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k) Franz 233 Vanicek.
und 1832 gedruckt, ins öechische. Einiges
schrieb er auch in öechische Blatter, so in
den „öeoKoLlHv" und in die Abend-
unterhaltungen s^V
/unFma:,!« ^Voss^^. Historie litorktur^ 6eäk6,
d. i. Geschichte der böhmischen Literatur (Prag
4849. F, Iiiwnli6. schm. 4".). Zweite von
- W. W. Tomek besorgte Ausgabe. S. 648.
— Xvst?. XäroÄnH ^ädH^Qik pl'o 6ecd^,
3,lorH>van^ g. Zlova,^;-, d. i. Blüten. Ratio«
nales Unterhaltungsblait für öechen. Mährer
und Slovaken. Herausgegeben von Vospi«
äil (Prag. 4".) Heft I, S. 3; Heft VI ,
S. 21.
Noch sind bemerkenswerth: 1. Caspar Vanök,
auch Wanek geschrieben (geb. zu Wlafsim
in Böhmen um 1767, Todesjahr unbekannt).
Äuf Kosten des Fürsten Auersperg musi<
kalisch ausgebildet, spielte er mit Meisterschaft
das Violoncell, blies Fagot und Flöte vor«
trefflich und blieb mehrere Jahre im fürst»
lichen Hause. Mit seiner Herrschaft reiste er
auch wiederholt nach Frankreich und einmal
nach St. Petersburg. 1799 erhielt er die Stelle
eines Leibkammerdieners bei dem Erzherzoge
Palatin Joseph, welchen er nach Rußland
und auch in die meisten Länder Oesterreichs
begleitete. Im Jahre 1512 kam er mit dem
Erzherzoge nach Prag. Von seinen weiteren
Geschicken wissen wir nichts. Auch ist uns
nicht bekannt, ob er componirt hat. l.Dlabac'i
(Gottsried Johann). Allgemeines historisches
Künstler'Lerikon für Böhmen und zum Theile
auch für Mähren und Schlesien (Prag 1813,
Gottl. Haase. 4".) Bd. I I I , Sp. 324.) —
2. Franz Vanök (geb. zu Bliskov bei
Merin in Böhmen am 8. Jänner i824)
widmete sich nach beendeten Studien dem
(Kymnasiallehramte. Er wurde Professor am
Obergymnasium zu Olmütz und ist zur Zeit
in dieser Eigenschaft am t. k. Altstadter (aka-
demischen) Obergymnasium in Prag. Im
Druck gab er heraus: „Ltraönä vlaütivt.'öa
?>Ioi-2V7 a L1cx5ka", d. i. Kurzgefaßte Vater»
landskunde Mährens und Schlesiens (Olmütz,
Hölzel. 1863, 8".): rine zweite verbesserte,
vermehrte und mit einer Karte beider Länder
versehene Ausgabe im gleichen Verlage 1867;
eine dritte ebenda 1871; — ferner übersehte
cr des Grafen Gustav Velrupt 'Tissak
„Leben und Leiden des h. Märtyrers Johann
Sarkander" („Avot a utopeui diakosiHv.
^ana. Zai-Kiniära.") ebenda 1360; — besorgte 1848—1832 die e^chische Uebersetzung
des in äcchischer und deutscher Sprache er^
schienenen Öaäoxiä ku, pro^öcliu, casu p5i>
ui6i-eu)'ck oxi-av ua Fz-makäiick", d. i.
Zeitschrift für zeitgemäße Verbesserungen an
den Gymnasien, welche Iodann Iungm ann
redigirte. wie er auch dieses Schulmannes
Flugschnft: „Fraae über den Gebrauch der
Sprache in Oesterreich" unrer dem Ticel:
(Prag 1848) ins öechischr übertrug. —
3. Georg Van6k. der sich meist 7)r. Wa-
niek schrieb, ist Verfasser der SckriftM:
„Alphabetischer Auslug aus dem Straf-
gesetz buche über Verbrechen" (Wien 1804.
Bcck. gr. 5".) und „D-.r Nathgeber in Siem-
pelsachen oder alphabetisches Per^eichniß
der im neuen Stempelpatent vorkommenden
Charaktere u. s. w." (Wien 4. Aufl. 1813.
s".). — 4. Gustav Wanieck, Oberlieute«
nant im Infanterie«Regimente Großfürst (heute
Kaiser) Alexander Nr 61, machte den bos«
nischen Occupations < Feldzug 1878 mit und
erhielt für sein ausgezeichnetes Verhalten in
demselben die allerhöchste Belobung.
Ban ßaanen, siehe: Haanen, Georg
van >Md. VI, S. 400^ und Hllllnen,
Nemy von Md. VI, S.
, siehe: Wllühüll, Joseph.
Alois (Schulmann, geb.
zu Prag am 21. Juni 1823). Nach
beendetem Studium der Philologie dem
Lehramte aus den Gymnasialfächern sich
widmend, versah er die Stelle eines Pro-
fessors - am deutschen Gymnasium zu
Olmütz. Dabei sowohl im Gebiete der
Grammatik als auch als Uebelsetzer römi-
scher und griechischer Classiker thätig,
gab er im Druck heraus: „IMiui2che2
Aebllngzbnch tür die zweite <5lll55c der üZterrri-
chi5chen(lZi;mtlll5iln" (Prag 1861, Tempsky,
gr. 8^.); — „^,ak>iskä on'^sönä Hni/<ia
^?-o / . ^ . F?/?wn. esH^os/.", d. i. Latei'
nisches Uebungsbuch für die erste Claffe
der ööchoslauischen Gymnasien (Olmütz
1368); dann übersetzte er ins Neckische
Prof. G. Curtius' griechische Gram«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Volume 49
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Ullik-Vassimon
- Volume
- 49
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1883
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 348
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon