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SMNtllgh) Samuel II . 280 Nicolaus
tagh's eine vierstrophige gereimte „Glück«
liches Ungarn" betitelte Apostrophe an Szon<
tagh, welche in der Nr. 1l vom i7. März
4872 gedachten Blattes zu lesen ist. —
6. Samuel I. (geb. l704, gest. 1765). dem
von Ludwig (geb. l569. gest. l66l) gestif.
teten Hauptstamme der Szontagh ange.
hörend. Sein Vater Pau l war Apotheker.
Samuel widmete sich dem Studium der
Arzneiwissenschaft und beendete dasselbe an
der Hochschule zu Halle, wo er aus Anlaß
seiner Promotion zum Doctor die Disser»
tation: «vo uiotKgtllsi inordoruin" (Halle
^73t) herausgab. Aus seiner Che mit Anna
Rosa HalNgansz hatte er vier Töchter: El i .
sabeth. Susanna, Eva Rosa und
Anna Mar ia , welche sich sämmtlich ver<
heirateten, und zwei Söhne: Michael (geb.
1738. gest. 1822). der diese Linie fortpflanzte,
und — 7. Samuel I I . (geb. zu Eperies
26. Februar l736. gest. 7. Juli 5822). wel.
cher zu den verdienstvollsten Superintenden«
ten der protestantischen Kircke Ungarns zählt.
Nachdem dieser zunächst in seinem Geburts,
orte, dann zu Saj<5»Gömör. Osgyan und
Preßbura die Schulen besucht hatte, begab
er sich ins Ausland, wo er sich an den Uni»
versitäten Altorf und Jena den theologi»
fchen Studien widmete. Nach seiner Rück-
kehr wurde er 1776 Prediger zu Kaschau.
Als solcher wohnte er 179! der denkwürdigen
Pesther protestantischen Synode bei. 1807
erfolgte seine Wahl zum Superintendenten
des Theißer Disiricts der Evangelischen Un>
garns. Aus Anlaß der evangelischen Jubel«
feier im Jahre 1817 ernannte ihn die Uni«
oersität Jena zum Doctor der Theologie.
Allgemein geehrt und betrauert starb er un.
vermalt im Alter von 8a Jahren. In seinem
Nachlasse fand sich von ihm die Schrift.-
„OoeaLioQkUa «ViFi'A.inuiat» ot Obrono-
5tiolia«. sssruionsL oeoaäioQs slsotiouis
ot illkUFuratlouis Nov. Dni. sainnslig
ete. s^ viro vei
sto. (
,808). — Oratio iNpeäiinsuta 8»wti3
Lioni aääiotorum in
»soii)U,V vsro in trsäoeiin oppiäis 806-
8ii (Halberstadt 1830, C. Brüggemann. s°.) S. 123 und 282 (auf S. 123 ist der
7. Juli. auf S. 282 der 5. Juli 1822 als
sein Todestag angegeben).^
Wappen. Das ursprüngliche Wappen der
Szontagh war ein sogenanntes redendes
und zeigte einen Dreihügel von natürlicher
Farbe, auf dessen mittlerem Theile, welcher
sich aus dem Grunde des Feldes über die
beiden äußeren erhob, eine Sonne im blauen
Felde strahlte. Auf dem Schilde ruhte ein
linksgekehrter gekrönter Turnierbelm, dessen
Krone die vorbeschriebene strahlende Sonne
trug. Die Helm decken waren blau mit
Gold tingirt. Spater tritt im Wappenfeld
an die Stelle der Sonne ein schwarzer ein»
köpsiger Adler mit von sich gestreckten Schwin«
gen und Fängen, welch letztere auf den
beiden äußern Theilen des auf dem Grunde
des Feldes sich erhebenden Dreihügels auf.
gestemmt sind. Die Krone des auf dem
Rande des Wappens ruhenden linksgekehrten
Helms trägt aber wie früher die strahlende
Sonne. Auch die Helmdecken sind nun
geändert, und zwar rechts in Schwarz mit
Gold, links in Roth mit Silber.
Szontllgh, Nicolaus von (Natur-
forscher und Arzt , geb. zu Also-
Kubin im ^rvaer Comitate Ungarns
am 1l. August 4843). Der Linie der
Szontagh angehörend, welche der
Igl6er Senator Ludwig stiftete, der
um seine Verdienste in Förderung des
Bergbaues und Handels im Jahre 1639
vom Kaiser Leopold I. geadelt wurde.
Er ist ein Sohn des königlichen Rathes
Danie l I. >^S. 243. Nr. 2) auS der
Ehe, welche dieser mit seiner Base Pen»
thesilea. einer Schwester des homöo»
pathischm Arztes Abraham, schloß,
dessen S. 248, Nr. 4 naher gedacht ist.
Die unteren Schulen besuchte er zunächst
in Neusohl, dann in Teschen. das Gym>
nasium beendete er in Oederiburg. Um
sich dem medicinischen Studium zu wid»
men. begab er sich nach Wien, wo er
auch zum Doctor promovirte. I n seine
Heimat zurückgekehrt, ließ er sich alS
praktischer Arzt bleibend in Pesth nieder.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Volume 42
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Szedler-Taasse
- Volume
- 42
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 356
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon