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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41
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Page - 241 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41

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yi) Emerich 241 i) Emerich wegung gesetzt, dieselbe zu hintertreiben, während doch das Gegentheil der Fall war. Bis zum Jahre 1843 blieb Graf Sz 6 chenyi in Italien. Dann wurde er zu verschiedenen Vertretungen verwendet. So kam er noch im genannten Jahre als Botschaftssecretär. mit dem Range eines Geschäftsträgers, nach Stockholm; von da in gleicher Eigenschaft nach Frankfurt a< M.. wo er unter Anderen mit dem damaligen preußischen Gesandten Herrn von B is marck vertraute Bekanntschaft schloß. Diese sehte sich später in St. Petersburg fort, wohin der Graf als erster Secretär und Geschäftsträger gleichzeitig mit Herrn von B is marck kam. Vom russischen Hofe ging er als Gesandter an jenen von Neapel. Als der Thron des Königs ßranz I I . zu wanken begann und der Monarch nach Gaötn flüchtete, um nun von dort seine Rechte nachdrücklich zu behaupten, folgte der Graf dem daselbst sich Einschließenden. Spater ging er mit dem Könige nach Rom, da derselbe auf einen seinem Geschicke günstigen Ausgang und auf Rückkehr in sein Land rechnete. Da aber die Ange« legenheit mit dem Königreiche beider Sicilien eine jede Aussicht auf Rückkehr der alten Dynastie vernichtende Wendung nahm. war auch die Vertretung bei dem Könige von Neapel erledigt, und Graf Ornerich trat vorderhand in DiSponi- bilität. Zum Andenken an die Vertheil digung von Gatzta, welcher der Graf beigewohnt, erhielt er von dem Könige Franz im April 4861 die sicilianische Gedenkmedaille, welche aus diesem Anlaß geprägt worden. Als dann Graf Beust die Leitung der äußeren Angelegenheiten des Kaiserstaates übernahm, wurde er von diesem zum Botschafter für St. Pe. terSburg ausersehen. Der Graf aber. der sich mit den politischen Tendenzen des o. Würz dach. biogr. Lexikon. XI.I. lMdr. neuen Cabinets nicht in Uebereinstim- mung befand, lehnte diesen und jeden anderen ihm zugedachten Posten ab. I n dieser Zurückhaltung von öffentlichen Geschäften auf seinen Gütern der Kunst, vornehmlich der Musik lebend, verharrte er bis zum Jahre 1879. in welchem er nach dem Stande der politischen Verhalt« niffe Oesterreichs die Ueberzeugung ge> wonnen haben mag, daß er seine frühere diplomatische Thätigkeit, ohne seinen po> litischen Ueberzeugungen etwaS zu ver« geben, wieder aufnehmen könne: denn als Alo is Graf Kä.rolyi . bis dahin Botschafter am Berliner Hofe und an demselben ungemein beliebt, zum kaiser» lichen Vertreter in London ernannt wurde, fiel auf den Grafen Emerich Szöchenyi die Wahl zum Gesandten für Deutschland. Noch bevor diese Er- nennung bekannt wurde, bezeichnete die öffentliche Meinung verschiedene Diplo« maten als des Grafen Kä roly i Nach« folger, und zwar die Freiherren H ay» merle und Langen au und die Grafen Chotek. Wimpffen und Traut t . mansdorff. Im Jänner 1879 über» reichte Graf Szöchenyi dem Kaiser Wi lhe lm seine Creditive, kehrte aber bald auf kurze Zeit auf sein Gut Hor« päcS im Oedenburger Comttate zurück, wo seine Gemalin ihm mittlerweile den vierten Sohn geboren hatte. Schon zur Geburtstagsfeier deS deutschen Kaisers war er wieder in Berlin anwesend, um durch eine Festtafel auch österreichischer- seits dieselbe zu begehen, wobei in Ab« Wesenheit seiner Gemalin die Prinzessin Anna Liechtenstein, Gemalin des österreichischen Militärbevollmächtigten, die Honneurs der Dame deS Hauses machte. I n Berlin widmete sich der Graf sofort mit allem Eifer seinen diplo» malischen Geschäften; da in die Zeit 28. Juni i880.) 16
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Volume 41
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Susil-Szeder
Volume
41
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
340
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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