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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41
Page - 252 -
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Page - 252 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41

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i) Stephan 232 i) Stephan ben, als wäre es nutzlos«: Sache, gleichaMg und unthätig gegenüberstellten. Ste» pH an zählte 17 Jahre, als daS denk» würdige Kriegsjahr 1809 die äußerste Anspannung aller geistigen und materiel« len Kräfte des Kaiserstaates forderte. Auch die Ungarn sahen mit Verdruß und Besorgniß die mit jedem Tage sich stet« gernde Eroberungslust N a p o l e o n s und stellten dem Kaiser Franz eine kampflustige und völlig ausgerüstete Armee zur Versügung. Mit welcher Be> geisterung damals der ungarische Adel zu seinem Könige hielt, beweist unter Anderem schon der Umstand, daß Graf Franz alle seine Söhne, Ludwig, Paul und Stephan, in die Insurrec» tionsarmee eintreten ließ. Der junge Graf war nun Soldat, aber erst in den Befreiungskriegen der Jahre 1813 bis 4813 bot sich ihm Gelegenheit zu so her» vorragenden Thaten, daß mit der Ge« schichte jener Kämpfe sein Name unver« gehlich verbunden bleibt. S. 271 in der Abtheilung „Graf Sz6chenyi als Sol- dat" behandeln wir ausführlich die 17jährige Episode seines Soldatenlebens. Für sein ausgezeichnetes Verhalten in den Tagen des 17. und 18. October <813 rückte Stephan, der bis dahin zweiter Rittmeister bei Merveldt'Uhlanen und Ordonnanzofficier des Feldmar- schalls Fürsten Schwarzenberg war, zum ersten Rittmeister vor. Zwei Jahre später, am 1. Mai 1815, zeichnete er sich in der Schlacht bei Tolentino gegen M u r a t durch seine Bravour aus und wurde dafür von Seite Siciliens und Sardiniens decorirt. 1819 in seiner Eigenschaft als erster Ritttmeister zu Hessen - Homburg - Huszaren übersetzt, diente er noch sieben Jahre in diesem Regimente, bis er 1826, im Alter von 37 Jahren, als der zweite im Range zum , Major die Kriegsdienste quittirte, um die rühmliche Laufbahn deS Soldaten mit der ruhmreicheren, aber auch ver» hangnißvolleren des Staatsmannes zu vertauschen. Der Graf hatte schon nach dem Wiener Frieden, noch als activer Rittmeister, Reisen durch Deutschland, Frankreich, England. Spanien und im Orient gemacht — dort soll er auch Lord By ron kennen gelernt haben — und sich besonders in Paris längere Zeit aufgehalten, wo er aber die Genüsse, welche diese Weltstadt in reichlicher Ab« wechslung bietet, in vollen Zügen schlürfte. Mit einem Male ging eine Wandlung mit ihm vor, die um so auf» fallender war, als man vergeblich nach den Motiven forschte, durch welche die» selbe veranlaßt worden, und die Art und Weise seines Auftretens in den neuen Verhältnissen die volle Aufmerksamkeit auf den Edelmann lenkte, der, nachdem er bis dahin das arbeitslose genußreiche Lebm eines Sardanapal geführt, wie im Handumkehren werkthätig inmitten einer Reihe von Arbeiten dastand, deren jede einzelne die ganze Kraft des Mannes erforderte. Der Graf hatte nämlich im Herbst 1823 auS Paris in die Heimat zurückgekehrt, seine Quittirung aus den kaiserlichen Kriegsdiensten, in denen er, wie erwähnt, 17 Jahre mit Ruhm ge> standen, nachgesucht. Dieser Umstand gab und gibt seinen Biographen noch heute zu denken. Man erzahlt, Sz6» chenyi sei im Salon eines französischen Staatsmannes, bei dem er zum Diner gebeten war, nach Beendigung des- selben unfreiwilliger Zuhörer der Unter- redung zweier Diplomaten gewesen, deren Einer den Anderen fragte, wer der stattliche Huszar in der prächtigen Nni» form sei? Die Antwort, welche der Ge.. fragte gab: dieser Huszar,sei ein unga«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Volume 41
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Susil-Szeder
Volume
41
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
340
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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