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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Volume 42
Page - 294 -
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Page - 294 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Szedler-Taasse, Volume 42

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T. Taaffe, Eduard Graf (Staats ' mann, Ri t ter des goldenen Vließes, geb. in Wien am 24. Februar 1833). Einem alten irischen Geschlechte ent stammend, deffen Genealogie Seite 298 dargestellt wird. Der jüngere Sohn des Grafen Ludwig, Präsidenten deS ober< ften Gerichts» und CaffationShofes ss. d. S. 308) und Bruder des Grafen Kar l ss. d. S. 306). Nachdem Graf Eduard an der Hochschule seiner Vaterstadt Wien das Studium der Rechte beendet und als einer der Ersten die neu eingeführten Staatsprüfungen abgelegt hatte, trat er im Jahre 1832 in den kaiserlichen Staatsdienst. Rasch die unteren Rang» stufen bei der wederösterreichischen Statt» halterei. bei der BezirkShauptmannschaft inWiener>Neuftadt und der Statthalterei in Ungarn, dann in Böhmen zurücklegend, stieg er schon 1861 zum Statthalter«' rath und Leiter der Kreisbehörde in Prag auf. Am 28. April 1863 zum Landeschef im Herzogthum Salzburg befördert, blieb er auf diesem Posien bis zum 8. Jänner 1867, cm welchem Tage er sich zum Statthalter von Oberöster» reich erhoben sah. Als dann im März desselben Jahres in Vorbereitung des Ausgleichs mit Ungarn die Aufhebung des StaatSministerums und in Eis» wie Transleithanien die Bildung besonderer Ministerien für daS Innere und für Cultus und Unterricht erfolgte, ward er von Sr. Majestät dem Kaiser in daS Cabinet Beust berufen und am 7. März 1867,nach Belcredi 's Sturz zum Minister und Leiter deS Ministeriums deS Innern ernannt. Nach Beust's Er» Hebung zum Reichskanzler am 23. Juni 1867 übernahm er am 27. Juni den Posten beS Ministerpräsidenten. Stell« Vertreters. Als solcher wirkte er bis zürn 30. December 1867, an welchem Tage das Bürger . Ministerium G i S k r a- Herbst unter dem Minifter'Prasidenten Fürsten Carlos AuerSperg anS Rud er kam. I n diesem Cabinet übernahm er an Stelle deS Innern, welches an Dr. Giskra überging, das neu errich» tete Ministerium für Landesvertheidi' gung und öffentliche Sicherheit und wirkte nun an dem Zustandekommen deS ersten Ausgleichs mit Ungarn wie der ganzen Verfassung deS Jahres 1867 mit. Nach dem Rücktritte des Fürsten Carlos Auersperg am 24. Septem« ber 1868 trat er sofort die interimistische Leitung des Minister « Präsidiums an, wurde aber am 17. April 1869 unter Belassung in seinem Amte als Minister für Landesvertheidigung und öffentliche Sicherheit zum definitiven Ministerpräsidenten erhoben. Immer sichtbarer entfalteten sich nun die Keime deS Zerfalls des Bürger-MinisteriumS. Dasselbe spaltete sich in eine Mehrheit res te l , G i s k r a , H a s n e r , Herbst . P lener ) , welche die Be» freiung des ReichsratheS von dem Iah« menden Einflüsse der Landtage, kurz eine Wahlreform auf Grund directer Wahlen als Programm aufstellte, und in eine Minderheit ( B e r g e r , P o t o c k i ,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Szedler-Taasse, Volume 42
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Szedler-Taasse
Volume
42
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1880
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
356
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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