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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44
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Page - 221 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44

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Thielen 221 Thielen den Feldzug 1803 mitmachte. 1809 wurde er auf dem Schlachtfelde ;um Oberlieute- nant, später zum Regimentsadjutanten ernannt und bei Beginn des Feldzuges 1813 dem Generalquartiermeifterstabe der Hauptarmee zugetheilt, als wirklicher Hauptmann im Corps in dieser Stellung verbleibend bis zum Wiederausbruche des Krieges im Jahre 18l3, wo er als Chef des Interimsecums des Generalstabet zum Reserve-Corps unter Erzherzog Fer- din and d'Este kam. Im Ganzen wohnte er während seiner militärischen Laufbahn in fünf Kriegen zwanzig Schlachten und mehreren Gefechten bei. Aus den Rela- tionen über die Feldzüge 1813 und 1814 erfahren wir, daß er durch sein Verhalten ' vor dem Feinde die Aufmerksamkeit des! obersten Feldherrn Feldmarschalls Fürsten ^ Schwarzenberg in der Art auf sich ^ zog, daß seiner Betheiligung an sieben ^ Hauptschlachten des Befreiungskrieges, nämlich bei Dresden, Leipzig, Brienne, Bar-sur Aube, Arcis - sur - Aube, F^re- i Champenoise und Paris rühmlich gedacht > ist. I n den genannten Feldzügen stets bei den im Feuer stehenden Truppen ver- wendet, wirkte er am 18. October bei Leipzig besonders dadurch, daß er gegen Abend dieses Tages, nachdem die Schlacht eigentlich schon gewonnen war, dem Feinde, der ungeachtet dessen wiederholt versuchte, mit Infanterie und Cavallerie aus Probstheida hervorzubrechen, durch das kräftige Feuer einer gegen diesen Ort aufgeführten schweren Batterie jede weitere Möglichkeit zum Durchbruche benahm. Wenn dann das in Eilmärschen von Dresden 'her zur Schlacht von Leipzig herbeigerufene 30.000 Mann starke erste Armee-Corps des Feldzeugmeisters Col» loredo am 17. October schon um zehn Uhr Vormittags auf dem Schlachtfelde eintreffen und nach mehr als zwanzig« ^ ^ stündiger Rast den bekannten rühmlichen , Antheil an der Schlackt vom j8. nehmen konnte, so war dies der Vorsicht Thie 5 len's zu danken, der schon am IL.October aus eigenem Antriebe die während der Gefechte am 3. desselben Monats an der Flöha bis auf die gemauerten Pfeiler ab- gebrannte gedeckte hölzerne Brücke durch den Magistrat der königlich sächsischen Bergstadt Oederan hatte herstellen lassen, in Folge dessen dem Corps der rechtzeitige > Uebergang über den Fluß ermöglicht .' wurde. Gleich nach Beginn der Schlacht ! bei Brienne in Frankreich am 2. Februar 1314 wurde Thielen vom Feld marschall Fürsten Schwarzenberg von der An- höhe von Trannes zu dem äußersten rechten Flügel des fünften Armee-Corps unter dem General der Cavallerie Grafen Wred e geschickt, um bestimmte Nachricht über den Gang der Schlacht an dieser Stelle zu bringen. Nachdem er sich mit seiner Kosakenbedeckung mühsam durch das coupirte Terrain des Schlachtfeldes durchgewunden hatte, erreichte er das fünfte Armee Corps gerade in dem Augen- blicke, als* Graf Wrede Vorbereitungen zum Sturme auf Chaumenil machte. Da schloß er sich an das Szekler Guenzbatail« lon an, das mit dem 7. bayrischen In- fanterie-Regimente, dessen Oberst bei dieser Gelegenheit schwer verwundet wurde, zum Sturme bestimmt war, und hatte die Freude, zu sehen, wie die Tapfern, ohne einen Schuß zu thun, den Feind mit dem Bajonnete über den Haufen warfen und den Ort nahmen. Als Chaumenil besetzt und die Ordnung daselbst wieder her- gestellt war, sandte ihn Graf Wrede mit den Worten an den Fürsten zurück: „Sagen Sie dem Feld marschall, was Sie gesehen, ich lasse ihm Glück wünschen, die Szekler hätten sich selbst Übertrossen". Erst nach eingebrochener Nacht erreichte
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Volume 44
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Terlago-Thürmer
Volume
44
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1882
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
360
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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