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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Volume 42
Page - 284 -
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Page - 284 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Volume 42

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Airmlanski (Familie) 284 i) Cyril Gönnels 1736 zum Bisckof von Prze- mysl, Sanok und Sambor erhoben, ver« waltete er bis zu seinem im Jahre 1762 erfolgten Ableben in rühmlicher Weise sein hohes Kircbenarnt. Mit dem Sta> rosten von Przemysl Stanislaus August Poniarowsk i . nachmaligem Könige von Polen, processirte er mit Erfolg um das zum Bisthum gehörige im Prze» mysler Kreise gelegene Dorf Wilcze, daS jener seiner Starostei einverleiben wollte. Um das Jahr 1746 gründete er bei seiner Kathedrale ein Capitel, welches von mehreren Weltlichen nicht unansehn» liche Dotationen erhielt, und zu dem auch er gleich bei der Stiftung desselben, noch mehr aber in der Folge beisteuerte. Wie schon einer seiner Vorganger, Szept icki , so lag auch er wegen ver« sckieoener Eigenthumsansprücke und an- derer Gerechtsame mit den Basilianern in stetem Kampfe. Während der Vei« waltung seines BiSthums unternahm er den canonischen Vorschriften gemäß mehrere Visitationen seiner Diöcese, und das Ergebniß derselben war das nach' stehende von ihm in lateinischer Sprache niedergeschriebene Werk: „ H ^ n'ius ^?>HS<3l'^ . l/. sa? 67-a^'ö«6 6a?<?s?^)^s") welches für die Statistik der Przemyä'ler Diöcese griechischen Ritus nicht ohne Werth ist. xo^L26oi in2, d. i. Allgemeine (polnische) Encyklopädie (War» schau l866, Or^elbrand. gr. 8«.) Po. XXIV, S. 7«6. Aeber die Familie SMnlaüski. Die Szum» laüski sind eine alte rulhenische Familie, welche, wie auch die Wapowsk i , Kuro> patnicki Wierzbicki . Ostrowski, Kochowski. Konienski u. A, zum Adelsgeschlechte Nieczuja gehört, das im rothen Felde einen Baumstrunk von naiür« licher Farbe mit einem darauf stehenden goldenen Kreuze führt In ihrer Stamm« reihe zählen sie mehrere ansehnliche Kirchen» fürsten, so 1. den unirten Bischof von öem< berg Joseph Szumlaüsk i (gest. 8. Juni l?08). welcher, ein Sohn des königlichen Rottmeisters S tan i s l aus , anfangs die militärische Laufbadn einschlug nach dem Ableben des Lemberger Bischofs Ze l ibor aber sich um das Bisthum bewarb. Mit ihm zugleich concurrirte um dasselbe Eustach Smiste!nick i . der von einer Partei auch 1668 zum Bischof aewählt und von dem damaligen Stellvertreter des Metropoliten geweiht wurde. Szumlansk i , dadurch in seiner Competenz nicht beirrt, ließ sich von seiner Partei ebenfalls wählen und zum Bischof weihen, so daß gleichzeitig zwei Oberhirten derselben Diöccse fungirten. Die unten bezeichnete Quelle gibt ein recht an« schaulickes Bild von den damaligen ganz eigenthümlichen Verhältnissen der griechisch« unirten Kirche in Galizien. Dieser bischöf« liche Streit dauerte bis zu dem im Jahre 1676 erfolgten Ableben S wi st el ni cki's. worauf Szum lau st i in der ganzen Diö» cese als Bischof anerkannt wurde. Schon im folgenden Jahre sendete er ein Schreiben nach Rom, worin er erklärte, daß er der Union beitrete, um deren Ausbreitung in seinem Kirchensvrengel er sehr thätig sich erwies. Er stand in großem Vertrauen bei König Johann I I I . (Sobieski ) und Au g ust I I . und leitete erfolgreich die Unter- handlungen mit den Kosakenhetmanen D o» roszenko und Mazeppa. — 2. Sein Biuder Athanaflus (gest. 1694) lebte an> fänglich als Weltlicher und führte als solcher den Taufnamen AleZander. Er war mit Anna Demowiszow verheiratet, die ihm eine Tochter und fünf Söhne gebar. Nach dem Tode seiner Gattin trat er in den Orden der Vasilianer, nahm den Klosternamen Athanasius an und wurde im Jahre 1688 Bischof von, Luck in Wolhynien. als solcher das Zeitliche segnend. Auch er trat der Union bei. — 3. Gedeon (gest. 1706), ein Sohn des Vorigen, trat gleichfalls in den Orden der Basilianer und wurde Alchi« mandrit von Minsk, im Jahre l702 aber auf Verwendung seines OheimS Joseph, Bischofs von Lemberg s^iehe Obigen. Nr. i), Erzbischof von Smolensk. Obgleich seine Diö« cese nicht zu Polen gehörte, behielt er doch wie bisher seine Residenz in Minsk bei, wo er auch starb. — 4. Chr i l (gest. 30. No» vember l?26). ein Bruder des Vorigen, war
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Volume 42
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Szedler-Taasse
Volume
42
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
356
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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