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Vass, Karoline 294
chael, ein ZeitgenoĂź des Vorigen und woh!
ein Vetter desselben, war in jenen Tagen, al
nach des Kardinals Mar t i n uzzi Ermor
dĂĽng der Kampf um SiebenbĂĽrgen zwische
Kaiser Ferdinand und den TĂĽrken for,
gesetzt und auch der Krieg in Ungarn m>
erneuerter Heftigkeit gefĂĽhrt wurde, Commaw
dant in Seszprim. Kaum hatte das von de
Kaiserlichen genommene Szegedin der zur
rung der Stadt aus Ofen herbeigeeilte Begler^
beg denselben wieder entrissen, als er sich auch
schon gegen Veszprim wandte. Daselbst abe
vermochte der Commandant den Muth seine'
Truppen nicht aufrecht zu erhalten. Sie meu
icrten und gingen zu den TĂĽrken ĂĽber, welch
aber die meisten niedersäbelten und bald dar>
auf die Stadt erstĂĽrmten. Das SchloĂź ĂĽber>
gab VasS gegen Capitulation. welche di
Türken — nach alter Sitte — nicht ein>
hielten, denn sie tödteten viele der Abziehen
den und schleppten den Nest — darunter
Vass — als Gefangene mit sich. — 3. V « t h a ,
die Gemalin oes Grafen Adam, machte sich
als magyarische Schrifstellerin bekannt und
gab das Werkchen: ^t ikvpsk", d. i. Neise«
bildcr (Klausenburg l860; neue ^Titel-) Aus-
gabe ebd. l864), heraus. — 4. LouiseVass
— ob dem gräflichen Geschlechte oder einer
anderen Familie der Vass angehörig, kann
ich nicht mit Bestimmtheit angeben — über-
setzte Otto Spekter's Märchen vom gestiefel«
ien Kater ins Ungarische und lletz ihre Arbeit
als Iugendschrift unter dem Titel: „Ksx
eLi2uiÄ5 kanäüri-oi. ^.2 i^ uLäFnalc olbe-
L2«1ve i-i^akkai«, d. i. DaS Märchen vom
gestiefelten Kater. Der Jugend erzählt. Mit
Bildern (Pcsth l864, Wilh. Lauffcr) erscheinen.
— 3. .Karoline (gest. am l4. Jänner 1865),
eine geborene Länyi , war die Gattin des
Grafen Daniel. Nach dem Tode desselben im
Jahre l844 wohnte sie längere Zeit in Pesth,
wo ihr Salon den Sammelplatz der Kory<
phäen der ungarischen. Kunst und Literatur
bildete, und lange noch, nachdem sie sich auf
ihre Besitzung in Paczal zurĂĽckgezogen, wo sie
auch starb, lebte sie im Andenken Aller, welche
das GlĂĽck genossen hatten, das Haus der
Gräsin besuchen zu können. Von einer ihrer
Töchter — sie hatte deren vier: Anna, Na«
tal ie, Clara und I da , von denen die
Ersteren drei verheiratet sind — wird berichtet,
daĂź sie als Schriftstellerin sich bekannt gemacht
habe. Welche, wird nicht gesagt. Vielleicht ist
nur ihre Schwiegertochter, die obenerwähnte
Gräfin Bert ha ^Nr. 3) gemeint. — Zur Zeit sind die Chefs aller noch blühenden
Linien und ihre erwachsenen Söhne, und zwar
die Grafen Adam, Albert, Eugen, Nico-
laus und Samuel, Mitglieder der unga«
rischen Magnatentafel. — u. Außer den bisher
angefĂĽhrten zwei Adelsfamilien Vass de
Diodvära l lya ^S. 288) und Vass«
Czegei ^siche die Obigen^ gibt es noch
mehrere ungarische und siebenbĂĽrgische Fami,
lien desNamensVas (Vass. Was, Wass),
so die Vas < D innye i in der Komorner Ge«
spanschaft, dieVas 5 - Fels5. Qr i . die V a sö.
Szigethi in der Marmaros, die Vass<
Gy^resi in SiebenbĂĽrgen, um die Mitte
des siebzehnten Jahrhunderts erloschen; die
Wass'Szoboszla i . die Vass.Frätai
u. a., ĂĽber welche Ivan Nagy in seinem
ungarischen Adelswerke: „5,12.35-2.5 or»2nF «2.»
lääai Q-iniLlOkks! 6s nsni-ski-euäi tädläk-
Kai", Bd. XII, S. 79—87. mehr oder weniger
ausfĂĽhrliche Nachrichten mittheilt.
Mappen. In Silber ein gehörnter Ochsen»
köpf, der in seinem Maul einen Pfeil trägt.
Auf dem Schilde ruht der gekrönte Turnier»
Helm. Helmdecken: rechts schwarz mit
Gold. links roth mit Silber unterlegt.
V2.8U, Wenzel (öechischer Buch-
Händler, geb. zu Neuhof bei Kutten-
berg im Oaslauer Kreise Böhmens
4799, gest. zu öaslau am 6. April
4868). Der öechische Priester Joseph
Franz Rautenkranz Md. XXV,
S. 58^, zu jener Zeit Director der Schule
in Neuhof, war es, der sich des Knaben
besonders annahm, ihn in die heimische
Literatur einfĂĽhrte und zuletzt bei dem
durch den Verlag öechischer Schriften be<
annten Buchdrucker und Verleger Io<
)ann Hostivit Pospisil IM . XXIII,
S. 137^ in Königgrätz unterbrachte.
Letzterer begann eben damals (18l8)
echische Werke zu verlegen und eröffnete
ziemlich um gleiche Zeit in Königgrätz
Buchhandlung. Vä.äa, der bei ihm
im Geschäfte stand, entwickelte bald eine
seltene Umsicht und RĂĽhrigkeit in demsel'
en, zeigte eine mit jedem Jahre
sich
mehr
vervollkommnende Brauchbarkeit und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Volume 49
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Ullik-Vassimon
- Volume
- 49
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1883
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 348
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon