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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41
Page - 227 -
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Page - 227 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41

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S)6ch<enyi (Genealogie) 227 Köchenyi (Genealogie) Gegner Erfolge erzielten, die leider nur zu oft durcb die Gewalt der Waffen fraglich zu werden drohten. —Unter den Männern des Staates und solcken, die im Rathe des Fürsten ihre Wohlmeinung in die Wag, schale zu legen berufen sind, glänzt vor ollen Stephan Szschenyi, für den die Nation, seinen Namen bei Seite setzend., eine Bezeichung für alle Zeiten kenntlich ersonnen hat, die AlleS, Ruhm. Vaterlandsliebe, Aufopferungsfähigkeit, kurz alle Tugenden <in«6 Menschen, der zugleich Held ist. in sich faßt, nämlich den Namen des „großen Ungarn". Unier diesem Namen, den ihm sein politischer Gegner gab. ohne zu ahnen, welche Bedeutung derselbe erst gewinnen sollte, als sein Träger längst die Augen geschlossen, lebt Stephan Szschenyi im Andenken des Landes unvergessen fort. Ader auch sein Vater Franz, der das höchste Ehrenzeichen trug, das sein König zu ver< leihen im Stande war, das goldene Vließ, steht als Gelehrter, Staatsmann und Patriot eine helle Leuchte seinen Standesgenossen, die in Vater und Sohn, in Ersterem als dem Gründer des Nati'onalmuseums mit seiner großartigen Bibliothek, in Letzterem als dem Urheber der ungarischen Akademie der Wissenschaften, zwei Vorbilder erblicken, welche sie wohl nachzuahmen vermögen, aber kaum überbieten werden. — In den Anna- len des österreichischen Heeres nimmt der Name Sz6chenyi eine nicht minder rühm» volle Stelle ein. Ist ja doch jeder Ungar ein geborener Soldat. Georg, der erste Graf Lzschenyi, genannt der „Türken» schrecken", Anton, dessen Namen einst das 3. HuszarewRegiment trug, vor allem aber Stephan, dessen Name mit der Geschichte der Befreiungskriege, mit den Tagen der Leipziger Völkerschlacht innig verflochten ist, werden jedem österreichischen Krieger nachahmungswerthe Vorbilder bleiben. — Die Wissenschaft endlich zählt manchen Szschenyi zu den Ihrigen. Nicht als directe Glieder der Zunft gehören diese Edlen ihr an. Unfreiwillig sind sie unter die Priester der Wissenschaft getreten, aber was haben sie für dieselbe gethan! Wir nennen nur Franz und Stephan und verweisen ein« fach auf deren Lebensskizzen ^S. 246 u. 25 l^. welche darthun werden, was diesen Beiden, ohne daß sie zünftige Gelehrte gewesen, die Wissenschaft für alle Zeiten zu verdanken hat! Wenn wir aber den heutigen Stand der Familie nur flüchtig überblicken, dann finden wir unter ihren Sprossen nicht un» thätige Krösusse, welche von ihren Renten leben, welche sich die Sonne auf das Haupt scheinen lassen und den Lilien im Felde gleichen, von denen es in der heil. Schrift heißt, sie spinnen nicht, sie weben nicht und der Herr kleidet sie doch. Ein Vela Graf Szschenyi, ein Sohn des „großen Un« gärn", bereist fremde Welttheile und erträgt, unerschrocken den Gefahren trotzend, von denen er bedroht ist, die Beschwernisse mühevoller Wanderungen in unwirthbaren Gegenden; fein den Blick aufs Praktische richtender Bruder Edmund macht die Seg« nungen der Technik dem indolenten Nachbarn un-serer Monarchie plausibel und setzt Zeit, Geld und Lebensgenuß ein. um seine edlen, der Wohlfahrt der Menschheit gewidmeten Zwecke mit Nachdruck zu fördern; ein Graf Swerich nimmt zur Zeit den fast wichtigsten Vertrauensposten als Diplomat an einem auswärtigen Hofe ein, dessen Verhältniß zu unserem Staate von allen anderen Höfen mit Argusaugen beobachtet wird. Alle Ge» nannten und noch mehrere Andere dieses Hauses gehören der Gegenwart an und wahren dem Namen Szschenyi seinen Glanz, seine Bedeutung. — Was nun die Frauen dieses Hauses anbelangt, so ver« heirateten lich die Töchter in Familien ersten Ranges, wie sich die Söhne ihre Gemalinen aus den edelsten Geschlechtern der Monarchie holten. Wenn wir einen flüchtigen Blick auf die Stammtafel werfen, so finden wir darauf die ungarischen Geschlechter: An« drässy. Batthyäny. Bark6czy, Czi» rä ly , DraStovich. Erdödy, Feste« t ics , Forgäch, Szirmay, Zichy u. A., und die österreichischen: Breuner, Clam- G a l l a s , G r ü n n e , Kue f f s t e i n , Schmidegg, Sei lern. Wurm brand u. s. w. Aber auch sonst leuchten die Frauen dieseS Hauses durch edle Menschenliebe und einen Wohlthatiakeitssinn, der, ein Engel der Milde, in die Hütten der Armut tritt und ihre Wunden lindert. Wir nennen bei« spielsweise nur des „großen Ungarn" leib- liche Schwester Francisca, welche nach einem glücklichen Leben in der Welt, dessen Glanzmomenie einzig Acte der Wohlthätig» keit bilden, sich als barmherzige Schwester der schwersten Prüfung, die das schwache Weib auf sich nehmen kann, der Kranken« pflege, widmete. Und wenn wir die bis»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Volume 41
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Susil-Szeder
Volume
41
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
340
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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