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Wfalvi (Familie) 276 Johann Ferdinand
ansässige Szeklcrfamilie. Ladislaus Köv^ry.
sowie Ivan Nagyin den unten in den Quellen
angegebenen Werken gedenken Beide dieser
Familie, führen aber deren Htammreihe nicht
weiter als bis zu Beginn unseres Jahrhunderts
zurück. Aber weder der Eine. noch der Andere
finden für unseren berühmten Reisenden eine
Stelle in der Ttammesfolge. nennen auch gar
nicht seinen Namen, obwohl er unzweifelhaft
dieser Familie angehört. Dagegen finden wir
bei Beiden Ch r i s t i ne U j f a l v i und
Alerander U j f a l v i erwähnt. 1. Chri-
stine (geb. 1761. gest. 19. Jänner 1818). eine
Tochter des Kuchelburger Oberftuhlrichters
Samuel aus dessen Ehe mit Barbara
Sombor. muH eine denkwürdige Tame
gewesen sein. da ihr sowohl das ungarische
Unterhaltungsblatt «Osalää kän^vy", d. i.
Familienbuch, in seinem ersten Jahrgange
(1853), S. 273. als auch „Xalo-sv. X. A»!»'
tär", b. i. Klausenburger Kalender, ^. Jahr»
gang (l863), 2. 30, einen besonderen Artikel
widmen. Leider konnte ich mir keine dieser
Schriften zur Einsichtversckaffen.— 2. Alexan-
der Uj fa lv i aber erfreut sich auf Ivän
Nagn's Ttammtafel der Bezeichnung: „bires
VH6252", d. i. berühmter Jäger, und cr war
auch, als er am Kl. Juli 1866 durch eine
Kugel seinem Leben ein Ende machte, der
älteste und berühmteste Jäger Siebenbürgens.
Physisches Leidrn mag dem daselbst allgemein
beliebten Greise die Todeswaffe in die Hand
gedrückt haben. Cr hinterließ in Aufbewahrung
des Klausenburgec Museums Memoiren, die
außer seinen höchst interessanten Iagdaben-
teuern werthvolle Schilderungen seiner Zeit
und der besonders bemerkenswecthen Persön-
lichkeiten derselben enthalten. Nach seiner letzt'
willigen Verfügung sollten sie erst fünfzehn
Jahre nach seinem Tode eröffnet werden.
Diese Frist wäre also bereits im Jahre 1881
abgelaufen. Der edle Greis hat auch noch
durch andere Verfügungen ein Anrecht auf
bleibende Erinnerung, dcnn er legirte dem
Klausenburger Museum 3000 fl., der unga«
rischen Akademie, dem Klausmourger National«
theater. der Landwirthschaftsgesellschaft und
dem reformirten Collegium je 500 fi. und
außerdem zur Verschönerung des Klausenburger
Friedhofes 200 fi. ^ovä?-! <^cks2^. Nrä<?l7
nevesetessdv cZHlaäai, d. i. Siebenbürgens
denkwürdige Familien (Klausenburg 1854,
Barran und Stein, gr. 8°.) S. 244. — Ml^z,
<Ivci»^). ^3521-01-3223 c^ääai c-jiuerekkel
ka!, d.i. Die Familien Ungarns mitWllftpen und Stammtafeln (Pesth
1865. M. Näth, gr. t>c>.) Bd. X I , S. 383
und 384,)
UMzy, Johann Ferdinand lk. k.
Oberstlieutenant, geb. zu Hollo-
Lomnitz in der Zips 1723, gest. zu
Aszod am 23. Mai 1737). Ein Sproß
der ungarischen Adelsfamilie Ujhä,zy
von Rozsny6bänya, über welche wir
in dem mehrerwahnten ungarischen Adels-
werke von Ivän Nagy ^^la^arors^H^
a8Hl.ä,äai") vergebens nach näheren Nach-
richten suchen. Ein Sohn Johann
Ujhäzy's aus dessen Ehe mit Susanna
geborenen von Spilenberg, genoß er
eine sorgfältige Erziehung im Eltern»
hause und trat, 18 Jahre alt, feiner
Neigung zum Soldatenstande folgend, in
die kaiserliche Armee. Es war im Jahre
1741, als trotz beschworen er pragina»
tischer Sanction Bayern, Preußen,
! Sachsen, Franzosen und Spanier in die
österreichischen Erbländer einfielen, um
die vorher beschlossene Theilung der öster-
reichischen Staaten auszuführen! Vor der
Hand kam es nicht dazu, sondern nur zu
tüchtigen Niederlagen, welche Oesterreichs
Heere den Widersachern beibrachten. Die
Ungarn hatten damals zur Abwehr der
Feinde sechs Kronregimenter neu errichtet.
In das vom Zipser Cmnitate ausgerüstete
trat Ujhä.zy als Fähnrich ein und stieg
in einer Stunde, nachdem er seine Waffen»
Tüchtigkeit erprobt, zum Lieutenant auf.
Als solcher kam er in das Thomas
Szirmay'sche Infanterie-Regiment Nr. 37,
welches unter Commando des Prinzen
Karl von Lothringen aus Oberösterreich
nach Böhmen rückte, wo er sich bei der
Belagerung von Prag, das seit 26. No-
vember 1741 die Franzosen besetzt hielten,
zuerst auszeichnete. Dann trug er bei
Plan an der pfälzischen Grenze durch
seinen Muth am meisten zu einem sieg«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Volume 48
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Trzetrzewinsky-Ullepitsch
- Volume
- 48
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1883
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 346
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon