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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41
Page - 285 -
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Page - 285 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41

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yi) Stephan 285 ) Stephan Verlage des Pesther „Athenäums" ein nach» gelassenes Werk Szschenyl's. daß den Titel „Selbsterkenntniß" führe, zwölf Druck» bogen stark, erscheinen werde. Der Graf schrieb es in den Fünfziger«Iahren während seines Aufenthaltes in der Privat« Irren» anstalt zu Döbling bei Wien. sMit Bezug auf das eben Gesagte verweisen wir auf die S. 269 u. f. mitgetheilte , 1 . Uebersicht der Druckschriften des Grafen Szschenyi". unter welcher auch die aus seinem handschriftlichen Nachlasse herausgegebenen aufgenommen sind.^l — Des Grafen Stephan Szvchenyi hin« terlassene Briefe und Schriften. Fünf. zehn Jahre nach dem Tode des Grafen, 1873, brachten die Journale eine Nachricht über die Briefe, Tagebücher und Gedenkschriften, welche derselbe seinem Secretär Anton Taschner zur Redaction und Verössent» lichung hinterlassen batte. Nun aber starb Letzterer schon ein Jahr nach Szschenyi's Hingange, so daß der ihm gewordene Auf» trag nicht zur Ausführung kam. Da erstand Graf Melchior Lonyay, als Präsident der Akademie, die Schriften von der Familie Taschner um 20.000 fi., welche durch Subscription hereingebracht werden sollten. Als jedoch im Jahre 1876 die erforderliche Summe noch nicht beisammen war. forderte das Pesther Journal »Vs^tsrtss« die Hin. tervliebenen Taschner's auf, sich mit dem bis dahin eingelaufenen Gelde zu begnügen, da, strenge genommen, ohnehin das Legat seine Giltigkeit verloren habe, weil der Auf, trag des TestatorS nicht erfüllt sei. Nach einer Meldung deS Journals „VilanSr« wurden der Familie Taschner, in deren Besitze sich noch immer die Briefe befanden, dieselben im Mai t377 Schulden halber mit Beschlag belegt. Den Werth dieser Bciefe 387 Stück, für deren Ankauf im Wege der öffentlichen Sammlung ein Betrag von 10.000 st. eingegangen war, taxirte daS Ge. richt auf 2600 fi. ^Fremden. Blat r . Von Gustav Heine (Wien, 4«.) 1876. Nr. 351. und 1877. Nummer vom l3 Mai.) — V o n Sz6chenyi'S hinterlassenen Schrif. ten kündigte Johann Török im Jahre 1860 das Erscheinen des WerkeS «llunui»« im Verlage von Gustav Heckenast an. Der Autor hatte sich darin die Aufgabe gestellt, die Rechte und Anforderungen der ungari« schen Sprache gegenüber der lateinischen klar zu präcisiren. — Mehrere Jahre später, 1864, hatte Johann Török. damals Redac« tem des «?s8ti Nirnö^", mit Zuhilfenahme der hinterlassenen Schriften Szschenyi's eine von diesem für das deutsche Publicum in deutscher Sprache entworfene Broschüre rediairt. welche unter dem Titel: „Die Fundamentalgesetze und die staatsrechtliche Tntwicklung Ungarns bis 1848" erschienen ist. Eine Uebertragung in die ungarische Sprache stellte der Heraus» geber I . T ö rö t in Aussicht — Auch wurde schon im Jahre 1862 der berechtigte Wunsch ausgesprochen, daß ausSzscheny i's Schrif. ten eine Anthologie zusammengestellt werde, und bei dieser Gelegenheit gemeldet, daß der brannte ungarische National.Oekonom Doc« tor Julius Kautz seit längerer Zeit mit einer solchen Arbeit sich befasse, deren bal. diaes Erscheinen unter dem Titel: «<3-rok 63 nHu^etsksäg«, d. i. Graf Ste» phan Szschenyi als Staatsmann. Politiker und National»Oekonom, in Aussicht stehe. Das Publicum wartet noch heute darauf. lUngarischeNachrichten. 1864. Nr. 247: „Literarischer Nachlaß des Grafen Szschenyi*. — Pesther L loyd, l862, Nr. 8 l ; 1864. Nr. 72 und 247, unter den „Tagesneuig, leiten".) — Graf Szschenyi ein Poet. Auch über den Grafen kam die Stunde, in welcher ihm die Prosa nicht genügte, das auszusprechen, was seine Seele erfüllte. Das Gedicht, welches das Datum 1. Mai 1817 trägt, hat der Graf im Alter von 26 Jahren geschrieben und damit die Ansicht, die sich hie und da kundgab, als sei er. bevor er die politische Laufbahn betrat, in der ungari» schen Sprache schwach beschlagen gewesen, am besten widerlegt. Das Gedicht ist in choriambischen Versen geschrieben, also in einer den Kunstpoeten der Zeit. in welcher er dasselbe verfaßte, noch unbekannten Form, die aber gerade das Charakteristische der ungarischen Voltspoesie. Es ist das einzige Gedicht, welches Szschenyi geschrieben, und befindet sich in dem Album der Mutter deS Grafen. Ju l ie geborenen Gräsin Feste« tics de Tolna. Dieses Album wird als Reliquie im Oedenburger Archive der Grafen Szschenyi aufbewahrt. Das Gedicht lautet in wörtlicher, von Dr. Franz T o ldy bewert» strlligter Uebersetzung: „Könnt' ich den DrangI All' deS Gefühls I Schildern in dank. ! glü« henden > Würdigen Reih'n, >Könnte mein GcistI Widmen Dir Sang, I Blühenden, > Wär' beglückt, I Kummer entrückt. II Aber wer kann> Zählen die Müh'n l Alle. die Du l Mir ge-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Volume 41
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Susil-Szeder
Volume
41
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
340
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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