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i) Ignaz 232 yi^ Johann
Pölöske und Szent« György, dann Ober«
gespan deS Sümegher Comitates wurde, vev
ehelichte sich zweimal, zuerst mit M a r i a
Theresia Gräsin Ba t thyäny i , dann
mit Mar ia Bar t6czy de Szala. 2
diesen Ehen entsprohten vier Söhne und
zwei Töchter. Von den Ersteren pflanzte der
älteste. S igmund (II.) den Stamm dauernd
fort, dagegen erlosch die Nachkommenschaft
seiner Brüder Anton und L a d i s l a u s
bereits in deren Kindern s^vergl. die Stamm'
tafel). — 13. Georg Graf Sz6 chenyi
Einen Träger dieses Namens nennt die unten
angegebene Quelle „einen bekannten Kunst,
mäcen. der sich jetzt (1832) mit Glück auf
dramatischem Gebiete versucht hat". Im
Stadttheater zu Baden nächst Wien wurde
am 11. August 1862 ein von dem Grafen
Georg nach einer Erzählung Ste ine,
b a ch's bearbeitetes Charaktergemälde „Der
Fremde" aufgeführt, welches dann wiederholt
bei überfülltem Hause und mit entschiedenem
Beifalle in Scene ging. Zur Zeit befindet
sich in der Familie Sz6 chenyi nur ein
Georg (geb. 14. März 1828). der zweit,
älteste Sohn des Grafen Johann und ein
Neffe des gegenwärtigen Berliner Gesandten
Grafen Emerich. Graf Georg ist (seit
30., April 1864) mit Johanna gevorcnen
5chwarz vermalt, welche Ehe ohne Nach«
kommen ist. ^Fremden. B la t t . Von
Gustav Heine (Wien. 4°.) 1862, Nr. 222.
in der Rubrik „Theater und Kunst".) —
l4. Ignaz Graf S z 6 ch e n y i. Einen
OoiueL Ignaz S z 6 ch e n y i führt drr »<Ü2»
tal0FU8 Lidliotkeeas HuuFkricas I^auoiZoi
com. 62ßok6!i?i" im ersten (die „scrixtoi'SL
UuuFaros ot ro^um, kunKHi-ioKlum" enthal-
tenden) Bande (8opi-or>ii 1799, 1>i>i8 si6ü-
eikms, 8".) p. 40l als Verfasser dir «Di^si-.
tütio exeßsticH su^sr illa vsrba Vool. 44.
Veoft 3»,<:srctoL iQHßuus etc:. Honoribus
Hudilksis I'ra.uoiLoi s (^ow. 2icd^ NxiLeopi
^aurilienLis ob ooulos poäit» oto." (5o>
prouii 1774, 4v.) an. Nun lebte im acht«
zehnten Jahrhundert thatsächlich ein Graf
Ignaz Szs chenyi, ein jüngerer Bruder
des Grafen S igmund (II.), des Stamm»
oaters aller heutigen Linien des Hauses. Der
Titel obiger Dissertation läßt aber auf einen
geistlichen Verfasser schließen, während Graf
Ignaz k. k. Kämmerer und Oberstlieute»
nant im Huszaren'Rcgimente Kalnoky. dann
Oberst des Szalader InsurgenteN'Reaiments
und kühner Parteigänger wider Preußen und Bayern war. Seine Ebe mit Anna Nana
Gräsin von vttsau de Los und Hederoära
blieb kinderlos. Er hauste im Jahre 1735
zu Egervär. — 15. Johann Graf S zs»
chenyi (geb. 3. Juni 1802, gest. 24. Fe.
bruar .1874). der älteste Sohn des Grafen
Ludwig aus dessen erster Ehe mit Aloi<
sia Gräsin C lam-Gal las , ein Neffe des
berühmten Grafen Stephan und leib»
licher Bruder des k. k. Gesandten am Ber«
liner Hofe Grafen Emerich. Graf I o.
hann war im denkwürdigen Reichstage des
Jahres 1861 Mitglied der Magnatentafel
und plaidirte in der Sitzung deS 19. Juni
für.die Adresse, die er jedoch lieber im
unveränderten Terte Franz Deät's belassen
gesehen hätte. Er sprach mit Ruhe, und
seine Vorwürfe in Betreff der Vorgänge
gipfelten in dem Ausspruche, daß Ungarn
nur die österreichische Bureaukratie als ihren
gemeinschaftlichen Feind anzusehen habe. Die
Bureaukratie lege nach seiner Ansicht auch
die reine Absicht des Königs falsch aus (?)
und stelle derselben Hindernisse in den Weg,
wahrend eS doch kaum einen Fürsten in
Europa gebe. der mit so viel Recht seinen
Thron besteige, wie der österreichische Kaiser
wenn er sich genau an die pragmatische
Sanction halte. Schließlich gelangt der Graf
zur Ueberzeugung, daß, obwohl der Reichs»
tag seine Ansicht auch in einem Beschlusse
ausdrücken könne, doch der Umstand zu wür«
digen sei, daß die ganze Nation sehnsuchts«
voll die Aussöhnung erwarte und diesen
abnormen, halb anarchischen Zustand kaum
mehr zu ertragen vermöge, und so nehme
er denn. damit Ungarn nicht an der Ver«
zögerung des heilsamen Zweckes schuld sei —
die Adresse in ibrer ganzen Ausdehnung
an. Es hat den Anschein, daß jener Graf
Gedeon Sz6chenyi. den die Silhouette
in der „Pesth.Ofner Zeitung" 1861. Nr. 167,
„als einen gemüthlichen, mit ungarischer
Geradheit sprechenden alten Herrn" Karat»
terisirt, der in Rede stehende GrafI o hann
sei ^vergleiche Gedeon S. 229, Nr. 1U).
Graf Johann war seit 30. October 1825
mit der Sterntreuz'Ordensdame Agathe Grä«
sin Erdödu (geb. 7. April I80i>) vermalt
und bis zu seinem im Jahre 1874 erfolgten
Ableben der Senior des Hauses Szs.
chenyi. dessen Chef gegenwärtig Graf Co»
loman (geb. 6. October 1824). ein Sohn
des Grafen Paul aus dessen zweiler (lhe,
ist. Graf Johann hinterließ fecks Kinder.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Susil-Szeder, Volume 41
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Susil-Szeder
- Volume
- 41
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 340
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon