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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Volume 42
Page - 269 -
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Page - 269 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Volume 42

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) Wenzelin 269 SMray (Wappen) und erscheint somit als der Begründer des Ge« schlechts der Pongracz, welche sich zum Unterschiede von der im Liptauer Comitate ansässigen alten Adelsfamilie Pongrä'ez von St. N ik las und Ovär ^vergleiche über dieses Geschlecht Vd. XXI I I , S. 96^ ihres Stammnamens als Prädicates bedien» ten und sich Pongräcz von Nagn <Mi« häly schrieben. Ihr Geschlecht erlosch bereits Ende des 18. Jahrhunderts. — 20. Nado, ein Sohn Wenzel in von Waizenb urg's s^iehe den Folgenden^, war Palatin unter König And re as I. Gleich seinem Vater ein tapferer Kriegsheld, schlug er den erobe. rungssüchtigen chrobatischenKönig Kresimi r und erbaute auf dem (1036) ihm entrissenen Gebiete an der Saoe, zu Ehren des h. De< metrius eine Abtei für Benediktiner, von welcher das heutige Mitrowicz (oder Demi< trovicza) in Syrmien seinen Namen erhielt. Daselbst errichtete er für sich und seine Gat» tin eine Gruft und übertrug das Patronat über diese seine Stiftung dem Bisthume Fünfkirchen. <06l focht er noch mit seinem Könige in jener unglücklichen Schlacht an der Theiß gegen Andreas' I. Bruder Bs la , in welcher Ersterer Thron und Leben verlor, worauf Letzterer Herrscher von Ungarn wurde. Rados Sohn ist Michael , nach welchem das Geschlecht noch heute den Vei> namen Nag y .Mihä ly führt. — 2l. Wen- zelin, der im zehnten Jahrhunderte lebte, ist nach übereinstimmenden Nachrichten ma< gyarischer und deutscher Quellen der erste Ahnherr des Geschlechtes Sztäray. Ste< pH an, Ungarns erster König, der Refor» mator seines Volkes in Sitten, Verfassung und Glauben, bediente sich zur Ausführung seiner unter den damaligen Verhältnissen riesigen Aufgabe weniger einheimischer Kräfte, welche der Ausführung seiner Pläne nicht gewachsen waren, ja überhaupt der nöthigen Vorbedingungen dazu entbehrten, als viel« mehr deutscher Mönche, Söldner und Ritter, welche er in das Land berief. Einer dieser deutschen Insassen Ungarns, welche dem Rufe Stephans gefolgt waren, ist Wenzel in von Wasserburg, wie er nach Nagy heißt, wahrend er in deutschen Quellen Wai« zenburg, ja in den „Oesterreichischen illu« strirten Familienblättern" (Linz. Eurich) 1838, Nr. 24, gar Wahenburg genannt wird. Im Gefolge Giselas, der Tochter des deutschen Kaisers Ot to I I I . und Ge. malin des Königs Step ha n, nach Ungarn ssekommen, hatte er sich daselbst durch seine persönlichen Eigenschaften bald Geltung ver. schaft und die volle Gunst seines neuen Herrn erworben. Die Einführung des Christenthums in Ungarn, Stephans Hauptwerk, in Folae dessen derselbe vom Papste auch die Be. zeichnung eines „apostolischen Königs" erhielt, welche der König von Ungarn zur Stunde noch führt, stieß vor allem unter dem Adel des Landes auf mächtigen Widerstand, und namentlich war Kup a, ein Verwandter des königlichen Hauses, im Herzen dem Christen, thume feino und erhob daß Banner der Empörung. Viele der heimischen Edlen schlos sen sich dem Empörer an. und König S t e- pH an sah sich bald nur in der Umgebung der Fremden. In dieser Noth stand seine ganze Hoffnung auf N5 enzelin von Wa s« serburg, dem er, als die Empörer zur offenen Gewalt schritten, den Oberbefehl über sein Heer anvertraute. Und er wandte sich auch an den rechten Mann. Wenzel in zog Kupa entgegen, in der Gegend ron VeSzprim kam es (998) zur Schlackt. Beide Feldherren trafen im Schlachtgewühl persön« lich aufeinander. Der Magyar Kupa siel unter den Hieben des deutschen Ritters, und mit seinem Falle war die Niederlage der HeidnUckaesinnten und zugleich der Sieg des Christenthums und der Civilisation in Ungarn entschieden. Wenzelins Sohn aber ist Rado l^ siehe den Vorigen), und mit ihm seht sich die Stainmreihe des Hauses S zta< ray fort. >^ 22. Eines Grafen Sztäray gedenkt Gerber in seinem Musik.Lerikon als eineS musikalischen Dilettanten, der wabr. scheinlich in Wien gelabt und „daselbst bei Kozeluch folgende Clavierwerte in gefälliger Manier hat stechen lassen: l—5: „VI I>olo. uaiLss xonr 1« Olav. »v. V. st Vo^s", — 6: «II I polonaises 5 4 mains", Op. 2; 7: „VI ?o1ouki««s ä 4 mains«. 0v. 4". 0v. l, 2, 5. 6 und ? sind l?98 erschienen. Ob die Worte „gefällige Manier" sich auf die Composition oder die Ausstattung der Aus< gäbe bezieht, ist aus der Textstellung bei Gerber nicht ersichtlich. Auch schweigt der< selbe über den Taufnamen des gräflichen Tonsetzers. sG erb er (Ernst Ludwig), Neues historisch «biographisches Leiiton der Ton» künstler (Leipzig 4814, A. Kühnel, 3er.<8o.) Bd. IV, Sp. 25t) I I I . Wappen. In Blau eine schwarzausgefugte goldene Burgmauer mit halboffenem Thore
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Volume 42
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Szedler-Taasse
Volume
42
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
356
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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