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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41
Page - 289 -
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Page - 289 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Susil-Szeder, Volume 41

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i) Stephan 289 ) Emerich August substanz bedeckte zum Theil die linke Ge< sichtshälfte, zum Theil ward sie an den Wän« den und Möbeln klebend gefunden; in der Gehirnmasse fand man als Schußmaterial feinkörnige Schrote; beide Augapfel waren aus ihren Höhlen herausgetrieben; die Iun» gen blutreich, ödematös. das Herzfleisch schlaff und mürbe; unterhalb der Cardia auf der Magenschleimhaut aufsitzend, befand sich ein kirschgroßes Fibroid; die rechte Niere bedeutend hypertrophirt. ihre untere Hälfte mit zahlreichen nuß. bis eigroßen Cysten be. seht; endlich fand sich außer der beiderseitigen Nsruia. Ubsra nichts Abnormes vor; die linke Hand war vom Pulver geschwärzt. — Szechenyi's Schloß und Gruft. Ab. bildungen des Schlosses Zinkendorf im Oedenburger Eomitate. wo Graf S z s< chenyi vor seiner.Uebersiedlung in die Pri- vat-Irrenanstalt zu Döbling wohnte, wie der daselbst befindlichen Familiengruft, brachte das Pesther illustrirte Journal: „Vasarnaxi uMs« 1858. Nr. 45. S. 533. — Aus einem Condolenzschreiben über Sz6« chenyi's Tod. Eine ungarische Celebrität richtete nach Szschenyi's Tode an die Familie desselben ein Condolenzschreiben, in welchem eine Stelle lautet: „Trauernd steht das Vaterland vor dem Grabe eines so ausgezeichneten Patrioten, dem es so unend» lich viel zu danken hat, dem es aber nie das Verbrechen verzeihen kann, einen Szs, chenyi erschossen zu haben". — Szs« chenyi's Schlafstuhl in der Döblin« grr Pr ivat ' I r renansta l t . Eine Zeich« nung desselben brachte „VaLiii-n^xi uHsäz" 1860, Nr. 24, S. 283 mit der Unterschrift: „<3r<5l Issobsn^i Istväu kälo«2odHa Död. iwFdsn«. — Der Secretär des Grafen Szschenyi. Der Secretär Namens Kiss stand dem Grafen schon vor l848 nahe und genoß dessen ganzes Vertrauen. Im Sturme der darauf folgenden Ereignisse aber verlor er die Gunst seines Herrn, in Folge dessen er sich als Erzieher, sowie als Corrector bei dem „VuükpGäti Ulrwp" forthelfen mußte. Wenige Monate vor der Katastrophe, welche über den Grafen hereinbrach, beschied ihn derselbe wieder zu sich. So freudig er im ersten Augenblick diese Berufung aufnahm, so kurz war dieses Gefühl, das bald dem Eindrucke trüber Ahnungen wich, deren er sich nicht erwähren konnte und die ihn auch nicht mehr verließen. In der That. verwirk» lichten sich dieselben: denn durch den Selbst» v. Wurzbach, biogr. Lerikon. XI^I. ^Gedr. mord Szächenyi's wurde der Secretär so erschüttert, daß er bald darauf in Wahn« sinn verfiel und der Obhut des Irren« arztes anvertraut werden mußte. Westher Lloyd, 1860. Nr. 90. in der Rubrik „Tagesneuigkeiten". — Presse . 1860. Nr. 106). - Die Tobsüchtige in der Matratzenburg. Diese Unglückliche, das Kind armer Eltern, verliebte sich als Mäd« chen in den als junger Huszarenofficier nach der Schlacht bei Leipzig heimgekehrten Gra» fen. Gezwungen heiratete sie dann den reichen Pesther Kunsttischler Vogel. I n einer glänzenden Abendversammlung, wie sie ihr Gatte öfter zu geben pflegte, kam bei ihr der Wahnsinn, und zwar gleich in Form von Tobsucht, zum AuSbruche. Der Graf hatte bis zu ihrer Erkrankung keine Ahnung von der Liebe dieser Frau, welche er nun, wie die poetjsirende Fama erzählt, selbst nach jenem Döbling geleitet haben soll, in welchem er viele Jahre später sein tragisches Ende fand. Frau Vogel starb am 29. December 1874, 80 Jahre alt, in ihres Gatten Haus, in welchem das von ihr bewohnte Gemach ganz mit Matratzen aus» tapezirt war, damit sie bei den Ausbrüchen ihrer Tobsucht nicht Schaden litt. Dieses Zimmer führte deshalb den etwas auffäl- ligen, doch immerhin zutreffenden Namen der „Matrahenburg". ^Neue Freie Presse. 31. December 1874, Nr. 37l6.) Szechy, Emerich August (ungarischer Schriftsteller, geb. zu S ä r o s» Pa tak 5. Juni 1778, gest. 6. März 1832). Er entstammt einer ungarischen im Jahre 1733 von der Kaiserin Mar ia Theresia geadelten Familie. Nachdem er die unteren Schulen zu Sätorälja» Ujhely und Nagy'Käroly besucht hatte, trat er 1793 in den in Ungarn durch so viele gelehrte Manner hervorragenden Orden der frommen Schulen, in welchem er. während er noch zu Waitzen und Neutra den philosophischen Studien ob» lag, in den unteren Grammaticalclafsen als Hilfslehrer wirkte. Bald wurde er Professor der Rhetorik und Poetik, wie man zu jener Zeit die 3., resp. 6. Classe 26 Juli 1880.) 19
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Susil-Szeder, Volume 41
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Susil-Szeder
Volume
41
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
340
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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