelle genau darstellt, durch rechtzeitiges
Einschreiten ab, und die KäSmarker
blieben ferner unbehelligt. Zum zweiten
Male half er seinen Mitbürgern, als
Baron Med nyä.nsky das Dorf Folly«
wark. welches Donats Vater von der
Stadt Käsmark um mehrere Tausend
Gulden erkauft hatte, als sein Erbgut
zurückforderte. Thatsächlich gewann der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon