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Topperher, Johann 132 Topperher. Paul
torats berufen, verlieĂź er letztgenannte
Universität und trat am 14. Juni dieses
Lehramt an. Durch vierzig Jahre, bis
1796, versah er dasselbe allein, von
dieser Zeit bis 1804 aber in Verbindung
mit seinem Sohne Samuel ssiehe diesen
S. 133^, der zur UnterstĂĽtzung des
alternden Vaters diesen im Vortrag der
meisten Wissenschaften ersetzte. Als aber
der Sohn 1804 Prediger in GroĂź-
schlagendocf wurde, legte der 73jährige
Greis seine Stelle gänzlich nieder und
lebte die nächsten drei Jahre in vor-
genanntem Orte und die letzten vierthalb
Jahre in Wallendorf bei seinem Sohne.
Johann Toppertzer beschäftigte stch
aucb in Stunden der MuĂźe mit seiner
Lieblingswissenschaft, der Theologie. Fol-
gende Schriften gab er im Druck heraus: ! rufe wird er wegen seiner wahren Reli-
! giosität, Redlichkeit, Menschen- und
! Wahrheitsliebe gerĂĽhmt. Streng ortho-
! dox, war er doch duldsam gegen Anders-
z denkende. Bescheiden und demĂĽthig in
! seinem Wesen, theilte er das Schicksal
! vieler würdiger Schulmänner der Ver-
! gcmgenheit, nämlich: arm zu sein.
Annalen der Literatur und Kunst in dem
österreichischen KaiserthiMl (Wien, A. Doll,
8".) Bd. I I I , S. 222. — N^e?-«^ ^'amttä^'.
5illĂĽl! der llkgcIchirĂĽenrn Srrlrn uar drr Intcr-
5tehun.q ticr ^udten" sLeipzig 1766, Hilscher,
8"., 180 S. ) ; — ^5trrdewchttiN8 znr
(Leutschau 1800, 8".). Nngleich mehr
aber hinterlieĂź er in Handschrift, und
zwar: eine „Theologische Sittenlehre",
in einem ziemlich starken Duartbande;
— ^.^.Niiottt.ti<)il68 ill, 1i^ )ix»s vot^i'is St
lwvi I'ostan^nti", fünf Quartbände;
— „Verbesserungen der deutschen Ueber-
setznng der Bibel von Luther"; —
„Theologische Betrachtungen", zwei
Bande; — „Kurze Erklärung einiger
Stellen des alten Testamentes", zehn
Bände; — „Versuch einer Widerlegung
des Horns"; — „Anmerkungen über
einige Stellen der Eberhard'schen Apo>
logie des Sokrates", zwei Bände.
AuĂźerdem mehrere theologisch-polemische
Schriften, namentlich aus den letzten
Jahren seines Lebens. I n seinem Nach- ria Huü^aroruin 2, rribu.8 pi-oximis ,«;a,6iuli3
1838, ksttiv, 8".) ?. 67.
Toppertzer von Todtenfeld, Paul
sk. k. H aupt m a n n, geb. zu K ä s m a r k
in der Zips am 1i). November 1741, er-
lag 1796 seinen im Kampfe bei Mann-
heim empfangenen Wunden). Sein
Vater Samuel war ein angesehener
Bürger Käsmarks, seine Mutter Elisa-
beth e!ne geborene Krciy. I n seiner
Neigung zum Soldatenstande von einem
Anverwandten mĂĽtterlicherseits, dein
General - Feldzeugmeister P a u l von
Kray I M . XI I I , S. 161^ entgegen-
kommend unterstĂĽtzt, trat er, zwanzig
Jahre alt, trotz aller Gegenvorstellungen
der Eltern in die kaiserliche Armee. Es
war die Zeit des siebenjährigen Krieges,
der Feldzug 1761. Das Regiment, in
dem er diente, stand vor Schweidnitz,
welches Laudon in der Nacht vom
1. October durch Ueberfall und Sturm
nahm. Auch Toppertzer befand sich
unter den StĂĽrmenden, und zwar unter
den ersten derselben. Schon sollten die
Thore der Festung erbrochen werden, als
ihn der aufwirbelnde Schutt einer los«
gegangenen Mine ganz ĂĽberschĂĽttete. Da
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Toffoli-Traubenburg, Volume 46
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Toffoli-Traubenburg
- Volume
- 46
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1882
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 330
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon