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Valjavec 227 Valla
<?«ls", d. i, Volkssagen in und um Wa<
rasdin (Agram ^864, 8^.), ergänzte er
seither durch zahlreiche Nachträge, die er
in slovenischen Zeitungen erscheinen ließ.
Er bietet damit den slavischen Philologen
und Archäologen ein ziemlich reiches
Material für wissenschaftliche Erforschung
der slavischen Mythologie, welches auch
nicht unbenutzt geblieben ist. Doch steht
er auf diesem Gebiete nicht allein da,
sondern besitzt in Johann Trd ina, der
schon um die Mitte der Fünfziger-Jahre
die ^^ili's)6,n6 ^oviesti 12 LtavoLioviri-
sko^ll dl^osiovM") d. i. Volkssagen aus
der altslavischen Mythologie, veröffent»
lichte, einen ihm überlegenen Genossen,
welcher sich auch in seiner Sammlung
weitere Grenzen gesteckt hat. Auf phi-
lologischem Gebiete entwickelt Val>
javec erst seit einigen Jahren große
Rührigkeit, indem er sowohl geschichtliche,
als rein sprachliche Ercurse veröffentlicht.
In dem von der Nation «lovsnskÄ her»
ausgegebenen ^sbopis" erschienen von
ihm bisher zwei Studien, eine über die
Sprache des Primas Trubar (geb.
1308, gest. 4586), den die Slovenen,
weil er die Schriftfähigkeit des krainischen
(slovenischen) Dialekts durch den Gebrauch
desselben bewiesen, ihren „literarischen
Columbus" nennen, und eine zweite über
die Sprache der im Königreiche Ungarn
lebenden Slovenen. I n den letzten Jahren
brachten die Denkschriften der südsla»
vischen Akademie in Agram, welcher Wal-
javec seit 1876 als correspondirendes
Mitglied angehört, mehrere seiner Arbei»
ten in croatischer Sprache, und zwar: eine
„Monographie über den Comparativ im
Neuslovenischen", „Ueber die Bildung
des Imperfects im Altslovenischen" und
eine „Studie über den Accent im Neu»
slovenischen", welch letztere die besondere
Aufmerksamkeit der Sprachforscher er- regte. Seit 1876 ist er auch an der
Redaction des großen croatischen Wörter-
buches, das auf Kosten der südslavischen
Akademie erscheint, betheiligt. Dabei zeigt
sich eine eigenthümliche Erscheinung, welche
ein Streiflicht auf die croatischen Zu-
stände wirft: an der Redaction dieses
Wörterbuches arbeitet kein Croate, son»
dern ein Serbe Danicic mit den Slo«
venen Valjavec und Zlepic, und zwar
haben die Letzteren bisher das reichste
wissenschaftliche Material herbeigeschafft.
Die Wissenschaftlich« Beilage der Wiener
(amtlichen) Zei tung, 1833. S. 14N. —
Erster Iahres-Berich t über die k. k.
Oberrealschule in Görz j8Ll. S. 23, im
„Abriß der neuslovenischen Literaturaeschichte".
Von Franz Zakruj^ek. — D " / ^ ^5Äe«.
/av/>, .^ntkolo^ie <Iill05lc>vHN8k^, d> i. Süd»
slavische Anthologie (Prag l86A, A, Storch,
gr. 8" ) S. l29 und 293. — Xaroclno X o-
v iue , d. i. Volkszektung (Zara. Fol.) t868.
Nr. 234. im „^la8n,k IrsFisä Llovensks
Ntorktui-e", d. i. Kurzer Neberblick der slo«
uenischen Literatur,
Alllla, Hyacinth M a r i st und Poet,
geb. zu Karpffen in der Sohler Ge«
spanschaft Ungarns 1732, Todesjahr mv
bekannt). I n noch jungen Jahren trat
er 1768 in den Orden der frommen
Schulen ein, in welchem er, seine Stu-
dien fortsetzend, zu Kalocsa und Neutra
vier Jahre in Grammatik, drei Jahre in
Syntax und Poetik unterrichtete, dann
aber im Laufe von eilf Jahren folgeweise
zu Kecskemöt, Neutra, Kanizsa,Szegedin,
Szigeth die Redekunst lehrte. Nun kam
er nach Szegedm zurück, wo er durch
zwei Jahre Vorträge aus der Physik
hielt. Hierauf von seinen Oberen wieder
nach Neutra entsendet, um den Ordens-
brüdern daselbst Theologie vorzutragen,
mußte er bei seinem fortdauernd leiden,
den Zustande nach vierjähriger Thätig«
keit in letztgenannter Stelle dem Lehr-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Volume 49
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Ullik-Vassimon
- Volume
- 49
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1883
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 348
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon