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Terebelski 287 Terttlllu
der Stiftungen, Erziehung- und Unterrichts«
anstalten in Wien von,den ältesten Zeiten...
Aus echten Urkunden und Nachrichten (Wien
1803, Igna; Grund, 8".) H. 39—41, 466
und 467,
Terczl), siehe: Terzi, Ludwig.
Terebelski, Heinrich (Schr i f t '
steller, geb. um das Jahr 1818, gest.
in Ungarn am 25. November 18(j3).
Ueber seinen Lebens- und Bildungsgang
fehlen alle Nachrichten. In Wien erschien
er im Jahre 1848, und als im Verlage
der A. Wenedikt'schen Buchhandlung
die „Allgemeine Slavische Zei-
tung", mit dem Motto.' „Demokratie
— Föderation freier Völker" ,
und gedruckt bei Franz Edlen von
Schmid, dreimal in der Woche ein
halber Bogen in 4". herauskam, zeichnete
H. Terebelsky als verantwortlicher
Redacteur dieses Blattes, welche demo-
kratische Leuchte der Slaven aber schon
am 21. October mit Nr. 59 fĂĽr immer
erlosch. 4849 und 1830 schrieb er fĂĽr
den in OlmĂĽtz ins Leben gerufenen
„Oesterreichischen Korrespondenten". In
der Folge verlegte er sich auf linguistische
Arbeiten und scheint als Sprachlehrer,
sowie als Correspondent verschiedener
Journale thätig gewesen zu sein. Im
Druck sind von ihm erschienen: „A'??o?
vttii«-' ^/öQ,-.^//<.'/i 5?-tt??'?5", d. i. Leben
des Johann XMa von Trocnov, des denk-
wĂĽrdigen FĂĽhrers der Taboriten (OlmĂĽtz
1830, Ed. Hölzel, 8".); — „^liraretisch.
silllktiZches Tehrbnch der böhmischen Sprache
knr Deutle. Verbunden mit praktischen ^ i -
spielen.... mit brsllnĂĽerem Hinblicke ant
militärische Änsüriickc" (Wien 1832, Wene.
dikt, 8^.), nach des Verfassers Tode bear-
beitet von Zdenko Kr ix (2. gänzlich um-
gearbeitete Auflage ebd. 1872, 8".)' — /", d. i. Ungezählte böhmische Schatz-
kammer aller im bĂĽrgerlicken Leben ge-
bräuchlichen Schriftstücke (Wien 1833,
Wenedikt), eine Art Haus- und Geschäfts-
secretär, wovon im nämlichen Verlage
im Jahre 1868 eine zweite verbesserte
und vermehrte Auflage erschienen ist; —
„Neueste nnfchlbllrr Ulrthllür ^ur Erlernung der
polnischen Sprache. Mit einem Anhange uon
AukgĂĽben, DZenliungen, SsirichmĂĽrtevn u. 3. m.",
auck unter dem Titel : „Der schnell
lernende Po le . . . " (ebd. 1832, 16".);
— „Vallötändiges Aehrbnch ller böhmischen
Sprache" (ebd. 1833, 8".). Sein Leben
beschloĂź T e r e b e l s k i in Agram.
Wiener Zei tung. l863. Nr, 275.
Terklllll, Matthias (P far rer zu
Stadteldorf am Wagram, geb. in Wien
17. Februar 1814, gest. zu Stadtel-
dorf 13. April 1868). F r a n z Terkl a u,
ein schlichter BĂĽrger und Hausinhaber in,
Wien, ließ seinen Sohn zunächst die
Pfarrschule in der Vorstadt Erdberg,
dann das akademische Gymnasium in
Wien besuchen. Nach AbschluĂź seiner
philosophischen Studien trat Matthias
im Herbst 1834 in das fürsterchischöfliche
Alumnat ein. Am 23. Juli 1838 zum
Priester geweiht, wirkte er als b'ooperator
zunächst in Pazmannsdorf imV. u.M.B.,
dann vom Jänner 1841 an zu Inzers-
dorf am Wienerberg und vom September
1842 an der Pfarre St. Johann in der
Praterstraße (Jägerzeile) zu Wien. Als
Ende März 1848 in Folge eines nacht-
lichen Krawalls und einer gegen den
Pfarrer von St. Johann ins Werk
gesetzten Demonstration dieser plötzlich
seine Gemeinde verlieĂź, wurde Terklau
von dem fürsterzbischöflichen Coitsisto-
rium zum Provisor ernannt, als welcher
er bis zum 7. November 1848, also in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Tabacchi-Terkla, Volume 43
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Tabacchi-Terkla
- Volume
- 43
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1881
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 320
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon