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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44
Page - 270 -
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Page - 270 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Terlago-Thürmer, Volume 44

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Thürheim (Genealogie) 270 Thürheim (Genealogie) dem deutschen Ordens-Centralarch'.ue" Bd. I I , S. 381 unter Zahl 6823 ein diesbezüglich copirtes Document an. Aribo's Enkel Ritter Heinrich von T h ü r h e i m turnierte zu Eostnih 948; — Wilburg uon Thürheim war 966 Aebtissin des edlen Frauenklosterö zu Augsburg (36Ukt>tia.ni )Iueu8t<?rii, (Ü05in<)- grapkia," ^Basel 1372^ i>a^. 889); — endlich eben erwähnten Heinrichs Uren-el Goswin uon Thürheini machte den Kreuzzug unter Gottfried uon Boui l lon 1D99 mit und erhielt die Dornenkrone auf sein Verlangen! zum bleibenden Andenken ins Wappen. Nach ! den ^louuinentg. doica, und Ritter von! Lang's üüFesta boic^ sind folgende Thür- > heim im zwölften, dreizehnten und vier- ! zehnten Jahrhundert am meisten beurkundet: 1126 bis 1179 Ggino; 1233 Wernhard; 1234 Conrad; 1236 bis 1283 zwei Ulriche; 1243 bis 1266 Goswin (Mas auch Geb- w in), Abt ;ü St. Ulrich in Augsburg; 1234 Heinrich; 12ö6, 1271. 1273. 1281 ein zweiter Conrad; 1279 Wi l l iburg; 1291 bis 1294 Wiltr ick; 1244 Swigger; 1312 ein zweiter dieses Namens; 1309 Heinrich, genannt der Schöne; 1322 Johann; 1343 Menegoldus; 1330 bis 1346 Wiltr ick, Aebtissin des edlen Frauenttosters St. Ste- phan zu Augsburg; 1341 Gertraud, Kloster- frau daselbst, 1340 Ulrich iniloü als Zeuge u. s. w. Um 136l) scheinen die Tbürbeim idre gleichnamige Stammburg verloren zu ! haben, denn sie begaben sich kurz nach deren Zerstörung in die Gegend von Ehingen und in das Biber- und Roihthal. wo sie bei Weißenhorn sich ansässig machten. 1420 sind Hans und Ulrich von Thürheim beur- kundet. Ersterer besaß einen von Moriz von Waldkirch erkauften Hof zu Schwenningen, und Ulrich der Thürheim er ein Gut zu Bertholdshofen als bischöflich augsbur« gisches Lehen. 1430 wurde Magdalena uon Thürheim Aebtissin zu Königsfelden in der Schweiz. — Das Rittergut Bibrachzell in Schwaben kam 1479 durch Kauf an das Thürheim'sche Geschlecht, welches laut des im Weinberger Archive vorhandenen Original- Attestates der Reichsritterschaft des Viertels an der Donau 1488 diesem Stande einver- leibt wurde, und in dem Verzeichnisse der Mitglieder des Bundes St. Georgenschild uon diesem Jahre erscheinen unter den Theil- nehmern an der Donau Eberhard uon T h ü r h e i m der Aeltere und der Jüngere (Vater uno Sohn), welche nach einer Urkunde des Klosters Roggenburg 1479 Bibrachzell nebst Zugehör. d. i. Wallendausen. Asch, Win- neden, Unter-Reichenbach. mit einem Antheile an Ober-Reichenbach bei Noggenburg gelegen.- von dem Herzoge von Bayern als damaligem Inhaber der Herrschaft Weißendorn oder der Grafschaft Marstetten und der Veste Buch zu bayrischen Lehen erhalten haben. 1364 wurde Christoph von Tdürheim in die böh- mische Landmannschaft aufgenommen (und am Sonnabend nach St. Anna 1677 aber mals bestätigt). — Dessen Sodn Phi l ipp Jacob erwarb durch seine Vermälung mir Eordula Herrin von Nulldorff, der Letzten ihres Stammes, 1387 die Nußdo r f f'schen Güter Fischbach und Stockenfels in der Ober« pfalz bei Regensburg. In Folge dessen wurde' bei Vermehrung des Stammwavpens 1666 anläßlich der Erhebung der Familie in den Reichägrafenstand das Nußdorff'sche (silbernes Einhorn im schwarzen Felde) mit dem ersteren vereint. Johann, oder wie er gewöhnlich genannt wird, Hans Christoph uon Tdür- heim machte sich in Oberösterreich ansässig und wurde am 21. Mai 162? in die dortige!^and- mannschaft aufgenommen, nachdem» er schou früher, mit Diplom Kaiser Ferdinands I I . ääc>. Wien 12. Februar 1623, für sich und seine gesammte männliche und weibliche Descendenz in Anbetracht „seiner eigenen Verdienste uno seines uralt adeligen Herkommens" den Reichs fteil>erre!istand erdalten batt?. 1629 kaufte er von den ihres evangelischen Religions' bekenntnisfts halber ausgewanderten Herren und Freiberren uon Zelking die Herrschaft Weinberg cum a.i)ortiiil.>ntii3, d. i. den Schlössern und Herrschaften Dornach und Wartberg in der Gegend von Freistadt im Müdlviertel Oberösterreichs. Dieser Besitz er- hielt Ende des siebzehnten Jahrhunderts die Bestimmung, als unzertrennbares Familien eigenthum Fideicommiß zu werden. Es wurde nämlich angeordnet, daß eS sich nach dem Rechte der Erstgeburt in Einer Linie vererben solle, «nicht veräuß"rt werden dürfe und nach Aus' sterben der männlichen Descendenz von den Cognaten, d. i. weiblichen Nachkommen, des letzten Besitzers gegen den fideicomnüssarischen Einstand von zweimalbunderttausend Gulden, den erbberechtigten Agnaten der nächsten Linie überlassen werden müsse. Auf diesen fest« gesetzten Einstand ist die sideicommissarische Eigenschaft gegründet; und könnte oder wollte der nächste Agnat der neuen Linie denselben n'cht leisten, so fällt die Herrschaft
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Terlago-Thürmer, Volume 44
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Terlago-Thürmer
Volume
44
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1882
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
360
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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