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Alke 299 Nllepitsch
ersten Ranges und engagirte sie fĂĽr das
unter seiner Leitung stehende „Orpheum"
in der Wasagaffe, mit groĂźer Gage. Da-
selbst wirkte sie bis an ihr Lebensende
und theilte sich mit anderen Extra»
vaganzen des Tingl-Tangls, mit fran«
zösischen Chansonnettensängerinen, ameri«
kanischen, TrapezkĂĽnstlern, japanischen
Equilibriften und englischen Rollschuh-
läufern in den Beifall des Publicums.
Das Lied „Mein Oesterreich" und ein
zweites mit dem Refrain „Da g'hört
sunft nir dazuar als a Portion Wiener
Hamur", wie sie ihr einerseits groĂźe
Popularität in den Kreisen der Orpheums«
besucher erwarben, sichern ihr trotz allen
Tingl-Tanglliedern, die sie mit einer
Verve ohne Gleichen herausschmetterte,
eine freundliche Erinnerung. Bei der
Wiener ^6uii6386 äorös erfreute sich
Fraulein Ulke groĂźer Beliebtheit, und in
den Wiener Hotels wurde selten eine
„junge Herren-Soiräe" — auch eine
Wiener Specialität und Errungenschaft
der Offenbach'schen Aera — veran-
staltet, zu welcher nicht Anna Ulke
eingeladen worden wäre, um daselbst
ihre pikantesten Vorträge zum Besten zu
geben. Was man bei dieser nur den
Hohenpriestern der Vsnus vul^iva.^2,
sich darbietenden Gelegenheit zu hören
bekam, entzieht sich vollständig selbst der
— bloßen Andeutung. Ihr Tod erfolgte
nahezu plötzlich, denn nur wenige Tage
zuvor stand ihr Name noch mit fetter
Schrift auf Danzer's Anschlagzetteln.
Am 24. Februar trat sie — zum letzten
Male — auf, am 28. Februar erlag sie
einer Gehirnhautentzündung. Sie er»
reichte ein Alter von 28 Jahren und soll
kein Vermögen, dagegen vielen Schmuck
hinterlassen haben.
Das Neue Blatt (Leipzig. Payne. 4".)
4880. S. 403. im Artikel: .Miener Feder- Zeichnungen. Die Volkssänger". Von Karl
Stugau".
Porträte und Chargen, 1) „Die Bombe"
(Wiener Spott, und Witzblatt) VII . Jahrg.
7. Ottober 4877. Nr. 40. Ueberschrift: „Frl.
Ulke". Gezeichnet von Jg. Eigner (ganze
Figur). — 2) Ebenda. V. Jahrg., 10. October
1875. Nr. 40. Ueberschrift: „Fräulein Ulke".
Meyer hofer äei. — 3) Ihr Porträt befindet
sich auch als Vignette auf mehreren Wiener
Bänkelsänger'Liedern, welche im Druck und
Verlag von C. Barth. Barnabitengaffe Nr. 1,
und von M. Motzbeck. Wien. Wieden, Wllag<
gaffe Nr. 7 erscheinen. So auf den Liedern:
„Da schwelgt das Herz in Seligkeit"; „Das
himmlische Behagen"; „Die Stille der Natur".
— 4) „Der Floh" (Wiener Caricaturenblatt)
1670. S. 104: „Frl. Ulke". — 3) Im Witz.
blatt „Wiener Luft". 1877. Nr. 41. Ueber»
schrift: „O du Million, du". Unterschrift:
„Die Directoren der zwei größten Theater
Wiens (Iauner und Steiner) suchen die
Tingl»Tang!-Kunst zu fördern". Zeichnung
von St.(ur). — 6) In der „Bombe". 1871.
Nr. 28. Ueberschrift: „Anna Ulke". Correg«
gio (sei.).
Ullepitsch Edler von Kramfels, Karl
Landeschef im Herzogthum Krain,
geb. zu Seifenberg in Unterkrain am
28. Februar 1810, gest. zu Laib ach
am 23. Juli 1862). Nach Beendigung
der Gymnasialclaffen hörte er die Rechte
an den Hochschulen zu Gratz und Wien,
erlangte das Doctorat der Philosophie
und zu Padua jenes der Rechte. I n sein
Heimatland zurĂĽckgekehrt, trat er am
18. Juni 1833 als Conceptspracticant
bei dem Laibacher Stadt« und Land-
gerichte in den Staatsdienst. 1834 kam
er in gleicher Eigenschaft zur k. k.
Kammerprocuratur in Laibach. I n dieser
Stellung verblieb er bis zum 13. April
1842, worauf er zum dritten Fiscalamts-
adjuncten vorrückte. Während seiner
sechsjährigen Dienstzeit als Adjunct
wurde er zur Regulirung der Servituts»
berechtigungen bei der Montanherrschaft
Idria, dann zur Abmarkung der Montan-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Trzetrzewinsky-Ullepitsch, Volume 48
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Trzetrzewinsky-Ullepitsch
- Volume
- 48
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1883
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 346
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon