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Tosi, Joseph 233 Tost,
hindurch vortrug. Zuletzt kehrte er nach
Laibach zurück, wo er im Alter von erst
30 Jahren starb. Im Druck erschien von
1730, 8".);
aal
" <id. 1730).
Eine ausführliche Verwandtschaftstafel
zu leichterem Verständniß seiner Zöglinge
hinterließ er in Handschrift. To sch wurde
auch seinerzeit als tüchtiger Geograph
gerühmt und hatte an der von den
I>I>. Jesuiten und Professoren zu Tyrnau
im Jahre 1723 herausgegebenen ^Heo-
42"., 208 S. und Register) den meisten
Antheil.
Le ipz iger Gelehrten-Zeitung, 1726,
S. 1l — H////l'us. Mbilotksoa, ^.non^lnoi'.,
I). «84. — Hauber, Discours von der Geo<
^apbie. i>. ^5. — P-)gg end orff ( I , l5.).
Bio«l.-aphisch«literarisches Handwörterbuch zur
Geschichte der eracten Wissenschaften u. s. w. !
(Leipzig 1863, I . A. Varth. qr. «".) Vd. I I ,
Sp. I l22 ^daselbst heißt se!n Geburtsort irrig
Rudolpdäwerda statt Rudolphäwerth). —
Peinlich (Richard Dr.). Geschichte des
Gtmniasiums in Gralü (Gralz 1872, 4",)
2 . 79 und 98.
Tost, Joseph (gelehrter Theolog,
geb. zu Witschen: in Steiermark im
Jahre 1824, gest. zu Wien 14. Mai
1873). Nachdem er im Jahre 1846 zu
Gratz die Priesterweihe empfangen hatte,
wirkte er drei Jahre hindurch in der
Sech'orge. Dann trat er auf den Wunsch
seines Bischofs zu weiterem Studium der ^
Theologie in das Frintaneum zu Wien, >
wo er 1831 die theologische Doctorwurde
erlangte. Noch im nämlichen Jahre als
supplirender Professor der Dogmatik an die Gratzer Universität berufen, ward er
1833 daselbst ö. o. Professor. 1868 kam
er in gleicher Eigenschaft an die Wiener
Hochschule, von welcher er schon 1871
für ein Canonicat am Stephansdome
präsentirt wurde. Erst 3! Jahre alt,
starb er als Domcapitular des Metropo«
litan-Capitöls zu St. Stephan. Tosi
war ein gelebrter Theolog, der die
jüngsten Enuntiationen der päpstlichen
Curie zum Gegenstande seiner Studien
machte und namentlich als Anwalt des
denkwürdigen 8)-N^dus auftrat. Er hielt
darüber au'.'b Vorträge, welche unter dem
Titel : „Vlirlezni'.Hen iibcr tlcn Fi/?/«öi/,5 e^'o-
?'ii//i der pllsiZtiichrn Elirqcliim uüln s.Zerember
1sü'4" (Wien 1863, Braumüller, gr. 8«.,
VI und 231 S.) im Druck crscbienen und
als der beste Commentar dieses in der
Geschichte der menschlichen Cultur so
denkwürdigen Schriftstücks, das ja aber
selbstredend eigentlich gar keinen Com-
mentar brauet, bezeichnet wurden. Tosi
hinterließ eine an werthvollen theologi-
schen Werken reiche Bibliothek, welche
durch den Wiener Buchhändler August
P r a n d e l am 8. Octobcr 1873 zur
öffentlichen Versteigerung kam. Der Auc-
tionskaialog zählte auf 60 Seiten 1640
Nummern.
V a t e r l a n d (Wiener polit. Platt) 1873.
Nr, 134. — Neue Freie Presse (Wiener
poUt. Blatt) 1873. Nr, 38^0, in der „Kleinen
Chronik".
Tofl, Paolo Conte (K u n
st sa m m l er,
geb. zu Asola, einem ehemals zum Ge-
biete von Brescia gehörigen lombardischen
Städtchen, am 12. März 1773, gest. zu
Brescia am 3. Jänner 1842). Die
Familie Tosi ist eine in der Kriegs»
geschichte Venedigs rühmlichst bekannte.
Paolo, ein Sohn des reichen italieni-
schen Edelmannes Ot tav ian Tosi aus
dessen Ehe mit Lucretia geborenen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Toffoli-Traubenburg, Volume 46
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Toffoli-Traubenburg
- Volume
- 46
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1882
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 330
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon