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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44
Page - 175 -
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Page - 175 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44

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Thanner, I 17!) Thanner, 3 Was darf ick hoffen? ^München 1862 und 1863, Zeutner) und in Heft 8—12 den Transcendental-Idealismusin seiner dreifachen Steigerung oder Kant 's , Fi ch te's und S ck e l l i n g's philosophische Ansichten behandelnd, wovon dann (München 1803, Liudauer, 8".) eine de- sondere Ausgabe erschien. Er batte sich uicht als Autor genannt, sondern Mut» schelle's Flamen auf dem Titelblatte stehen lassen; aber in den gelehrten Kreisen wußte man dock um die Sache, und sein Ruf als gelehrter Theolog und Philosoph war begründet. I n Folge dessen geschah es denn, daß unser Katechet von der kurfürstlichen Negierung in Salz- bürg — Erzherzog Ferdinand, Groß- herzog von Toscana war nämlich Kur- fürst — aufgefordert wurde, an der dor- tigen Universität Vorlesungen über Päoa> gogik zu halten. Und um die Verdienste des Gelehrten, der nachgerade immer mehr in seiner Bedeutung erkannt wurde, zu ehren, ernannte ihn das Stift Mattsee im Jahre 1802 durä) einstimmige Wahl zum Canonicus. ^Schmied l's undWa r- hanek's: „Das Kaiserthum Oesterreich geographisch, statistisch und topographisch" (Wien 1837, Zamarski, 8".) gibt zwei Mattsee an: S. 31 im Herzogthume Salz- burg: „Chorherrenstift 1838 wiederher- gestellt", S. 47 im Erzherzogthum Oester- reich ob der Enns: „Mattsee am öst- lichen Ufer des Grabensees, Chorherren- stift 1838 wieder hergestellt". Uns will bedünken, daß diese beiden Mattsee ein und dasselbe seien.^ Um diese Zeit erschien seine Abhandlung .Miber Schnlinspertian ank dem rande" (München 1804, gr. 8"., 4. Aufl. 4813, Leutner, 8".), in welcher er den verwahrlosten Zustand der damaligen Landschulen schildert, den er während seiner praktischen Seelsorge aus eigener Anschauung kennen gelernt hatte. Ueber- dies arbeitete er gleichzeitig sehr fleißig für Graser's „Archiv für Staat und Kirche", schrieb viele Recensionen über philosophische und theologische Schriften ^ in die oberdeutsche und Münchener „Lite- j ratur-Zeitung", in die Würzburger „Ge < lehrten Blätter" und in die von i Freindaller redigirte Linzer „Tdeolo j gische Zeitschrift". Sein oberwähntos Werk über den Transcendental-Idealis mus aber veranlaßte im Jahre 1803 seine Berufung als Professor der Logik, Meta- physik, Anthropologie und Geschichte der Philosophie an die Universität in Lands- but, an welcher er nach eigenen Heften vortrug. Er blieb daselbst bis zum Sommersemester 1808, in welchem er an die Universität in Innsbruck als Professor der Philosophie berufen wurde. I n die wenigen Jahre seines 'Anfenthattes in Landähut. wo er 1807 und 1808 auch an Professor Zimmer's Stelle über Dogmatik nack Wiest las, sallen die Werke: „Nie Idee des OrzaniLlüns angewandt - ant dir HÜlirrrn Qlirffrzchiiflr" (Münchet! 4806, Lindauer, 8".); — „MMnch der Vllrlirreitnng nntl Einleitung ?nm Zelbäiänöiyrn vn55en2chMichtn Ztnöivm, Kr5llnt>rr5 brr Phila- Sophie" zwei Theile (München 4807 und 1808, Leutner, gr. 8".), wovon der erste Theil auch unter dem Titel: „Lehr-- buch der Logik", der zweite Theil unter dem Titel: „Lehrbuch der Metaphysik" ausgegeben wurde. Die provisorischen Vorträge über Dogmatik riefen das Werk: „ lritnng zum dinni der positiven GlMlugNs insbesondere der Katholischen" (München 1809) hervor, welchem er sofort seinen „Versuch einer mu> lichzt 5ll55lichen Nllrstelwng der aböulckrn Idrn- titiiwrtire" (München 4810, Leutner) folgen ließ. Indessen wirkte er an der Innsbrucker Universität in erfolgreichster
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Volume 44
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Terlago-Thürmer
Volume
44
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1882
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
360
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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