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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Volume 42
Page - 252 -
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Page - 252 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Volume 42

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iH) Franz 252 in, Franz demselben auf Staatskosten nach Krakau entsendet wurde. Während seines vier, jährigen Aufenthaltes daselbst betrieb er an der Universität philosophische und mathematische Studien. 1783 kam er. 23 Jahre alt. als Professor dieser Ge censtande an die Krakauer Hauptscbule. Nachdem er zwei Jahre in dieser Stell gewirkt hatte, erfolgte seine Ernennung zum Professor der Mathematik und Lo« gik an den Schulen in Warschau. Damals schrieb er seine Abhandlung: I^ul iera") d. i. Untersuchung der Arithmetik und Algebra Luliöre's und legte dieselbe zugleich mit einem Nach weise über die Unzulänglichkeit der Logik Condilac's der Erziehungscommission zur Begutachtung vor. Neide Arbeiten wurden von dieser geprüft und sowohl in Hinsicht auf den Grundgedanken, als auf die logische und bündige Entwicke» lung desselben für so bedeutend befun' den, daß man Sz. zum Mitglied der Ge> sellschaft zur Herausgabe der Elementar Schulbücher ernannte. Durch die bis» herigen Arbeiten, neben strenger Erfül- lung seines Berufes, dem er sich mit dem ganzen Feuereifer seiner Jugend hin- gegeben, haNe aber seine Gesundheit, namentlich sein Augenlicht derart ge- litten, daß er nicht nur sein Lehramt niederlegen, sondern auck von jeder anderen Arbeit sich enthalten mußte. Die Erziehungscommission, ebenso die wis- fenschaftliche Bedeutung des jungen Mannes wie seine Verdienste als Lehrer würdigend, nahm keinen Anstand, dem so schwer Heimgesuchten eine Pension zu bewilligen. Aber die politischen Wirren und die völlig zerrütteten Finanzen ver« hinderten es, daß ihm die Frucht dieser wohlgemeinten Verfügung zu Theil wurde. Dabei von gänzlicher Blindheit bedroht, begab er sich Heilung suchend nach Wien. wo er nach glücklich über» standener Operation sein Augenlicht wieder erhielt. Nach einer längeren Reise in Italien, durch die er seine Gesundheit kräftigte, in die Heimat zurückgekehrt, wirkte er als Erzieher bei mehreren höheren Adelsfamilien in Podolien und der Ukraine, zugleich aber warf er sich, wie früher auf mathematische, jetzt mit vollem Eifer auf sprachliche Studien, vornehmlich auf jene des polnischen Idioms. Seine grammatikalischen Nn- tersuchungen hinsichtlich der Schreib« weise erregten die Aufmerksamkeit der Gesellschaft der Warschauer Wissen- schaftsfreunde, welche ihn denn auch zu ihrem Mitgliede ernannte. Nun über» nahm er im Jahre 1818 das Lehramt der Mathematik an der Krakauer Nni« versnät, welches er durch 13 Jahre, biS zu seiner 1833 erfolgten Emeritur ver- sah. Aber nicht allein im Lehramte war er thätig, er fungirte auch mit allem Eifer als Vifitator und Examinator der Gymnasialschulen, als Mitglied des öko- nomischen Baucomitös der Stadt Kra- kau, des Comitös zur Aufrichtung des Kosciuszkohügels. des Krakauer Wohl» thärigkeitsvereinS und seit 1831 als Senator der Republik. Seine literarische Wirksamkeit beschrankt sich auf folgende Schriften: d. i. Bemerkungen des Johann Sn la- de cki über einige Polen betreffende Stel- len im Werke von V i l l e rs (Warschau 1823, 8".), zuvor im 15. Bande deS Ä.rQi^t.ni^ ^v2.r32 2^Lici" (Warschauer Denkschciftj abgedruckt; Sniadecki hatte diese Schrift in französischer Sprache verfaßt und Szopowicz übersetzte sie ns Polnische, vergleiche darüber den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Volume 42
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Szedler-Taasse
Volume
42
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
356
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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