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Michael 206 Szathmäry-Paksi) Paul
um an berühmten Hochschulen daselbst
den Wissenschaften obzuliegen. Zu Genf,
Utrecht und Leyden vornehmlich im Grie»
chischen. Hebräischen, Syrischen und Ara«
bischen gründlich gebildet, übernahm er
1767 die Professur der Theologie und
Kirchengeschichte am reformirten Colle«
gium zu Klausenburg. AlS im Jahre 1776
der durch seine Stiftungen denkwürdige
Michael Abod A j ta i . seit 1737 Pro-
fessor an dem in Kroßem Rufe stehenden
reformirten Collegium zu Nagy«Enyed
(Straßburg in Siebenbürgen), das Zeit«
liche gesegnet hatte, wurde Szathmäry«
Pap zu dessen Nachfolger beschieden.
Er galt als großer Gelehrter, und die
Preise und Anerkennungen, welche ihm
für seine wissenschaftlichen Arbeiten zu«
theil wurden, bekräftigen dieses Urtheil
über ihn. So z. B. ward seine, auch im
Druck erschienene Beantwortung der von
der Harlemer gelehrten Gesellschaft auf»
gestellten Preisfrage: „Hu2.Ü8 tuit 8ta-
tus Ooolesias oIiri2tl2.QH6) prasoipue
Oi6nta1i5 tsrQpore Ktokkw.oä58", mit
dem Preise von hundert Ducaten ge.
krönt. Bei der Bewerbung um die so»
genannte Stolp'sche Stiftung im Jahre
1783 war er allerdings nicht Sieger,
als welcher der Stuttgarter Professor
Johann Schwab hervorging, sondern
eS wurde ihm nur das Accessit zuer»
kannt; die Jenaer „Gelehrte Zeitung"
nahm aber keinen Anstand, in Nr. 29
d. I . offen auSzusprechen. daß seine
Arbeit die bessere sei. Zwei Jahre später.
1787, erhielt er den zweiten Preis im
Haag, dagegen 1790 daselbst den ersten,
welcher in einer von dem Prinzen von
Oranien gestifteten goldenen Denkmünze
im Werthe von hundert Ducaten be«
stand. Alle vier Preisabhandlungen sind
in lateinischer und holländischer Sprache
im Druck erschienen. Die letzte, 1790 er« schienene führt den Titel:
Hoe^n'nas
st es?'-
(Amsterdam 1791. 8<>.). Auch
wurden von seinen zahlreichen, in ma»
gyarifcher Sprache gehaltenen Leichen«
reden jene auf Stephan Bä.nffy, auf
Adam. Alexander und Paul Beth len.
auf Polyxena Danie l , Michael Inhe ,
Stephan Kemäny. Tlisabeth K ü n .
Samuel Nalahi , Sara P a t a k i ,
Sigmund Radnot fa i . Peter Tortzo»
koi, Johann T s o m ö S , NicolauS
Vass. Georg Verostäi und Franz
Vesselänyi durch den Druck veröffent«.
licht. In seinem Nachlässe fanden sich
außer einigen kirchenrechtlichen Arbeiten
auch mehrere literarhistorische. Ueber
das Jahr seines Todes konnte ich keine
Nachrichten auffinden, doch mochte der»
selbe wohl vor Ablauf deS 18. Iahr<
Hunderts eingetreten sein.
Schul er von Lib loy (Friedrich). Kurzer
Ueberblick der Literaturgeschichte Siebenbür«
gens von der ältesten Zeit bis zu Ende des
vorigen Jahrhunderts. Syloestergabe für
Gönner und Freunde (Hermannstadt 188?,
Georg von Closius. 8o.) S. 87 und 88.
lDiese ungemein inhaltreiche Schrift Schu»
ler's, als Sylvestergabe eben oft kürzer als
wünschenswerth gefaßt, ist nicht im Buch«
Handel erschienen.)
Szathmary-Paksi. Paul (Arzt und
Schriftstel ler, geb. zu S ä r o S-
pa tak im Jahre 1730, gest. ebenda
7. August 1766). Ein Sohn deS Pro-
feffors am reformirten Collegium zu
Särospatak Michael ^(1.) Sz. j^ siehe
diesen S. 204). Nach dem Besuche des
CollegiumS seiner Vaterstadt begab er
sich 1731 auf ausländische Universitäten,
um daselbst Vorträge über naturwiffen«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon