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i, Stephan 236 i) Andreas
auch in seinem Fach schriftstellerisch thätig
und erschien von ihm:
d. i. Formenlehre fĂĽr ungarische El-
tern. Erzieher und Lehrer, zwei Theile
(Pesth 4846—47), für welche Arbeit er
mit dem Marczibä.nyipreis von 30 Du»
caten ausgezeichnet wurde, dann „^4
") d. i. Plan einer in Pesth zu
errichtenden Praparanoie (Pesth 1847).
Im Jahre 1846 ernannte ihn die könig»
lich ungarische Akademie der Wifsenschaf»
ten zum correspondirenden Mitgliede.
II^Hd^icori isuiLlstsIc I'äla., d. i. Un»
garisches Conversationslexikon (Pesth. gr. 8«.)
Bd. VI , S. 307, — 2"o?e?z, ^sT-enas), ^
d. i. Geschichte der ungarischen National»
Literatur von den ältesten Zeiten bis auf die
Gegenwart. Im gedrängten Umriß (Pesth
<86t—1865, Gust. Emich. gr. 8°.) S. 303.
Ein Stephan Szöny i lebte in der zweiten
Hälfte des 17. Jahrhunderts. Anfangs wirkte
er als evangelischer Prediger zu Torna, als
aber die protestantischen Geistlichen von da
vertrieben und katholische eingesetzt wurden,
zog er nach Debreczin. dann nach Zilah,
Klausünbmg und endlich nach Szathmär.
Szöny i hat mancherlei in ungarischer
Sprache veröffentlicht, wovon sein Weck
„Uärtirolc koroullHa,", d. i. Die Krone der
Märtyrer (Klausendurg j6?3, später Nürn«
berg 1727, 8"., 323 S.). insofern belnerkens.
werth ist, als er darin gegen die Katholiken,
welche doch nur ihre alten Rechte wieder in
Anspruch genommen hatten, in erbitterter
Weise auftritt; von seinen AndachtsbĂĽchern
erschien das „Xss^es I^slok Vsssl-tLMkFk«,
d. i. Leitstern der frommen Seele, betitelte
1681 ohne Angabe des Ortes, dann aber zu
Debreczin im Jahre 1714. Dieser Stephan
Szönyi dürfte wohl identisch sein mit dem
Klausenburger reformirten Prediger und
Schulmann Szönyi»Nagy Is tvän, dem
Verfasser des Buches „^237-21- oskola«
(Klausenburg 16i)ä). dessen Toldy in der
unten bezeichneten Quelle gedenkt. .sHoT'cknz"
^, UomoriK NunFkiorum et I>ro»
ui sol'ipris Ăź<iiti5 notorum sto. (?o- 50QĂś1777, VL, 80.) toiu. I I I , x.374.
^62365, d. i. Ungarische Schriftsteller. Samm»
lung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob
Ferenczy und Joseph Daniel ik (Pesth
1858, kl. 4«.). Zweiter (den ersten ergänzen«
der) Band. S. 328. —
iäo^töl 3, Msukorix i-öviä
n, d. i. Geschichte der ungarischen
National« Literatur von den ältesten Zeiten
bis auf die Gegenwart. Im gedrängten Um<
riß (Pesth 1864—1863. Gust. Emich. gr. 8".)
S. 94.)
Szöreilyi, Andreas Freiherr (k. k.
Oberst, geb. in Nngarn ain 28. Juni
1756, sein Todesjahr unbekannt). Der
älteste Sohn des Generals Joseph
Freiherrn von Szörenyi aus dessen
erster Ehe mit einer Cousine Anna ge»
borenen von Szörenyi (geb. 1733),
trat er in daS 9. Huszaren-Regiment,
damals Nä.dasdy'Huszaren und diente
als Rittmeister bis zum Jahre 1788, in
welchem er wegen seiner Tapferkeit im
TĂĽrkenkriege rĂĽhmlich genannt wird.
Als Oberst Fabr i am 22. März in aller
FrĂĽhe von Dorogoe aufbrach, bildete
Szörenyi mit!einer Escadron deSRegi«
ments und öl) Schützen die Vorhut. Um
Mittagszeit stieĂź er auf tĂĽrkische Reiterei,
welche vor Battusan aufgestellt war.
KĂĽhn den ĂĽberlegenen Feind angreifend,
beschäftigte er denselben so lange, bis
die Haupttruppe heranrĂĽckte, die nun
daS von ihm begonnene Gefecht siegreich
zu Ende fĂĽhrte, die TĂĽrken zur vollen
Flucht trieb und 300 Centner Getreide
erbeutete. Alsdann Oberst Faor i am
16. April den auf der Straße von Bat»
tusan nach Iafsy lagernden I b r a h i m
Pascha nach heftigem Angriff völlig
schlug, dabei nebst GeschĂĽtz und anderer
Beute zwei Fahnen erobernd, erhielt
Szörenyi Befehl, den Feind zu ver-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Volume 42
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Szedler-Taasse
- Volume
- 42
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 356
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon