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Torti 463 Torti
lich schlecht, eines solchen Dichters und ^ seines Freiheitsgesanges erfüllten sich
Mannes unwürdig, aber „revolutionär" nicht. Friedlicher klang sein ,,/eiNo
war. Die Revolution stand in der Mode! se^'^o e?«^ 6<?<?o", welchem er nach dem
und stak wie ein gichtischer Fluß Allen in ! Hinscheiden seines geliebten Lehrers Pa»
den Gliedern. Man hatte diese Hymne, rini das Gedickt ^ « l.'iseo?ie sn ^?a-
ivenn je beachtet, längst vergessen, als, ?-«>/" folgen ließ. Aber seine bisherigen
fünf Monate nach ihrem Erscheinen, Schöpfungen waren mehr oder weniger
Feldmarschall Radetz ky in Mailand unbeachtet geblieben; erst die „H^/sw/M
einzog. Wie tausend Andere floh auch 6?li Hepo/c,'?-/ a ^iamba^s^a D<? ^-is^o-
Tort i in den Tagen des Schreckens, /oT-Zs" richtete die öffentliche Aufmerk-
dem des Siegers edle Mäßigung bald samkeit auf den Poeten. Es war ein
ein Ende machte. Geflüchtet, wollte er Wagniß, nachdem Ngo F o s c o l o
nicht Ja sagen, wo er mit so Vielen Md. IV, S. 302^ und Pindemonte
Nein gesagt hatte. Der Greis blieb in denselben Stoff mit Meisterschaft behan-
Genua, wo Freundschaft ihn die Härte delt hatten, sich das gleiche Thema zum
des Grils minder fühlen ließ. Dennoch Vorwurf seiner Muse zu wählen. Aber
dachte er später an die Rückkehr in die er that es mit vollem Bewußtsein seines
Heimat, die er, eingedenk der glücklichsten Wagnisses. ,.Iinpi-o3ll. in-äua.
Jahre seines langen Lebens, mit sä^werem tainnio^ — sagt er selbst —
Herzen, nicht ganz zufrieden mit sich ondo I/aitera spienäe ,' äi
selbst, verlassen hatte. Aber die piemon- aniuia 6/17^0. o ^ueUi ^ (^on cli6
tesische Regierung, welcber der seltene Ippo l i to i cuori < i^FE e eon^ola".
Vogel ins Garn gelaufen, wollte eine Aber auch nach Foscolo und Pinde-
solche Berühmtheit denn doch nicht mir monte wurden und werden heute noch
nichts, dir nichts ziehen lassen, und um Torti 's Verse gelesen und bewundert,
ihn an das neue Heim zu fesseln und Wenn seine ^Lepolori^ auck nicht
von demüthigender Abhängigkeit von den vollen Eindruck eines selbständigen
wohlwollenden Freunden frei zu machen, in sich abgeschlossenen Kunstwerkes hcr-
übertrug sie ihm ein ehrenvolles Amt, vorbnngen können, weil ja eden sein
nämlich die Leitung der höheren Scbulö Gedicbt in steter Beziehung zu jenen den
Genuas, des Atheneums, in welcher nämlichen Gegenstand behandelnden der
geachteten Stellung er schon nach wenigen zwei genannten Poeten steht, so erhebt
Jahren starb. In dieses im Ganzen es sich docb zu voller Begeisterung und
wenig bewegte Leben fallen die Arbeiten steht als drittes den beiden ebenbürtig
1>es Poeten, die ihn berühmt machten zur Seite. Dem Gedichte auf die Gräber
und seinem Namen in der Geschichte der folgte: ^O/,itt»i^a>, eine Uebersetzung
italienischen Dichtung eine bleibende in Terzarima nach Ossian; dann „/'Z
Stelle sichern. Als die Franzosen im 6'a^ie sl^/tt ^ss/otte c?s Aestt 6>/s?o^
April 1796 in Italien einbrachen und ! welches Einige dem Lactanz Firmia-
Bonaparte bei Milesimo (42. April) nus ^Bd. IV, S. 234^ zuschreiben: in
siegte, trat der 22jährige Dichter zum! Terzinen verfaßt, zählt es zu den Perlen
ersten Male in die Oeffentlichkeit, und italienischer religiöser Dichtung; hierauf
zwar mit seinem „OiH?tto ai/a /iös^aV erschien der .Ke?-mo)l6 su//a ^oesia".
Die Träume oder richtiger die Visionen ' ein didaktisches Gedicht in Terzinen über
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Toffoli-Traubenburg, Volume 46
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Toffoli-Traubenburg
- Volume
- 46
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1882
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 330
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon