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Theis, Wilibald 202 Thelen-Nüden
geordneter des römischen Königs Ferdi-
nand I. auf die Neichsoersammlung zu
Worms, um daselbst zum Ausgleiche der Re-
ligionsw irren initzuwirken. Zwei Jahre später
ereilte ihn der Tod — 3. Joseph Theiß
(geb. in Kürnthen am 30. Sevtember 1673,
gest. zu Wien 4. Juni 1745). Achtzehn Jahre
alt, trat er in o-.>n Orden der Gesellschaft
Jesu ein, in welchem er nach Abschluß seiner
Studien die philosophische Doktorwürde er«
langte und mehrere Jahre in theologischen
Disciplinen unterrichtete. Von ihm erschien
die Schrift: „Instructio plaeticy. sacialis
?arU^nii" (Linz 171«. Leidenmayer, ö".).
183^, 8ckm. 4".) I». 363.) — 4. Michael
Gottl ieb Theiß (geb. zu Mühlbach in
Siebenbürgen am 18. Decemb'er 1718, gest.
zu Hermannstadt lo. October 176«). Ein
Sohn des Mühlbacher Stadtpfarrers Michael
Theiß. Für den ärztlichen Beruf an der
Hochschule zu Jena 1737, sowie an jener zu
Leipzig 1740 gebildet, erlangte er zu Halle in
letzterem Jahre die medicinische Doctorwürde.
In seine Heimat zurückgekehrt, ließ er sich als
praktischer Arzt in Hermannstadt nieder, wo
er durch mehrere glückliche Euren bald einen
bedeutenden Ruf erlangte. Aber mitten in
seiner hoffnungsvollen Laufbahn wurde er im
besten Mannesalter von 48 Jahren vom Tode
ereilt. Im Druck erschien von ihm: ^DisliLi--
ta.tio juauxullllis niecNca,, exlnbenz L^u-
lliUae 5lu36cd. 1740, 4".). sS e i v ert (Io-
bann). Nachrichten von siebenbürgischen Ge>
lehrten und ihren Schriften (Preßburg 178^.
Weber und Koralinßky, 8°.) S. 433. —
Trausch (Joseph). Schriftsteller-Lexikon oder
biographisch-litcrarische I'enkblätter derSicben«
bürger Teutschen (Kronstadt 1871. Jod. Gott,
gr. ö«.) Bd. I l l , S. 396.) — 3. Wi l ibald
Theis (geb. zu Lemberg am 9. October
1812) kam im Jahre 1824 in die Wiener«
Neustädter Militärakademie. au2 welcher er
im Ottober 1832 als Fähnrich zu Kinsky»
Infanterie Nr. 47 ausgemustert wurde. Im
Juli 1839 rückte er zum Lieutenant b. G..
1844 zum Oberlieutenant, im Juli 1848 zum
Hauptmanne zweiter und im März 1849
zum Hauptmanne erster Classe vor. Am
20. März 18ö9 zum Major bei Wimpssen«
Infanterie Nr. 22 befördert, wurde er am
29 Februar 1860 Commandant des 19. Jäger- ! Bataillons, am 22. Mai d. I . 5Dderstlieutc-
nant und am 19. Februar 1864 Oberst. In
letzterer Eigenschaft am 13. Juli 1866 pen-
sionin, zog er sich nach Gratz zurück, wo er
noch lebt. Theis erkämpfte sich in den ita-
lienischen Feldzügen von 1848. 1849 und 1866
den toscanischen Verdienst- und den päpstlichen
2t. Gregororden. ^Swoboda (Johann).
Die Zöglinge der Wiener-Neustädter Militär-
Akademie von der Gründung des Instituts
bis auf unsere Tage (Wien 1870. F. B.
Geitler. schm. 4°.) Sp. 562.) — 6. Ein
Major Theiß, dessen Graf Thürbeim
in unten genanntem Werke gedenkt, diente im
6. Nhlanen-Regimente, damals Kaiser Franz I.,
heute Kaiser Franz Joseph, welches im Feld'
zuge 1796 am Rheine stand. Im Gefechte bei
Manbach und Rhenigenheim im Juni g. I .
zeichnete sich neben dem Obersten Varon
Volza, der das Negiment in ruhmvoller
Weise führte, auch Major The iß durch
seine Tapferkeit so aus, daß er in der Ge<
fechtsrelation seines Wohloerhaltens wegen
gerühmt wurde. ^Thürheim (Andreas Graf).
Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k.
österreichischen Armee (Wien und Teschen 1880.
Prochaska, gr. 8«.) Bd. I I , S. 304. unter
dem Jahre 1796,) — 7. Ein Hauptmann
Theiß, dessen Graf Thürheim gleichfalls
in den medrerwähnten „Gedenkblättern aus
der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen
Armee" gedenkt, diente im Infanteric-Regi-
mente Nr. 2:;, damals Feldmarschall Graf
Tluirheim. in welchem er
sich
am 23. April 1809
bei der Vertheidigung des Vrückentburms in
Regenöburg auszeichnete. Dieser Hauptmann
ist nicht zu verwechseln mit dem nachmaligen
Obersten Johann Theiß, welcher schon im
Jahre 179(1 als Hauvtmann im genannten
Negimente diente. Des Letzteren wurde bereits,
3. 201 ausführlicher gedacht.
Theiß, siehe auch Thaisz sM !U>
dieses Bandes.
Thelegdi, siehe: Telessdi-Koväch
Md. XI.III, S. 223, in den Quellens
Thclen - Rüden, Friedrich (Maler,
geb. zu Laibach im Jahre 1M6). An
der k. k. Akademie der bildenden Künste
;u Wien in seinem Facbe herangebildet,
trat er l85)N zum ersten Male in der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Volume 44
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Terlago-Thürmer
- Volume
- 44
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1882
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 360
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon