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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Volume 49
Page - 276 -
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Page - 276 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Ullik-Vassimon, Volume 49

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Varicourt (Genealogie) 276 Varicourt (Genealogie) Philosophie ein humoristischer Kämpe für Recht und Wahrheit. Er trägt als ein- ^igen Lohn seiner Tapferkeit die schöne Erinnerung treu erfüllter Kriegerpsticht in der selbstbewußten Mannesbrust, eine Erinnerung von selbem, oft auch von höherem Werthe als gar manches äußere Ehrenzeichen". Bei Zeitereignissen, heu» ligen Armeeverhältnifsen und auch ge» wissen Begegnungen gedenken wir der körnigen Sprüche, der kräftigen Terz- und Quarthiebe der „Soldatenlaunen" und rufen dem lachenden Fechter seine eigenen Abschiedsworte zu: „Sollten bei der Wege Menge, s die man reitet im Ge« dränge, j Wir dereinst uns wiederseh'n, ^ Wollen wir die Hüte schwenken, j Rosse zu einander lenken, ^ Uns umarmen — weiter geh'n. j Var icourt reitet nicht mehr, er hat stch hinüber gerettet ins bessere — Jenseits. Wiener Salonbla t t (ar. 4°.) 1873, Nr. 2ö, 2. 9: „Baron Varicourt, der Sänger der österreichischen Armee von „Einst"." — Thürhe im (Andreas Graf). Die Reiter» Regimenter der k. k. österreichischen Armee (Wien 1863. F. B. Geitler. gr. 8".) Bd. I I I , 2. 104, 106. 107. — Derselbe. Licht» und Schattenbilder aus dem Soldatenleben und der Gesellschaft. Tagebuch-Fragmente und Rückblicke eineS ehemaligen Militärs (Prag und Teplitz 1876, DominicuS, 8".) S. 296 u. f.: „Ein launiger Dichter und tapferer Reitersmann". Zur Genealogie der Freiherren von Varicourt. Die Familie Rou pH de Var icour t stammt aus der savoyischen Grafschaft Genöoois. aus welcher sie Zu Beginn des siebzehnten Jahr« Hunderts in die 1601 an Frankreich abge« trciene Landschaft Ger übersiedelte. Der Ge» schlechtsname Rouph, eine Iusammenziehung des Vornamens Rudolph, findet sich schon früh in der Swdt Genf und deren Umgegend, und in Urkunden des vierzehnten und fünf« zehnten Jahrhunderts kommen Träger dieses Namens — auch in lateinischer Form als Ruphi und Ruf f i — unter den nobiies und Hui-t5ou5e3 vor. In Folge der französischen Revolution wanderte das Geschlecht aus der Landschaft Ger nach Deutschland aus. Ur- sprünglich calvinisch, wie denn die Bewohner des nördlichen Theiles von Savoyen meist der Lehre Calvin's anhingen, trat es. da es unter Ludwig XIV. schwere Verfolgungen seincs Glaubens wegen zu bestehen hatte, gegl'n Ende des siebzehnten Jahrhunderts zur katholischen Kirche über. und zwar bewert» stelligte Jean Franxois de Var icourt mit seiner Gemalin Jemine (!ouift de Von de Fargcs im Jahre 1687 diesen Uebertritt. Jean Fran?ois ' Urenkel Johann Lambert emigrirte 1791 und schloß sich mit seinen sämmtlichen Brüdern dem Heere der auS« gewanderten französischen Prinzen an,- stand dann erst in Diensten des Cantons Bern. später in englischen und zuletzt als Oberst« lieutenant in jenen des Kurfürsten von Mainz und Fürstbischofs von Worms Friedrich Kar l auS dem Hause Er ihal und dessen Nachfolgers, des Fürstbischofs Kar l uuö drm Hause Dalberg. Durch seine im April 1802 erfolgte Vermälung mit Eleonore, Tochter des damaligen kurmainzischen HofkanzlrrS. später großherz oglich frantfurtischen dirigirenocn Staatsministers, zuleizt k. k. österreichischen geheimen Rathes und ersten Prästdialgesandten am deutschen Bundestage Franz Frciherrn von Alb in i , gelangtm die freiherrlich Albini'» schen Besitzungen Messet. Schloß und Burg» Mannschaft Dieburg im Großherzogthunie Hessen, Dürrnrieo mit Wasmuthhauscn im bayrischen Unterfranken zur Hälfte an die Familie Var icourt . Nach Stiftung des Rheinbundes 1806 l''gtc Oberstlieutenant I o« hann Lambert seine Stelle nieder, diente aber seinem Fürsten noch in verschiedenen hohen Staatsämtern und wurde bei der Thei» lung des Großherzogthums und Nrpartirung der Centralstaatsdicner unter die theilenden Staaten, 1810, als geheimer Ratb, Staats« commissär und Schloßhauptmann von der Krone Vayern übernommen. Am !i0. März 1809 verlieh der Großherzog von Frankfurt an Johann Lambert das Freiherren- diplom, und am 28. Juni 1817 wurde die Familie in die bayrische Adelsmatrikel bei der Freiherrenclasse eingetragen, am 23. Iän» ner 1868 aber Namen» 4lnd Wappen«Vereini« gung gestattet. UeberdieS verliehen anIohann Lambert 1817 Negierung und Stadtrath von Bern in Würdigung seines verdienstlichen Verhaltens im Jahre 1798 die Naturalisation und das vollkommen erbliche und rcgierungs« fähige Bürgerrecht der Stadt Bern und nahm
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Ullik-Vassimon, Volume 49
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Ullik-Vassimon
Volume
49
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1883
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
348
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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