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S^athmäry-Pap, Johann 208 Ssathmärn-Nämethn, Michael
an welchem sie bis 1860 blieb, worauf sie
mit Director Treu mann in das neue
Quai'Theater ĂĽberging. In frĂĽheren Zeiten
gefiel sie durch ihr munteres Wesen und
ihren fĂĽr das komische Fach gut geschulten
Gesang; später spielte sie die Rollen der
komischen Alten und war in stark chargirten
Partien sehr wirksam und beliebt. FĂĽr die
letzte Zeit ihres Lebens blieb sie durch Krank«
heit ihrem Berufe entzogen. Miener Zei«
tung. 5862, in der Tagesbeilage Nr. 263.
— Fremden»Blatt. Von Gustav Heine
(Wien. 4°.) 1862, Nr. 312.) — 4. Emi l
Sza'thmäry heißt ein zeitgenössischer dra>
matischer Gchriftsteller. von dem ein Tbea«
terstück, betitelt: „Naß^r tsLtor. ^örtsust
Dräma 4 82ak»52dau", d. i. Der ungarische
Gardist. Historisches Drama in vier Acten
(Stuhlweißenburg 1860, P. Szommer, 8«.),
im Drucke erschienen ist. — 3. Georg
Szathmäry 'K i rä ly , aus einer bereits
im siebzehnten Jahrhundert bekannten unga»
rischen Adelsfamilie. Lebte im achtzehnten
Jahrhunderte.' Nachdem er in seinem Vater-
lande den Gymnasialunterricht beendet hatte,
besuchte er zu seiner weiteren Wissenschaft»
lichen Ausbildung mehrere Universitäten in
Deutschland und Belgien und machte dann
eine Reise naA England, wo die Bienen»
zucht seine Aufmerksamkeit erregte. Er ver»
öffentlichte die Uebersetzung eines diesen Ge<
genstand behandelnden englischen Werkes
unter dem Titel: „^uFUai mskss kort",
d. i. Englischer Vienengarten (Erlau 4739).
und widmete dieselbe dem Graner Erzbischof
und Primas von Ungarn Grafen B a r<
koczy. ^/ioT'anz/t ^Fen.^, Hlsmoriu, Huu-
3aroruui st ^roviueiälium soriMs oäitis
notorum (Visunas 1776, ^.. I^os-no, 8«.)
lom. I I I , v. 313.) — 6. Auch in der Gegen«
wart begegnen wir einem magyarischen
Schriftsteller Namens Georg Szathmäry.
In der im Auftrage der ungarischen Akademie
der Wissenschaften erscheinenden von Paul
Gyulay redigirten „VuäkVssti sssmlo"
(d. i. Budapester Revue) befindet sich im
Jahrgange 1877, Heft 30 und 31, der Auf-
satz: «Luigai-isQ" von Georg Szath-
märy. — 7. Johann Szathmäry«
Pap, aus der königlichen Freistadt Szath,
mär gebürtig, lebte im achtzehnten Iahrhun-
dert. Seine wissenschaftlichen Studien betrieb
er theils in der Heimat, theils im Auslande,
namentlich in Belgien an der Hochschule zu
Franeker. wo er sein philosophisches Werk:! prima ssu ^ist^Q^sica 'bre-
vibus 5i>kori8mi3 HsUuoatK" (Franeker
1722,'80.) veröffentlichte. Nach seiner Rück.
kehr ins Vaterland bekleidete er die Rector«
stellen zu NagyvHNya. Zilahy, Dezs und
zuletzt zu Klausenburg, wo er auch starb.
AuĂźer der gedachten Schrift gab er noch
folgende heraus: „Opus äs moäo preäi-
oanäi in. zsusrs praeoivns sxvlioaQs ora-
oIi 1707, 8<>.).
ot ?roviQoi2.)iuni ssori^ot-is sä.iti2 notoru.ni
(Visnnas 1773, r.o6WO, 8°.) lom. I I I ,
p. zi4.^ —8. Kar l 'P. von Szathmäry
ist der Name eines KĂĽnstlers, von dem auf
der IahreSauSstellung 1836 der k. k. Aka,
demie der bildenden KĂĽnste bei St. Anna
in Wien ein Oelgemälde, „Kleopatra" zu
sehen war. In der XXI. Auction. welche die
Kunsthändler Miethke und Wawra in
Wien vom 7. bis 9. März 1870 im neuen
Künstlerhause daselbst veranstaltet haben, be«
fand sich unter den verkäuflichen Bildern
auch ein Aquarell, eine „Scene aus dem
Krimfeldzuge" darstellend, schön in Zeichnung
und Farbe, „S z a t h m ä r y" bezeichnet.
Nähere Nachrichten über diesen Maler liegen
nicht vor, wie denn ĂĽberhaupt der Name
Szathmäry bei .Nagler, Tschischka
und in anderen Werken fehlt, welche von
Kunst und KĂĽnstlern Oesterreichs handeln.
Sein von Barablis lithographirtes Porträt
erschien im Jahre 1853. Vielleicht ist der in
Rede Stehende auch der Zeichner folgender
Bilder: „I^s 8u1ta.n rsasvant 8. ^.. s^. lg
prinoo ^sau 1'^ äa,n2 sou Za-Iais Hg voima
LaFtelis 5, Ooustantiuo^Is", welches nach
dem CroquiS eines Szathmäry Ianet
äange gezeichnet, L. Dumont in Holz
geschnitten uno die Pariser «Illustration",
tanis XI^IV (l864), ^so. 1ll8, p. 68, mit-
gelheilt hat; — „Der große Friedhof zu
Constantinopel", nach einem Aquarell von
C. von Szathmäry gezeichnet von F. Lauf»
berger, in W aldHeim'S „Illustrirter Zei»
tung" (Wien. Fol.) 1862. S. 300. — und
„Ein Vazar in Constantinopel", nach einem
Aquarell von C. von Szathmäry, ebd.,
S. 323. — 9. Michael. Szathmär-Ns»
methy (geb. zu Szathmär.Nsmethy, Ge»
burtsjahr unbekannt, gest. zu Klausenburg im
Jahre 1689). Der Sproß einer siebenbürai«
schen Adelsfamilie, welche sich eigentlich N6<
meth de Szathmär-Nsmethy nannte,
erhielt er den Vorbereitungsunterricht an
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon