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büchleili heraus: „
^ d. i.
Kurze Belehrung von der Pest. von den
Scbutz« und Gegenmitteln gegen dieselbe
(Lemberg 1770. 80.). — Valentin
S z Y l a r s k i lebte gleichfalls im
13. Jahrhunderte, und ist ĂĽber seine
Lebensumstände nur sehr wenig bekannt.
Er war Doctor der Philosophie und
Professor der Redekunst am Collegium
der regulirten Domherren in Krakau.
Er gilt als einer der tĂĽchtigsten Forscher
der polnischen Sprache und ist der erste
Verfasser einer vollständigen polnischen
Grammatik. Im Druck erschien von ihm:
l nanĂĽ
^ Johann Jacob 29l) Szymonowic^ Johann Jacob
an der Lemberger Kathedrale und zu.
gleich die Stelle eines Conststorialkanz.
lers. 1783 erfolgte seine Ernennung
zum General.Vicar, 1787 zum Vorsteher
deS ArmeninftituteS in Lemberg. In allen
diesen Eigenschaften that er sich durch
feine Dienstleistung so hervor, daĂź ihn
Kaiser Franz l l . am 7. Jänner 1799
zum Erzbischof von Lemberg armenischen
Ritus ernannte. Der Gang der politi»
schen Ereignisse — fürs Erste wurde
Papst Pius VI. von Napoleon I.
gefangen gehalten, und dann nach PiuS'
Tode im April 1799 muĂźte die Wahl
des neuen Oberhauptes der Kirche abge»
wartet werden — verzögerte die Con«
secration des Erzbischofs Szymono«
wicz bis zum I.März 1801. Im Jahre
1302 ernannte ihn Kaiser Franz zum
Director des theologischen Studiums an
der Lemberger Hochschule. 1810 zum
wirklichen geheimen Rathe, und die Lem«
berger Commune erwählte ihn 18l1 zum
Präses der Armencommisfloii. Die Her«
stellung entsprechender Räumlichkeiten im
erzbischöflichen Palais, wie dessen äußere
AusschmĂĽckung waren sein Werk. I m
Jahre 1806 ordnete er die GehaltSver-
Hältnisse für den jeweiligen armenischen
Erzbischof; dagegen blieben seine Bemü«
hungen, einen philosophischen Studien»
curS in Stanistawow zu erwirken, bei
den damaligen politischen Zustanden er.
folglos. Die sechzehn Jahre seiner erz.
bischöflichen Wirksamkeit zahlen zu den
gedeihlichsten, denn er war ebenso ein
Vater der Armen, wie ein auf das Wohl
seiner Kirche sorgsam bedachter Oberhirt.
Der nachmalige Administrator deS Erz«
bisthums Samuel S t e f a n o w i c z
feierte in der Leichenrede auf den Ver«
ewigten die Verdienste desselben um
Kirche und Gemeinde.
^ ^ ^ " , d. i. AnfangsgrĂĽnde
der Lehren für die vaterländische Jugend,
das ist nämlich Grammatik der polnischen
Sprache (Lemberg 1779, 8".). Ein an.
derer Sprachforscher, Namens I . Ple«
bailski, hat sich ĂĽber den Werth dieser
Arbeit Szylars ki's. welche acht Jahre
vorKop czyiiski'S polnischerGramma»
tik elschien, im zehnten Bande (S. 540)
der polnischen im Verlage von S. O r«
gelbrand in Warschau herausgegebe«
nen Real-Encyklopädie (Nno^kiopeä^'g.
xov326oIiiiH) ausfĂĽhrlich ausgesprochen.
Szymonowicz. Johann Jacob (arme.
nischer Erzbischof in Lemberg, geb.
zuKamieniecPodolSki am29.De<
cember 1740. gest. zu Iemberg 3. Oc>
lober 1816). Von armenischen Eltern.
Im Alter von 48 Jahren trat er in daS
sogenannte papstliche Collegium in Lern«
berg. wo er nach sechsjährigem Studium
der Theologie 1764 zum Caplan tiwio
llnss5on55 geweiht wurde. Durch sech.
zehn Iahie versah er das Predigtamt
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Volume 42
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Szedler-Taasse
- Volume
- 42
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 356
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon