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Taaffe (Genealogie) 3V0 . Taaffe Amalie
fendrn Zebensskizzen dargestellt ist. — Auch
Staatsmänner hat das Geschleckt sowohl
in der Vergangenheit als in der Gegenwart
aufzuweisen, und indem wir von jenen ab»
schen. die ihren heimischen Königen mit aller
Ergebenheit gedient, wie Franz lS. 30l,
Nr. 41 und Nieslaus lS- 304. Nr. 13).
nennen wir den Grafen Ludwig ^S. 308).
dessen Name in der Geschichte des österrei»
chiscken Iustizwesens mit unvergänglichen
Züaen eingezeichnet ist. während sich für
uns die Wirksamkeit des gegenwärtigen Mi.
nister'Präsidenten Grafen Eduard, auf dessen
Lebensskizze l ^ . 294) hingewiesen wird. als
eine noch nickt abgeschlossene jeder näheren
Beurtheilung entzieht. Auch die exacte Wis<
sensckaft fand im Hause Taaffe ihren eif«
rigen Pfleger, um hier nur des Grafen
Franz I^S. 301, Nr. ^ zu gedenken, der,
bereits als General'Major ein hervorragen'
der Militär, in seinen späteren Lebenslagen
sich ganz in die Einsamkeit zurĂĽckzog, um
seiner Lieblingswissenschaft, der Astronomie,
zu leben, zu welchem Zwecke er in Vudweis
sich eine eigene Sternwarte hatte bauen
^ffen. — Was nun die Frauen des Hau«
je6 betrifft, so aehören diese sowohl den
edelsten Geschleckten ihres Stammlandes
an. wie dies aus der Stammtafel zu ersehen,
als auch seit Uebersiedlung der Taaffe nach
Oesterreich,Ungarn den ersten Familien dieses
Reiches, wir nennen hier nur die FĂĽrsten
Vretzendeim. die Grafen Amaos de
Var tony . Cdotek. Csäky, Harsch,
Haugwitz, N indsmnu l , Spindler.
^Oesterreich ische Nat iona l < Ency>
tlopädie uon Gräffer und Czikann
(Wien 1837. 8".) Bd. V, S. 266. — G e.
nealogie der Grafen Taaffe. Aus dem
Englischen ĂĽbersetzt (W'en 4862, F. B. Geit.
ler, 4«.) 21 S.. 4°.). — k lswo i rs ok tiis
I'Hw.il^ ot 12,23s. l^lot xudUelisä (ViennH
1836. ^usi-, «o.^ 372 S.). Mit den Bild.
nissen der Grafen Ludwig (Titelbild),
Lords Rudolpb (S. 33), Grafen Franz
(S. 34). Earls F ranc is (2. 207), Lorvs
Nicholas (S. 303). Grafen Iohn (S. 337).
den Abbildungen der alten in Irland gele.
genen Taaffe'schen Burgen und Schlösser:
Ballymcte Castle. Abbey of Clonshanoille.
Ballyhara Hastle. Carlingford Abbey, Church
,at Iamestown, RoĂź (lastle und dem in
Böhmen gelegenen Ellischau uno St. öln»
thony'S (ähapel (Vllischau), und einer Stamm«
tafll (2 Meter und 33 Zentimeter lang. die in Folge dieser Dimensionen u»id der ganzen
Anlage nach sehr schwer benutzbar ist). —
Historisch < heraldisches Handbuch
zum genealogischen Taschenbuche der gräf«
lichen Häuser (Gotha 1sä5. Iuftus Per.
' thes. 320.) S. 962. — 2)c,^e ^^mu«<i>».
Ins pseraFS ol tn.s NritiLd. lĂĽmrnrs 2,2 2t
xr^ HSut. siistiQs« I'neittb. Näition (I^ ou,äou.
1li43, Zi^näsi» 5nä ONo^, gr. 8") S. 51«.
I I . Denkwürdige Sprossen les Vrasenhans«
Taasse. 1. Amalie Gräfin Taaffe (geb.
6. October t8l)2, gest. in Wien 2s. October
1874). Von acht Kindern Kar l Augusts
FĂĽrsten von Bretzenheim de Regecz
(geb. 24. October 1769. gest. 27. Februar
ls23) auS dessen Ehe mit Walburg Ma«
ria Iosepha geborenen Fürstin von Oet«
ti ngen 'Sp i elberg (geb. 29. August
1766. gest.) das siebente, wurde Gräsin
Amal ie am ll). Juni 1822 dein Grafen
Ludwig von Taaffe of Carlingford, damaligem
Gouverneur von Galizien, vermalt, Einem
längeren dieser hoben Dame gewidmeten Nach«
rufe entnehmen wir Folgendes: „Höhere Le«
bensziele waren es, denen sie nachstrebte. Im
Glück wie im Unglück wahrte sie den unbe»
fangenen Blick, jene Heiterkeit der Seele,
jenen Gleichmutb, welcher den Besten ihres
Geschlechtes eigen ist; dieser wurzelte in
ihrer Frömmigkeit, diese aber war eine milde
und innige, nach allen Seiten hin duldsame.
Abhold allen Uebertreibungen und dem Miß»
brauche des Heiligen zu selbstischen Zwecken,
wuĂźte sie auch in kirchlichen Dingen sich die
Freiheit des Urtheils ĂĽber Wahr und Falsch
zu wahren. In ihrer Jugend schon eine vir«
tuose Pianistin, zeigte sie sich in reiferen
Jahren als feine Kennerin und Pflegerin der
Kunst. Hervorragenden Erscheinungen der
Literatur widmete sie stets ein reges Interesse.
Anmuthsvoll und geistreich wuĂźte sie im
engeren Freundeskreise die großen Tages«
fragen, die neuesten Werte der Kunst und
Literatur zu besprechen. Seit I855 Witwe,
ĂĽberlebte sie ibren Gatten um nahezu zwei
Jahrzehnte." Von fĂĽnf Kindern ihrer Ehe
ging ihr der ältere Sohn Kar l sS. 307) ein
Jahr im Tode voran. Der jĂĽngere Sohn
Graf Eduard, gegenwärtig Minister-Präsi«
dent, und drei Töchter überleben sie: Cl e.
mentine, vormals Hofdame weiland der
Erzherzogin Hi ldegarde uon Oesterreich,
Louise, Hofdame der Kaiserin Mar ia
Anna, und Amal ie. vormals Hofdame
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Szedler-Taasse, Volume 42
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Szedler-Taasse
- Volume
- 42
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1880
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 356
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon