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Mndenesse 250 Vanderthon
Komorn, wo er am 11. April 1849 eine
uom Feinde über die Donau geschlagene
Brücke zerstörte. Für seine während
dieser Belagerung bewiesene tapfere Hal-
tung wurde er am 12. Juni 1849 von
der General-Artilleriedirection belobt.
Auch in den Schlachten bei Komorn am
2. und 11. Juli, in jener von Szöreg am
3. August, dann in der Schlacht und bei
dem Entsatze von Temesvär am 9. August
wirkte er thätig mit. Hierauf anderthalb
Jahre im Militärdepartement des Kriegs«
Ministeriums verwendet, betheiligte er
sich 1833 an der Erpedition nach Croa»
tien. Im April 1834 erfolgte seine Be-
förderung zum Major im 3., nachmaligen
11. Artillerie-Regimente, im December
1836 zum Oberstlieutenant im Regimente
und am 18. April 1839 zum Obersten
und Commandanten des 12. Artillerie«
Regiments. Am 24. Jänner 1863 wurde
er Zandes-Artilleriedirector für Dalma«
tien mit dem Sitze in Zara und am
11. Juni 1866 Generalmajor, als
welcher er während des Krieges 1866 die
Führung des zu Knin errichteten stabilen
Generalcommandos für Dalmatien er»
hielt. Vandene.sse war Artillerist mit
Leib und Seele und erwarb sich für die
Förderung seiner Waffe manches Ver
dienst. So verdanken ihm in Dalmatken
die ArtillerieReserveanstalten ihr Dasein;
vor Ausbruch des Krieges 1866 ließ er
sich die Schlagfertigkeit sämmtlicher be-
festigten Objecte dieses Landes sehr an-
gelegen sein, verstärkte die Insel Lissa
mit Geschützen, errichtete an geeigneten
Punkten zwei neue Befestigungsobjecte,
welche er auch gut armirte, und hatte so
an dem glücklichen Erfolge, den die Be»
satzung Lifsas erzielte, nicht unwesent«
lichen Antheil. Auch als Schriftsteller
wirkte er im Gebiete seiner Waffe, und
erschien von ihm im Druck: „Anleitung zur Behandlung tler Ärtilleriepterde und ü ^
Nnstnng, Zumie jnr Ablichtung der Lüttem-
mllnnschlllt im Neiten und Fahren" (1839)'
— „Provisorische Gierrieruarschritt iiir die
Vlltterien der k. k. Artillerie" (1830), beide
im Auftrage der General-Artilleriedirec-
tion verfaßt; früher aber schon, 1842,
hatte er im Auftrage des Feldzeugmeisters
Grafen Künig l eine Beschirrungslehre
und einen Fahrunterricht für Geschütz»
und Munitionsfuhrwerke ausgearbeitet,
welche beide dem spater erschienenen
Fahrunterrichte und der provisorischen
Geschirrlehre zu Grunde gelegt wurden.
Als Soldat ebenso wacker wie human,
stand er in der Armee hochgeachtet da.
Er hinterließ seine Frau mit zwei un»
mündigen Knaben.
Oesterreich! sck'UNgarischeWehrzeitung
(Wien, kl. Fol.) l866. Nr, 19: „General«
major von Van den esse".
Van der Null, siehe: Null, Eduard
van der M . XX, S. 422^.
Ban der Straß, siehe: Straß von
Hohenstraten, Karl van der Md. XXXIX,
S. 263). Nachtrag. Karl Straß von
Hohenstraten starb am 29. Mai 1880.
Vanderthon, Gregor (gelehrter Be-
nedictiner, geb. zu Schellenberg
im Landgerichte Berchtesgaden am
13.August4749, gest. zu Maria Plain
bei Salzburg am 2. October 1797). Er
trat 1772, 23 Jahre alt, im Salzburger
Kloster St. Peter, in welchem
sich bereits
sein Bruder Arnbros befand, in den
Benedictinerorden. In demselben erlangte
er nach beendeten theologischen Studien
1777 die Priesterweihe, wirkte von 1780
bis 1788 am Gymnasium zu Salzburg
als Professor, von letztgenanntem Jahre
ab als Schulprafect. 1793 übernahm er
die Superiorftelle im berühmten Wall«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Volume 49
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Ullik-Vassimon
- Volume
- 49
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1883
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 348
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon