Page - 272 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Volume 48
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^eMi, Thomas 272 AMussy, Nicolaus
1879, I<y Älouuiei-, 37. 8".) ?. 1014.
d. i. Allgemeine polnische Real«Encyklopädie
(Warschau 1867. Oraelbrand. gr. 8<>.) Bd. XXV,
S. 952. — ^/i^'/lF ^Mack/H^au?^. Xu«
I.iwllltu,!'^ ^inlLici^', d i. Lehrcurs der
polnischen Literatur (Posen 1366. I . C. 2u«
panski. gr. 8".) S. 197 u. f. — H^a?-«^
^lll?i«?l ?dmas2). I^itßlklur», polska, -^
tli2t0l^02Q0 - K5 !^)s<:2l1VIN 22r^5iS , d. I.
Die polnische Literatur im historisch'kritischen
Abrisse (Krakau 1863. Himmelblau, gr. 8".)
Bd. I, S. 73; Bd. II, S. 116. 126. 173.
203 und 206. — Ftr2bok2, d. i. Tie
Hütte (Wien. 4".) 1868. S. 191: „Xoi-
Zur Genealogie der Familie Nj tMi . Die
Ujejski zählen zu den älteren polnischen
Adelsgeschlechtern. P a p r 0 cki führt drei
Familien dieses Namens auf: die Ujejski
von der Wappensippe Pogon. weitverzweigt
im Krakauer Gebiete; die Ujejski von der
Wappensippe Nowina KU2.L Zlotogolen-
czyk, ein altes in der Krakauer Wojwoo
schaft seßhaftes Geschlecht, welches sick auch
Wi lk o wi c schrieb und manchen edlen Kämpen
unter den Seinen besaß; und die ehemals
im Posen'schen srßbaften Ujejski von der
Wappensippe Gry f (Greif). Zu welcher
der vorgenannten drei Geschlechter unsere zwei
oben Angeführten. (5ali it und Cornel
Ujejski, gehören, sind wir bei dem völligen
Mangel an Urkunden und sonstigen Daten
außer Stande anzugeben. Die Ujejski ge-
hören eben zum niederen polnischen Adel. der
im Lande, das keinen Bütgerstand besaß,
sondern nur Bauern und Juden hatte, un«
gemein zahlreich war und es noch ist, denn
Edelmann ist Jeder, dessen Name auf ski
endet.
t. Außer den zwei bereits Erwähnten ist noä,
des Bischofs Thomas Ujejski zu gedenken,
der in einer Lebensskizze des (5alirt Ujejski
zugleich mit Cornel Ujejski als zu einer
und derselben Familie gehörig bezeichnet wird.
Thomas (geb. 1613. gest. zu Wilna 1. August
1689) folgte 1636 Vespasian Laückoronski
auf dem lateinischen Bischofstuhle in Kiew.
Er wird als ein sehr eifriger Kirchenfürst
gerühmt, der seine Diöcese mit Umsicht ver- waltete, die Andersgläubigen durch Ueber-
zeugung zur rölnisch'katholischen Kirche zurück»
brachte, auch die femstgelegenm Orte dos
Sprengels besuchte, wo er predigte und die
h. Sacramente spendete, Klöster. Armenhäuser
und Spitäler rrbautc. Die Armen nannten
ihn ihren Pater, nicht selten entblößte er sich
seiner eigenen Kleidung, um sie damit zu
bedecken. Als Senator war er einer der
eifrigsten und thätigsten im Nathe, und wo
er eingriff, geschah es mit Umsicht und werk»
thätiger Theilnahme. In Sandomir gründete
er ein Seminar und stattete es mit einem
Stiftungscapitale damaliger 30.000 polnischer
Gulden aus. Zuletzt legte er sein bischöfliches
Amt nieder und trat 1677 im Profeßhause
zu Wilna in den Orden der Gesellschaft Jesu.
in welchem er durch zwölf Jahre bis zu
seinem 1689 erfolgten Tode verblieb. 182t
wurde sein Le'chnam von Wilna nach 2yto»
mierz übertragen. Im Druck erschien von ihm:
„^.etH concSiuisutia a^oaratuw «uas oou>
sbcratiouiL" (Lsedni-^i w ^Variuia 1.567).
Ujejski's Leben hat der Jesuit Marcm
Brict ius ausführlich beschrieben und zu
Vrunsberg im Jahre j?06 herausgegeben,
sporträt im Kupferstich mit der Unterschrift:
^VsvßradiliZ ?. i'komaL 6s Rupllie^
Vis^Lki j ex Nznsco^o Okyon'jeuLi et
02bruiko'nieu3i Reli^ioLus ^ 800. ^62u,
üpiscoiikli et Iiolic;ic>8a xelleetiouH con-
spie. j Odiit Viluas anua 1689 1. ^ 3 .
^etatis 76 Locietatig initas 12". Ohne An<
gäbe des Zeichners und Stechers. 8".. sehr
selten^. — 2. Ein Apollina« Ritter von
Ujejski. der öfter, jedoch irrigerweiseUj es kr
geschrieben wird, trat in die kaiserliche Armee,
stand 1843 als Oberlieutenant bei Hohenlohe-
Langenburg»Infanterie Nr. 17. stieg dann
zum Hauptmann im Marine«Infanterie'Ba»
taillon, 1849 zum Major und Commandanten
des Mairosencorps. 1832 zum Oberstlieutenant,
in demselben und 1863 zum Generalmajor und
Marine-Truppeninspector auf. Für sein tapferes-
Verhalten im Feldzuge 1848, bei dem Vor*
rücken des Felozeugmeisters Grafen Nugent:
vom Isonzo bis Verona im April und Mai,
ward der damalige Hauptmann Ujejski
belobt und schon im folgenden Jahre mit
dem Orden der eiseinen Krone mit der
Kri'egsdecoration ausgezeichnet.
Ujfalussy, Nicolaus lungarischer
Deputirter, Ort und Jahr seiner
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Volume 48
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Trzetrzewinsky-Ullepitsch
- Volume
- 48
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1883
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 346
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon