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i) Franz Xaver 1 HI Szaniawski, Franz Xaver
'a) s eomi", d. i. Predigten. 3 Theile
Warschau 1848)'. — Ksssc
l", d. i. Sechs Pre-
digten ĂĽber das Evangelium, gehalten
in der Warschauer Metropolitankirche
(ebd. 1822)', —
d. i. Die Statik des Rechtes oder die
Lehre von den Vergleichungen im Rechte
( e b d . 1 8 1 9 ) ; — „ 5 7 l 6 t t F 2 ' o s b '
d. i. Betrachtungen über die Sicher«
stellung und Bewerkstelligung der Ver>
antwortlichkeit der Schuldner, gegenĂĽber
den Gläubigern (edd. 1820) und „ Ma-
d. i. AnfangsgrĂĽnde der RechtSwiffen
fchaft (ebd. 1817). Außerdem veröffent
lichte er in polnischen Fachblättern, im
„Warschauer Gedenkbuch" (?Hiu.i^tni1c
>vaiL22,^Lki)) in den , JahrbĂĽchern der
WarschauerWiffenschaftsfreunde" (K002-
N2.uk.), in der „Themis", im
„Warschauer Tagblatt" (DsiODink w^r-
sxaxvLki) viele biographische und histo»
rische Artikel, so: „Ueber die Juden"
(kami^wiic -yvg.r82an'8ki 1813)' —
„Von der Babin'schen Republik" sebd.
1818^ — „Ueber Paul Piasecki"
^in den Sitzungen der Warschauer Hoch.
schule 1823) ' — „Ueber Nicolaus Z a-
laszowSki" j^ ebd. 1823^; — „Ueber
Nicolaus Traba >^ebd. 1826); - „DaS
^ebön des Clem. UrmowSki" ^ebd.
1828^' — „Ueber Andreas Fritz Mo-
drzewski" sebd. 1829^. — „DaS
Leben des BartholomäuS Szulecki"
l^ in den JahrbĂĽchern der Wiffenschafts-
freunde, Bd. VII) : — „Das Leben
Karl .Kortums" sebd.. Bd. IX); —
^Ueber Joseph F i l i p e c k i Bd. X)'. — „Ueber Anton D a-
br 0 w s k i " >^ebd., Band XXI)'. —
„Neber die Charaktere der Runenschrift"
^ebd., Band XVI) ; — „Historischer
Nachweis, welche Aufnahme das Triden»
tinifche Concil in Polen gefunden"
^Themis, Bd. VII) u. d. m. Sz a-
n i a w s k i war als Gelehrter ebenso
vielseitig in seinen Kenntnissen als be»
dacht, sie in die weitesten Kreise zu ver«
reiten. Er waltete in der Doppelstel-
lung als Rechtslehrer und Priester seiner
Aemter mit seltener Gewissenhaftigkeit;
man wandte sich gerne um Rath an ihn,
weil man wuĂźte, daĂź er denselben nach
Recht und Ueberzeugung ertheile. Dabei
war er ein heiterer Gesellschafter, in den
Familien gern gesehen; und nack seinen
Vortragsstunden oder nach einer Pre»
digt kannte er kein höheres Vergnügen,
als mit Kindern zu scherzen, sicd an
ihren Spielen zu betheiligen, so zu sagen
mit ihnen wieder Kind zu sein. Sein
Wahlspruch war: Lieben wir uns,
arbeiten wir. freuen wir uns. Und da
dieser Spruch, dessen er sich immer aufs
neue bediente, im Polnischen: Kooku.M)''
giß, prilcuM^ i d^ä^iu^ >v'6ue1i lautet,
so nannte man Szani awSki ĂĽberall
nach den ersten Worten desselben: I(o-
okg..M7 819, und thatsächlich ist dieser
AuSruf heute noch cin geflĂĽgeltes Wort
in Polen. Dabei war der m Nede
Stehende von einer Thätigkeit und Punkt«
lichkeit ohne Gleichen. Nachdem er bei
Gelegenheit der Eröffnung deö Landtags
feine Nede gehalten, bestieg er sofort dag
Wägelchen, daS außen vor dem Stande-
saale seiner gewartet, und fuhr hinaus
aufs Land, um daselbst eine Fasten«
predigt zu halten, für die ein Land«
vfarrer ihm die Zusage abgenommen.
Als er in feinem 66. Jahre eine Reife
nach Rom beschlossen hatte, bestieg er
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon