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ĂĽcs, Michael 277 KKcs (Rittmeister)
errungenen Fortsckriite des BĂĽrgerthums
in unserer Zeit.
AuĂźer obigem Rechtsgelehrten S tephan
SzĂĽcs begegnen wir noch verschiedenen
Schriftstellern dieses Namens, bald mit c
(SzĂĽcs). bald mit r (SzĂĽts) geschrieben.
So gedenken die von Paul Hun fa lvy her»
ausgegebenen „Literarischen Berichte aus
Ungarn" in einer Darstellung der Thätigkeit
der naturwissenschaftlichen Vereine Ungarns,
welche einen Dr. I . Fröhlich zum Ver.
fasser hat, Vd. I I (1878), S. 139 unter
den älteren werthvollen mathematischen Ar»
Veiten der zwei folgenden: l vonV. SzĂĽts.-
„Anfänge der ungarischen mathematischen
Literatur", und 2. von I . Szü ts : „Du«
gonics und das erste ungarische Lehrbuch
der Mathematik", von dem wohl auch die
Monographie über das Metermaß: „ä. uioter"
(Nagy.Körös 1876. 80.) herrührt. — 3. Ein
Daniel Szücs (geb. zu Debreczin). cal»
vinischer Prediger zu Debreczin. hat nicht
nur zahlreiche Gedichte in Journalen und
Almanachen drucken lassen, sondern auch den
Sophokles überseht. Doch scheint diese Ueber»
tragung nicht im Druct herausgekommen zu
sein, da Dr. Eugen Abel's in Paul Huw
fa l vy's ,Literarischen Berichten aus Ungarn"
lBd. I I (l8?8). S. 239—263) erschienene
inhaltreiche Abhandlung „Die classische Phi<
lologie in Ungarn" derselben nicht gedenkt. In
C. M. Kertbeny's „Album hundert ungari.
scher Dichter" (Dresden und Pesth 5835. 12».)
findet sich auf Seite 14l ein Gedicht von
Szücs : „Griechenland" in der Uebertra»
gung von S. Rothfeld. — 4. Ein Doctor
der Medicin David SzĂĽcs. aus Trencsin
gebürtig, gab seine Inaugural«Dissertation
„^yU26 Minerales comitktuL Lreuoriiusn-
siL" (Pesth 1842. Trattner. ö<>.) heraus. —
S. Kar l SzĂĽcs. Apotheker zu Tata. hat
im Leipziger „Journal der Pharmacie" nach.
stehende Aufsähe veröffentlicht: „Auch ein
paar Worte ĂĽber das Avothekerwesen in
Ungarn" lN95, Bd. I I , S. 3) und ,Ver
schiedene pharmaceutisch<chemische und phyfi»
kalische Erfahrungen" si800. Bd. I I , S. 47)
— 6. Michael Szücs. Dieses Zeitgenossen
(geb. 29. September 1823) gedenkt in einer
ausführlicheren LebenSskizze das von Cme«
rich Vahot herausgegebene Journal »Nn.p>
keiet«. d. i. Der Osten, 1860, Nr. 22,
S. 343—346, woselbst auch das Bildniß des
in Rede Stehenden im Holzschnitt beigegeben ist. Meine Versuche, dieses Blatt mir zu
verschaffen, blieben erfolglos, daher ich mich
auf vorstehende bibliographische Notiz be<
schränken muß. — 7. Ein Stephan Georg
Szüts (geb. zu Szeaszäid l73ä), den
Alerius Horänyi in seinem Werte „sori-
ptors5 piaruin Lokolär-ura Uderkliuruguo
artiuw in»Fi5tri", ?Hl8 I I . x. 722—729,
anführt, studirte zunächst in seiner Vaterstadt,
dann zu Baja. FĂĽnfkirchen und Waitzen.
Darauf trat er in den Orden der frommen
Schulen, in welchem er den Klosternamen
Stephanus Georgius a S. Emerico
erhielt. Nachdem er zu Prioioa im Neutraer
Comitate seine Probezeit abgelegt hatte,
wurde er 1777 oon seinen Oberen nach GĂĽns
geschickt, wo er durch fĂĽnf Jahre in den
Grammaticalclassen lehrte. Hierauf in Pesth
zum Doctor der Philosophie promovirt, kam
er als Grammaticallehrer nach Szegedin,
und als daselbst die Jahrgänge der Pbilo»
sophie eröffnet wurden, trug er bis zur Er«
nennung eines Piofissorü in diesem Gegen»
stände denselben vor. Im Jahre 1796 bewarb
er sich um das Lehramt der Philosophie an
der Pesther Universität, welches ihm auch
1797 verliehen wurde. Dieser Stephan
Georg SzĂĽts wird wohl identisch sein
mit dem Joseph SzĂĽcs aus dem Orden
der frommen Schulen, welchen Georg Fejsr
in seiner „Historik ^ca,6.6miks soisnti2.i>u72
1*22022212,6 ^.rokispisoopaiis »o U. Ids-
reLiknke rkĂźikL Uteraria" Seite 134 als
Lehrer der theoretischen und praktischen Phi«
losophie in den Jahren 1798—1318 anführt.
Horänyi berichtet, daß derselbe eine Ge.
schichte der Philosophie, eine Empirische
Psychologie, eine Logik, eine Metaphysik und
eine Praktische Philosophie fĂĽr den Druct
bereit gehabt habe. Doch scheinen diese Werke
nie herausgekommen zu sein, da ihrer weder
in der „Vid1iotd.se» 82eod.6QiaQ2", noch in
Fejsr's „kligtoria aokäeinias I?2.2mani3,-
N26", noch auch in D a nie lik«F ere ncz y's
„AlH3?2r ir6k" irgend eine Erwähnung ge»
schiebt. Ob der in Rede Stehende Verfasser
des Werkes ist: „NrköltLi ss sisF^oL vor-
5ok", d. i. Sittliche und elegische Gedichte"
(Preßburg 179l. 8».). welches auch Ueber»
setzunaen mehrerer Gedichte von Cronegt.
Ge l le r t ,Hagedorn ,Hö l ty und Kleist
enthält, kann Herausgeber dieses Lexikons
nicht angeben. — 8. Noch sei des Ritt»
Meisters Szücs im 9. Huszaren«Regimente
gedacht mit welchem derselbe zur Zeit der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Volume 42
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Szedler-Taasse
- Volume
- 42
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 356
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon