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Thinnfeld, Hubert 240 Thola
alö Negierungsrath in Brunn, dann als Gu«
bernialrath in Gratz. Zugleich mit seinem
B.uder erhielc er mit Tiplom ääo. 2l. April
1731 den Adel. In den Ritterstand
würd.' er mit Diplom ääo. 1. Juni 1767
erhoben, in welchem unter seinen „sonderbaren
Meriren" erwähnt wird: „daß er viele Jahre
als Regierungsrath in Mähren, dann als
Gubernialrach in Innerösterreich in den wich--
tigsten und beiklichsten Geschäften, insonderheit
aber bei Ausarbeitung des Oüiciä I'dei-Läiiini
die besten Tienste geleistet" Er wurde im
Landtage am 8. April 4769 unter die steter-
märkischen Landstände aufgenommen, und nach
seines Bruders Tode trat er als Erbe der
Besitzungen ein. Seine erste Ede mit Cljanlns
von 3lupan, welche wohl der Familie der
S t u p a n von Eh rens te i n ^Bd. XL,
S. 204^1 angehört, blieb kinderlos. Seine
zweite Frau Nana IosepNa Edle von Zchicky
(geb. 7. März 1743, gest. 1820) gebar ihm
eine Tochter Iosepha Anna Johanna
Nepomucena, später vermalte von Ziernfeld,
und 6. einen Sohn Ferdinand Leopold
(geb. 19. Juni 1766, gest. 23. Juni 1793).
der sich am 19. Juni 1792 mit Varia Iohanna
Freiin von öliiegl.'sfl.'ld verheiratete, aber schon
nach einjähriger Ehe im Alter von erst
27 Jahren das Zeitliche segnete, den einzigen
Sohn 7. Ferdinand Joseph Johann
hinterlassend, den nachmaligen ersten und
einigen Minister des Bergwesens in bester-
reich und ersten Freiherrn seiner Familie,
dessen Lebensstile S. 234 mitgetheilt wurde.
Aus der Ehe dieses Letzteren mit Naria Clara
Zibome Hllitnnger, der Schwester des berübm»
ten Geologen und ersten Directors der geolo»
gischen Reichsanstalt, gingen neben sieben
Töchtern nur drei Söhne hervor, von denen
Kar l in jungen Jahren starb; — 8. Fried-
rich (geb. 13. Februar 1835) in die kaiserliche
Armee trat und als Hauptmann im Infanterie«
Regimente Nr. 32 für sein braves Verhalten
im Feldzuge 1866 die allerhöchste Belobung
erhielt. Dieser, da er im „Genealogischen
Almanach der freiherrlichen Häuser" schon seit
mehreren Jahren nicht angeführt wird, dürfte!
bereits gestorben' sein. — 9. Der dritte, !
Hubert (geb. 12. Februar 1833). pflanzte
in seiner am 14. November 1863 mit Emma
von p<usterschmid geschlossenen Ehe das Ge< !
schlecht fort. Ueber die Heiraten seiner Töchter !
-gibt die Stammtafel Aufschluß. Wie aus!
dieser Darstellung und der Stammtafel er, 5
sichrlich, war Ferdinand Leopold von! Tdinnfeld mit Mar ia Johanna Freiin
von Sviegelfeld vermalt. Ueber diese
Tame. welche auf der zu unserem Artikel
über die Freiherren von S p i e g e l f e l 0
^Bd. XXXVI^l gebrachten Stammtafel nicht
angeführt ist, tragen wir hier dasjenige nach,
was auf derselben fehlt. Mar ia Johanna
von Spiegelfeld (geb. 23. Juli 1772, gest.
29. September 1829) war eine Tochter des
Johann Nepomuk von Spiegelfeld
(grb, 29. Mai 173<>. gest. 1. Februar 1812)
aus dessen Ehe mit Karol ine Binder von
Kriegelstein (geb. 22. März 1738. gest.
1. Februar 1820), wonach die erwähnte
Stammtafel der T p i e g e l f e l d zu er-
gänzen ist.
Wappen der Freiherren vsn Thinnfeld. Qua<
drirt. 1und4: in Gold ein einwärts sebender
schwarzer Adler; 2 und 3: in Roth ein ein«
wärts gewendeter silbern geharnischter Mann,
der in der Rechten ein mit der Spitze nach
links abwärts gekehrtes blankes Schwert halt
und die L!nke in d'.e Seite stemmt; auf seinem
Helm trägt er drei Straußfedern, eine silberne
zwischen rothen. Auf dem Schilde ruht die
Freiherrenkrone, auf welcher drei Turnierhelme
sich erheben. Aus der Krone des ersten Helms
wachst zwischen einem offenen Fluge, dessen
rechter Flügel von Schwarz über Gold und
linker von Silber über Noth quer getheilt ist,
der geharnischte Mann halb l^-vor, jedoch
schwingt er hier das Schwert über seinem
Haupte. Die Krone des zweiten Helms trägt
den schwarzen Adler; aus der des dritten
wallen vier Straußfedern. eine goldene,
schwarze, sllberne und rothe. Die Helm»
decken. Jene des ersten und zweiten Helms
sind schwarz mit Gold. die des dritten roth
mit Silber unterlegt.
Thola, Anton (Maler, geb. in
Böhmen, lebte in der ersten Hälfte des
laufenden, Jahrhunderts). Die Nach-
richten über diesen Künstler
sind ungemein
spärlich. Schon als Schüler des Christian
Rüben jM. XXVII, S. 200^, des
nachmaligen Directors der Akademie in
Prag, berechtigte er durch seine ersten
Arbeiten zu schönen Hoffnungen. Im
Jahre 4846 trat er mit seinen Genre-
bildern, welche ein bedeutendes Talent
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Volume 44
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Terlago-Thürmer
- Volume
- 44
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1882
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 360
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon