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W. 243 ) Johann
den beiden Ofsicieren, die im Kampfe
ihre Börsen verloren hatten. Als später
der arg verstümmelte Szolnay aus
der Gefangenschaft zum Regiments zu«
rückkehrte, schmückte der Kaiser den
Braven mit der goldenen Medaille und
ließ ihm überdies ein Geschenk von
Tausend Gulden zukommen. Heraus«
geder dieses Lexikons glaubt die Scene,
da Szolnay den Rittmeister Wal«
derdorf aus den denselben umringen-
den Feinden heraushaut, von einem
jungen Künstler der Wiener Akademie in
einem Bilde dargestellt gesehen zu haben.
Doch kann er auf den Namen des Kunst«
lers sich nicht besinnen und das Gesagte
nur als Vermuthung aussprechen. Daß
aber Szolnay's Name in den vier
bei 3. W. Seidel und Sohn 1863
erschienenen Heften betitelt: „Lorbern
gesammelt von den Soldaten des kaiser»
lich österreichischen Heeres im Feldzuge
1839. Nach officiellen Quellen« fehlt, ist
unerklärlich.
Innsbrucker Tagblat t . l861. Beilage zu
Nr. 178: „Vreußen.Huszaren bei Magenta".
Auch ist der Fünfkirchener Thonwaarenfirma
W . Szo lnay zu gedenken, welche auf der
Wiener Weihnachts.ausstellung des Jahres
1879 durch ihre Erzeugnisse die Aufmerksam,
keit der Kunstfreunde auf sich lenkte. Der
bekannte Kunstforscher Jacob von Falke,
welcher in der „Wiener Abendpost", einer
Beilage der „Wiener (amtlichen) Zeitung",
über diese Ausstellung ausführlich Bericht
erstattet, lobt die Erzeugnisse derSzolnay',
schen Fabrik, wie folgt: „Die liebenstvür«
digsten, vollkommensten und harmonischesten
Erscheinungen von Allem, was die Aus»
stellung auf dem Gebiete der Fayencen zeigt,
find die mit orientalischen Mustern decorirten
Gefäße von W. Szolnay in Fünfkirchen,
durchaus fein im Thone der gelblichen Masse,
farbig und doch maßvoll in der Wirkung,
Der Beifall, den diese Arbeiten bereits auf
der Pariser Ausstellung 1878 namentlich bei
dem feineren und kunstgebildeten Publicum
gesunden haben, ist durchaus verdient". Szombllthy. Johann (Schulmann,
geb. zu Großsteffelsdorf im Jahre
4749, gest. 3. October 1823). I n
seinem Geburtsorte genoß er seine
wissenschaftliche Vorbildung, dann be»
trat er die akademische Laufbahn in
Paiak. wo die beiden Michael Szath«
märy-Paksi Md. XI. I , S. 20H,
Martin Szi lägyi ssehe S. 17H, Io-
hann Szentes >^S. 79). Stephan
Szentgyörgyi ^S. 79^> seine Lehrer
wurden. 4774 ging er ins Ausland, be-
suchte daselbst mehrere Universitäten,
unter diesen jene zu Zürich und Utrecht,
dann auch die zu Leyden und Franeker.
Nach seiner Heimkehr im Jahre 1778
lebte er zunächst als Erzieher bei ver«
schiedenen Familien, bis ihn im Iul l
1782 die Direction des SäroSpataker
Collegiums an Stelle des verstorbenen
Johann Szentes zum Professor des
Naturrechtes, der Geschichte und Rede-
kunst ernannte, worauf er zu Beginn
des nächsten Jahres mit der Inaugura»
tionsrede: „vs msritis käLtorias pro-
kg.Q2.b in r6liFioQ6m" seine Vorträge
eröffnete. Auf diesem Posten wirkte er
viele Jahre lang, bis er im Alter von
74 Jahren jener Anstalt, zu deren Zier-
den er zählte, durch den Tod entrissen
wurde. Die Zahl der von ihm heraus-
gegebenen Schriften ist gering. Die
Titel derselben find:
, d. i. Eine kurze Darstellung
von dem höchsten Gute (Kaschau 1787),
eigentlich eine Leichenrede auf LadislauS
Szemere. gehalten am 9. September
1787; — „^.H<3-5ön9v6ssks") d. i.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Volume 42
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Szedler-Taasse
- Volume
- 42
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 356
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon