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Thomas, 264 Thomas. Ludwig
ntu", 1817. Bd. VI, T. 51.
geschrieben hat? — 2. Franz Thomas, Zeit«
genoß, lebt als Fabrikant zu Graslitz in Böd-
men. Nach mehrjähriger Wirksamkeit als Depu-
tirter des böhmischen Landtages wurde er am
2l). October 1873 von den Städten Falkenau,
Elbogen, Schlaggenwald, Graslih, Neudeck.
Schönbach. Wildstein und Königsberg in das
Abgeordnetendaus des österreichischen Reichs«
rathes gewählt. Er errang in der Wahl den
Sieg über seinen Gegenkandidaten vi-. Alfr.
Kno l l , welcher der jungdeutschen Partei
angehört. — 3. Gregor Thomas, im ersten
Viertel des laufenden Jahrhunderts Bischof
zu Tiniez. Einen r>on demselben erlassenen
lateinischen Hirtenbrief hat der berühmte
I. P. Si lber t sBd. XXXIV, S. 291 l^ in
deutscher Uedersetzung (Wien 1824. Wimmer,
gr. 8°.) herausgegeben. — 4. Jacob Lud-
wig Thomas (geb. zu Pfullingen im Würt-
tembergischen am 24. December 1732, gest. im
Jahre 1796). In I . G. Meusel's unten be.
zeichneten: Werke wird er „Magister der Phi-
losophie zu Wien" genannt. Er beschäftigte
sich mit linguistischen Forschungen, und das
Ergebniß derselben sind folgende zwei Schrif'
ten: „Glossologie oder Philosophie der
Sprache. Erster Versuch über die innere
Natur der Sprache" (Wien 178«); — „Zweiter
Versuch über die äußere Darstellung und
Erlernung der Sprache" (Wien 1786. 8".).
IMeusel (Ioh Georg). Lerikon oer vom
Jahre i?3l) bis 180U verstorbenen teutschen
Schriftsteller (Leipzig 1813. Gerh. Fleischer.
8«.) Bd. XIV, S. 56.) — ö. Ignaz Tho-
mas (geb. zu Troppau in Schlesien 1693,
gest. zu Libeschitz am 23. Mai 1768). Im
Jahre 171t) trat er in den Orden der Gesell-
schaft Jesu ein. in welchem er nach seiner
Promotion zum Doctor der Philosophie und
Theologie dem Unterrichte sich widmete, und
zwar eilf Jahre in den Grammatical- und
philosophischen Classen und dreizehn Jahre
in Kirchenrecht und anderen theologischen Disci-
plinen. Hierauf wirkte er an der Universität
in Olmütz sieben Jahre als Kanzler, vierzehn
Jahre als Vorsteher der Studien, endlich als
Ii.ector !N9.Fni5cuä und bekleidete zugleich
das Nectorat seines Ordenscollegiums in ge-
nannter Stadt. Im Druck erschien von ihm:
„Dies Dainini maFnus, maxima. 6t iniuiina.
InciL et tQno'di-ai'uin opsi-2, levelanL, 8en
Mäioiuin universale <iua.L8tionidu5 scriptu-
riäiiciä 2.u,tdorita,te «t ra.tic»NS Krma.ti5 ex- !
1744, 4".). sP elz e l (Franz l Martin). Böhmische, mährische und schlesische
Gelehrte und Schriftsteller aus dem Orden der
Jesuiten u. s. w. (Prag 1786, 8".) S. 190.^
— 6. Johann Thomas, auch Tomas
geschrieben (geb. in Galizien am 1ö. Mai
1822). ist Grundwirth zu Ehlopp bei Komarno
in Galizien. Nachdem er die uier Gramma-
ticalclassen beendet datte, trat er in das In«
fanterie-Regiment Graf Nugent Nr. 30 ein,
aus welchem er nach mehrjähriger Dienstzeit
in seine Heimat zurückkehrte, daselbst der Be-
wirthschaftung seines Besiftes sich widmend.
Am 1. Februar 1867 wurde er von den Land-
wahlbezirkcn Komarno-Nudki in den galizischen
Landtag und von diesem am 2. März 1867
in das Abgeordnetendaus des österreichischen
Neichsrathes gewählt. — 7. Joseph Tho«
mas, Zeitgenuß, einer der thätigsten Abgeord-
neten im niederösterreichischen Landtage, in
welchen ihn die Landgemeinden des Wahl«
bezirkcs Oberhollabrunn entsendeten. Er ist
ferner Mitglied des Landesausschusses für das
Erzherzogthum Oesterreich unter der Enns,
von dem Landesausschusse drlegirtes Mitglied
der k. k. Baudeputation für die Reichshaupt«
und Nesidenzstadt und vom Landtage gewähl-
tes Mitglied der k. k. Landescommifsion für
Ncgelung der Grundsteuer in Wien. Für
seine um das Land, das er vertritt, erwor-
benen Verdienste wurde er bereits im April
i«l:l> mit dem N'tterkrm^' des Fran', Iosepli-
Ordms auszeichnet. An den in Rede Ste-
henden hat ,,^oa.nno3 ^o^c»inlice.QU3 55on-
nlrra-HIoniknuli", unter welchem witzigen
Pseudonym der verewigte I)r. Johann Nep.
Verger, Minister ohne Portefeuille in der
Zeit vom 30. December 1867 bis 16. Jänner
187», sich barg. in den von ihm heraus-
gegebenen „Photogrammen aus dem nieder»
österreichischen Landtage" (Wien 1864. F. Manz
und Eomp., 12".) das Photogramm S. 27
gerichtet, welches lautet: „Du gleichst dem
Thomas nicht oec Schrift, der nichts ge»
glaubt; I An saurm Wein dat Dir den Glau»
ben nichts geraubt". — 8. .Karl Thomas,
Zeitgenoh, veröffentlichte: „Das Wasser kommt!
Ein Bild aus der Ueberschwemmungsnoth
vom 23. Mai 1872 in Böhmen" (Prag 1872,
16".) und „Samson. Tragödie in fünf Auf«
zügen" (Prag 1873, Verlag der „Bohemia",
8".). — 9. Ludwig Thomas, Zeitgenoß.
Als praktischer Arzt in Ungarn hat er die
Monographie: „Der Curort Tahmannsdorf
(Tarcsa). Aalneologische Skizze, vom geolo»
giscken, physikalisch-chemischen und therapeu«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Terlago-Thürmer, Volume 44
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Terlago-Thürmer
- Volume
- 44
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1882
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 360
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon