Page - 245 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Volume 42
Image of the Page - 245 -
Text of the Page - 245 -
Aombathy, Joseph 245 ) Joseph
d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy
und Joseph Daniel ik. Herausgegeben vom
St. Stephllns'Vereine (Pesth 1836, Gustav
Emich, 8<>.) Zweiter den ersten ergänzender
Band. S. 324.
Ein anderer Johann von Szombathy (gest.
zu Debreczin am 13. Juni 1si0) war Stadt,
richter der königlichen Freistadt Debreczin.
Als er kinderlos starb, fand sich kein Testa»
ment vor, aber es war bekannt, daß er
willens gewesen, für die reformirte Kirche
und das rcformirte Collegium zu Debreczin
fromme Stiftungen zu machen. Da erfüllte
seine Witwe den zwar nicht schriftlich hinter»
lassenen.aber doch beabsichtigten letzten Willen
des Gatten, indem sie durch eine förmliche
Willenserklärung folgende Vermächtnisse de»
stimmte: 20.000 fl. für eine neu zu erbauende
dritte reformirte Kirche in Debreczin; 12.000 fl.
dem reformirten Collegium zum Unterhalt
dürftiger Studenten und 2000 fl. zur Errich«
tung einer neuen Lehrkanzel der Theologie.
s'Annalen der Literatur und Kunst des
In- und Auslandes (Wien, Anton Doll,
60.) Jahrg. 18W, Bd. IV, S. 337.)
Szombllthy. Joseph (Arzt und Fach.
schriftsteller, geb. in Komorn
11. Juli 1734. nach Iväm Nagy's
„HtHFI-HrorLSÄF osalHäai" ^Band X,
S. 802) am 11. Juli 1748. gest. zu
Pesth 2. Februar 1815). Aus der un>
garischen Adelsfamilie Cseh-Szom.
bathy. Die ersten Studien machte er
in seiner Vaterstadt, dann ging er nach
Preßburg, wo er zwei Jahre die Schulen
besuchte, und von da 1761 nach Debre«
czin, an dessen zu jener Zeit blühendem
Collegium helvetischer Confession er bis
1776 verblieb. Darauf bezog er aus»
ländische Hochschulen, und zwar zunächst
Franeker, ferner Göttingen, an welch
letzterer ec die Vorträge vonBaldin»
ger, Murray, Richter. Gmelin
und Blumenbach hörte. Wieder nach
Franeker zurückgekehrt, bildete er
sich
da«
selbst unter der Leitung deS berühmten Arztes und Anatomen Peter Camper
(geb. 1722, gest. 1789), welcher durch
seine Aufstellung der Gesichtslinien sein
Andenken in der Wissenschaft begründet
hat. Auf den Rath seines Lehrers ging
er nun nach Paris, wo er sich in den
Kliniken des Hotel de Dieu und der
Charit6 unter Por ta les, Lousier
und De la Lande eine besondere klini-
sche Fertigkeit aneignete. Paris verlas«
send, setzte er seine ärztlichen Studien
auf der Rückreise in allen jenen Städten
fort. wo ein und der andere Arzt ent«
weder durch seine Geschicklichkeit oder
seine wissenschaftlichen Leistungen in be>
sonderem Rufe stand, so in Straßburg
bei Lob stein, Spie lmann und Her«
mann, in Regensburg bei Schaefer,
und schließlich in Wien, wo er ein ganzes
Jahr hindurch im Dreifaltigkeitsspital
unter dem berühmten Maximilian S to l l
sBd. XXXIX, S. 161) arbeitete und
zuletzt auch die medicinische Doctor«
würde erlangte. Nun erst kehrte er nach
Pesth zurück. Im Jahre 1784 erhielt er
im Pesther Comitate eine ärztliche An»
ftellung, endlich aber wurde er Stadt»
physikus von Pefth, wo er bis zu seinem
im Alter von 61 Jahren erfolgten Ab-
leben thätig blieb. I m Druck sind von
ihm erschienen: „
" (Vi6iM20 1782, U. H..
, 68 S.. 8".)'. nochmals abge-
druckt im dritten Bande der 1790 in
Wien erschienenen „Dissertationos ino-
6102.6 in IInivoiLitHts Vinäodonbiigi
Karitas aä moidos okronioos perti-
(Pesth 1784, I . M.Wei-
gand und I . Koepf 4".. mit 1 Tafel):
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Volume 42
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Szedler-Taasse
- Volume
- 42
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 356
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon