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Thavonat. IjMz Ferdinand Thavonat, Ignaz Ferdinand
Kunstwissenschaft" Band II I
,.Anton Springer, Raphael und
Michelangelo", ebendaselbst (l880);
lVö/z/is" Wien, Paris und London
1880). Anläßlich seines Werkes über
Dürer wurde Thausing im Jahre
1876 mit dem Ritterkreuze des Franz
Joseph-Ordens ausgezeichnet.
Mener (I.). Das große Conuersüiionä-Lerikon
für die gcd^deten Ttände (Hildburgbausen,
BiblograpdisckeS Institut, gr 8".). Dritte
Auflage, Bd XVI, 2. ?W. — (3 itelb erger.
Die Kuustbewe^ung in Oesterreich seit ^86?
(N'.en l8?8>. — Mi t the i lungen von
Or. Richard Mül ler .
Thlllionat von Thavliu, Ignaz ?>el-
dinand (Hofka mmer- und B a n c o-
Depuiat ionsrath, lebte in der zwei-
ten Hälfte des siebzehnten und in der
ersten des achtzehnten Jahrhunderts).'
Es ist jedenfalls sehr bemerkenswerth und
bedauerlich, daß,über diesen großen Wohl-
thäter des Wiener Invalidenhauses alle
näheren Angaben fehlen. Wir wissen
von ihm, daß er ein Sohn J a c o b
Thavonat 's, niederösterreichischen Re-
gimentskanzlers unter Kaiser LeopoldI.,
war, und daß er am 16. Februar 1720
dem Wiener Großarmen- und Invaliden-
Hause in der Alsergasse ein Capital von
ttl)l).W9 fl. mit der Bestimmung widmete,
daß die entfallenden Interessen zur Ver-
pflegung von 69l) invaliden Soldaten zu
verwenden und das Gebäude (das heutige
allgemeine Krankenhaus) diesem ent-
sprechend zu erweitern sei. Es wurde nun
der schon früher begonnene Bau des zwei-
ten Hofes mit den durch Zwiscdentracte
gebildeten zwei Seitenhöfen des heutigen
allgemeinen Krankenhauses und der des
linken Seiten- und Querflügels der dritten
an den Leichenhof stoßenden
Gruppe ausge- führt. Die Regierung ratifmrte im Iahrc
^ 1729 den Stiftbrief und verfügte zugleiäv
daß jeder der Thavonat'schen Stift-
linge täglich neun Kreuzer zu erhalten
und die Verwaltung hiervon zwei Kreuzer
in Abzug zu bringen habe, wofür die
Invaliden alle drei Jahre neu und gleicd
maßig zu bekleiden seien, lieber den gegen-
wärtigen Bestand der Stiftung sucken wir
in dem unten angeführten Werke des
Wiener Stadtarcbivarä Karl Weiß ver
gebens Aufschluß. Es scheint, daß die
Interessen derselben für eine Anzahl Frei-
plähe im Wiener Invalidenhause ver-
wendet werden, und die damit Betheilten
tragen noch heute den Thavonat'schen
Wappensverber auf einem Messmgschildc
an der Brust. Mit Testament vom 8. De-
cember 1723 stiftete der in Rede Stehende
ferner ein Familienfideicommiß, bestehend
aus der Herrschaft Sachsengang im Marck-
felde bei Wien. So oft im Laufe der
Zeiten ein Agnai. aus dem reichsritter-
lichen Zweige der Familie zum Besitze des
Fideicoinmifses gelangte, wurde er mit
seinen d.irecten Nachkommen in den frei-
herrlichen Stand erhoben. Bei all fälligem
Aussterben des freiherrlichen Zweiges der
Familie sollte die ritterliche Linie zur
Succession in das Fideicommiß berufen
werden. Thatsächlich starb im Jahre 1827
der erstere ans, und es folgte nun darin
aus dem Hauptzweige der letzteren T h o«
mas Balthasar, ältester Sobn des
Thomas Johann, mit welchem dic
angeschlossene Stammtafel anhebt. Ueber
den heutigen Stand der reichsfreiherr-
lichen Linie der Thavonat geben die
genealogischen Taschenbücher keinen Auf-
schluß.
Weiß (Karl). Geschickte der öffentlichen Änstal-
ten, Fonde und Stiftungen für die Armen--
Versorgung in Wien (Wien l8<»7. 8") S, i^i
und 12».
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Volume 44
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Terlago-Thürmer
- Volume
- 44
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1882
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 360
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon