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i. Michael 221 Michael
wurde cr Professor- der ungarischen 2p
uud Literamr zu Tchemniy. Nach einiger Ze>
;um Pastor in Raduan rrnannt. ging er vo
dort in gleicher Eigenschaft nach Sziragh. w
cr als Tcn'or der Ncograder Fraternität starb,
Mebr^e Aufsätze veröffentlichte er im unga«
rischm Tchul' und Ki>.chenblattc: ^ l l ^k
Og islcolai lax". Selbständig aber gab
heraus: „O^useula xoetico-diLioricI. lucu
drata, in uuuin, ooUscta" (i^fen 18U8 I^ Eggen
berger, Pcstl)^, 8^.); — ^xercirario electrica,
(Vuäak 18l0, 8"., mit Taf.); — ,,V« xrimc
et Lscnnäo Mdilcn rsl'ormÄlionis ea^cular
in üun^a.i'iH «i <^uibu56a,iu, au^rriacao inou
»,rcliia,e ^i-ovixoiis csledi'ato" (Pestd 18.il)
( ^ 8 , ^ , ) ? l^
^. Johann Valent ini heiĂźt auch ein unga
rischcr Htaler dei Gegenwart. Vielleicht zur
Familie des vorerwähnten 3;iriigher Pastors
gehörig und gar ein Tohn oder Enkel des»
selben? Im Jahre 1807 erhielt er von dem
ungarischen Ministerium, während Michael
Munkäcsy ein Neisestipendium von 800 fi.
zuerkannt wurde, eine ReiseunterstĂĽtzung von
400 st. Von seinen Werken ist uns nur eines
bekannt, und zwar aus der Kunstdalle der
Wiener Weltausstellung 1873, wo es in der
ungarischen Abtheilung zu sehen war. Es ist
im Katalog etwas sonderbar: „Zigeuner-
Musikanten erwiesene Protection" aufgefĂĽhrt.
sLedmann (Ernst). Bildende Kunst in der
Gegenwart. Gedenkbuch an die Kunstballe
der Wiener Weltausstellung. Zweite Auflage
(Wien 1873. Alfr. Holder. 8".) S. 123. —
Of f i c ie l le r Ausstellungs . Bericht
herausgegeben durch die General-Direction
der Weltausstellung j87s. Bildende Kunst der
Gegenwart. (Gruppe ^XV.) Bericht von
Joseph Bayer und Ios. Langl (Wien 1874,
Staatsdruckerei, gr. 8".) S. 10.)
Vlllenzi, Michael Edler von (Arzt
und Fachschriftsteller, geb.zuSchöN'
stein im Cillier Kreise am 39. September
4728, gest. zu Brunn am 1. Jänner
4813). Die Humaniiätsclaffen besuchte
er in Laibach, Philosophie und Medicin,
und zwar letztere unter dem berĂĽhmten
Gerhard van Swieten, studirte er
an der Hochschule in Wien, wo er auch die medicinische DoctorwĂĽrde er^
langte. Nach Ausbruch des siebenjährigen
Krieges gegen die PreuĂźen wurde er am
7. September 1737 als Feldstabsmedicus
bei der operirmden Armee angestellt.
Nach dem FriedensschlĂĽsse wollte ihn der
Hofkriegsrath 1763 als Stabsmedicus
in die Karlstädter, Warasdiner und
Banater Grenze entsenden, aber wichtige
Familienangelegenheiten veranlaĂźten V a-
lenzi, diesen Posten abzulehnen. Darauf
begab sich derselbe im genannten Jahre
nach Kram, wo er sich
— wahrscheinlich
in Laibach — ausschließlich mit der Aus«
Übung der arztlichen Praxis beschäftigte.
1766 erfolgte seine Anstellung als stän-
discher Landschaftsphysicus und Beisitzer
der Sanitätscommission in Brunn. Nach
Errichtung eines Protomedicats fĂĽr
Mähren im Jahre 1773 wurde er zum
Protomedicus, Sanitätsrath und Refe»
renten in Sanitatssachen bei dem mährisch-
chlesischen Landesgubernium ernannt. FĂĽr
seine vielseitigen Verdienste erhielt er 1778
den erbländischen Adelstand mir dem
Ehrenworte „Edler von". 1803, im Alter
von bereits 77 Jahren, in den Ruhestand
übernommen, setzte er die ärztliche Praxis
fort und übte sie noch als 84jähriger
-Greis aus. Im Druck sind von ihm
erschienen: „Kurzer Unterricht im die Heb-
Minen, mie 5iH 5e!lie in bebänderen VmMnden
unillhl bei Gebärenden lll5 nengrbllrenen Kindern
MizZenhlltt und nernnnttig zu «erhalten haben"
Mrünn 4767, 8".); — »
Brunn 1796, 80.). Boi ssier, unter
)en französischen Aerzten des achtzehnten
Zahrhunderls einer der scharfsinnigsten
originellsten Denker, war ein energi-
'cher Vertreter der gastrochemischen Theo«
en der Medicin.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Volume 49
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Ullik-Vassimon
- Volume
- 49
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1883
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 348
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon