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Ladislnus 174
die Zahl ihrer Combattanten auf 700l)
bis 6000 Mann zusammenschmolz, mit
denen der Graf gegen einen Feind,
dessen Starke man auf mehr als 20.000
Streiter schätzte, in den ersten Tagen des
August die Schlacht bei Gratschiniha und
Klokotnitza kämpfte. Die Division, ihren
FĂĽhrer an der Spitze, leistete Wunder
der Tapferkeit, und es hielt schwer,
unsere Krieger zu zĂĽgeln, welche durch
die haarsträubenden Grausamkeiten, deren
sich die Gegner an unseren verwundeten
Soldaten schuldig machten, auf dos
tiefste erbittert waren. Erneuerte und
heftige Kämpfe fanden statt am 46.,
49.. 23., 24. und 26. August, an welchen
Tagen stets um Doboy herum gefochten
wurde. Am 3. September kam eS zum ent.
scheidenden Kämpft an beiden Ufern der
Bosna. in der Nahe von Strjeschewitza.
Die Kaiserlicken kämpften wie Löwen.
Generalmajor von Wald statten mit
seiner Brigade unternahm einen Bajon.
netangriff nach dem andern, und nach
dem siebenten erstĂĽrmte Oberst Giesel
den steilen GebirgsrĂĽcken, worauf der
groĂźe siegreiche Sturm auf das tĂĽrkische
Lager erfolgte. Als dcr Corps'Comman«
dant zur Besichtigung der eroberten
Stellungen erschien, rief er den ihm zu«
jubelnden Truppen, namentlich aber dem
Infanterie.Regimente Nr. 8 (Breuner)
zu: „Kinder, ich möchte Euch alle um»
armen! Es lebe der Kaiser!" Ueber«
Haupt waren Aller Augen in diesem
Feldzuge auf die 20. Infanterie-TruppeN'
diuision gerichtet, welche die größten
Schwierigkeiten bei dem Vormarsch und
numerisch weitaus ĂĽberlegene feindliche
Kräfte vor sich hatte. Graf S z a»
pä.ry zeigte sich dieser prekären Jage
gewachsen. Nicht nur durch siegreiches
Vordringen, auch auf einem RĂĽckzugs-
maische bethätigt sich das Genie des Feldherrn. Unser Divifionar vollführte
unter den denkbar schwierigsten Verhält«
niffen mit den ihm anvertrauten Truppen
Märsche und Kämpft, die denkwürdig
bleiben in der österreichischen Kriegs»
geschichte. Seine Verdienste wurden auch
von Seiner Majestät dem Kaiser noch
wahrend des Feldzuges gewĂĽrdigt, indem
er am 22. August das Commando ĂĽber
das dritte Armeecorps erhielt. Von
früher her besaß er bereits das Militär»
Verdienstkceuz mit der Kriegsdecoration,
außerdem Ritter». Commandeur» und
GroĂźkreuze von PreuĂźen . Belgien,
Frankreich. Schweden, Baiern, Sachsen,
Sr. Heiligkeit dem Papste u. A. Graf
Szap^ry ist ('eit 28. April 1862) mit
Marie geborenen Gräfin G r ü n n e
(geb. 8. Juli 1833), SternkreuzordenS.
und Palastdame Ihrer Majestät der
Kaiserin, vermalt, welcher Ehe zwei
Söhne Kar l (geb. 1864) und Fried,
rich (geb. 1869) und eine Tochter Fer>
dinandine (geb. 1867) entstammen.
Allgemeine Zeitung (Augsburg Cotta,
40.) 18. August l878. Nr 230: „Aus
Oesterreich, l6. August"; — 22. August,
Nr. 234; — 7. September, Nr. 290; —
i l . September, Nr. 236; — 1?. Septem-
ber, Nr. 260; — 26. September. Nr. 269.
— Neue i l lustr i r te Zei tung. Nedigirt
von Johannes Nord mann (Wien, Za-
marSki, kl. Fol.), Jahrgang <878. Nr. 20. —
FĂĽr al le Wel t (IllustrirtcS Blatt. 4".)
1880. Nr. 8. — Thürhe im (Andreas
Graf). Die Reiter-Re^imentcr der k. k. öster«
reichischcn Armee (Wien <862, Oeitler, gr.
8«.) Bd. I I : „Huszaren" S. 186; Vo. I I I ,
S. 30.
Porträt. Holzschnitt im vorgenannten
Vlattr „Für alle Welt".
Szaplonczal), Joseph (ungarischer
La ndtagSdeput i r ter im Jahre
1861, geb. in Ungarn im Marmaroser
Comitat um 1815). Er entstammt einer
alten ungarischen Adelsfamilie, auS
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon