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«) Stephan 301 VMrhelyi (Adelsftniilicn)
Jul ie Brüneck. gab zum Besten der Noth«^
leidenden in Ungarn ein TonstĂĽck, betitelt:^
„It,<^S2vet k«riQFö", d. i. Theilnahmswalzer ^
(^Arad, M. Klein l^Wien, Haslinger)), heraus. !
— 6. Peter V^särhelyi (geb. in Sieben» !
bĂĽrgen, Geburtsjahr unbekannt, gest. 1666). !
Er besuchte zuerst die Schulen in Szathmllr, '
dann zu Wcißenburg, dem heutigen ^arls«
bĂĽrg (.^ibu. .lulia), wo cr uncrr Alsted.^
Opi tz, P i sca to r , B is ter fe ld und^
Anderen sich bildete, namentlich auf die orien«
lalischcn Sprachen, das Arabisclie. Ühaldäische, '
Türkische, und das Bibelstudium sich ver«
legend. Nachdem cr seine letzte Ausbildung ^
auf niederländischen Universitäten erlangt hatte, ^
widmete er sich dcm Lehramte und wurde ^
Nector vorerst in Weißenburg, dann zu Nagy» '
Enyed. Er war ein bedeutender Orientalist. Die ,
Titel seiner Schrien sind: ^koliriea. ^ccis-
5i25t.ica."; — „15x6^6215 in ^.V^^^^V^im. '
^o^nuii, I'nsolo^i" und ^^xs^eLi« in mtl- >
cluliain, t^eolo^ieHm .-Vin^z-ii^. ^o7'a>lzsl'!
^is^'ius^. Hlemoria ^un^roruin. er ?^o- !
viuci3,1ilim. sori^tis säitiä uotorum (Vieunae ,
1776, ^ . I^oe-wii, ii".) ^om. 111, x. 49(1. —
Schuler-Libloy (Friedrich). Kurzer Ueber<
blick der Literaturgejchlchte SiebenbĂĽrgens von
der ältesten Zeit bis zu Ende des vorigen
Jahrhunderts. Sylvestergave (Hermannstadt
1837, 3".) S. 65.^Z — 6. Nicht zu verwechseln
mit Obigem ist lin zweiter Peter Väsär»
helyi , der in der ersten Hälfte deö achi-
zeynten Jahrhunderts lebce und gleichfall.»
aus SiebenbĂĽrgen gebĂĽrtig ist. Der alten
Sitte der ungarischen Protestanten gemäß
beendete er seine theologischen Studien auf
einer ausländischen Universität, und zwar in
Frankfurt an der Oder, wo er seine ^OiLssr- l
tano rksologicH äv pr2.e3tg.nti2,, nyoeLäitatL !
et, urilitüts ätuäii xroptiOtioi. ?rg.68icl6 Di6t. l
Lie^. c)1aV536u1o" (1726. 4".. 30 S.) !
drucken lieĂź. AuĂźerdem erschien von ihm in!
ungarischer Sprache eine Leichenrede auf des ^
Grafen Joseph Teleki (gest. 1732) Kinder. !
welche sämmtlich kurz vor dem Tode des!
Vaters das Zeitliche segneten: S igmund!
(gest. 1731), Gabriel (gest. 1732) und!
Clara (gest. 1732). — 7. Samuel. Väsur« !
hely i , Arzt, in SiebenbĂĽrgen gegen das Ende
des vorigen Jahrhunderts lebend, gab >as <
Werk: „^2 b^e^ss^LL d,0L52Ü ^lelröl vkl<5
522'V2<1 NIin61koäe36ic...", d. i. Betrach'
tungen, das Leben zu verlängern (Klausen-
burg 1792. 8".) heraus. — 8. Stephan
Vll.sl lrhclyi-Matko (geb. in SiebenbĂĽrgen 1625. gest. 1693). Seinen Namen hatte er
von seinein Geburtsorte angenommen. Ein
Sodn protestantischer Eltern, erhielt er den
ersten Unterricht auf der refonnirten Schule
in Klausenburg. dann begab er Nch nach
WeiĂźenburg (dem heutigen Narlsburg), wo
er neben den orientalischen Sprachen fleiĂźig
das Studium des Griechischen und Englischen
betrieb. Als Priester und Lehrer wirkte er in
mehreren Städten an verschiedenen Lehranstal«
ten in einer kriegerisch bewegten Zeit, in
welcher die politischen Verhältnisse und Fürsten
oft wechselten, durch viele Jahre bis zu
seinem Tode. Im Druck sind von ihm er»
schienen: „I''öv^nven sxiilt käö roinlnsa,"
(1666, 8«.); — »X. ur Lok kon^vüek ei-
t<?Fe2o 2,VHF>' Vliuvas2 I'säklinv..." (Sliros'
patak 1668. 4".. 460 T.). diese Schrift ist
gegen den Iesuitenpater Matthias Sämbär
gerichtet, wie denn Stephan Vilsärhelyi
mit demselben in Fragen des Glaubens und der
Kirche eine freie, frische und fröhliche Polemik
unterhielt, ĂĽber die von seinem Biographen im
Allgemeinen bemerkt wird. daß seine Opuäeula
uon tam orälns orukta. qnkin keuleoi-uiu.
oonFsris onOrma" gewesen; — ^Ks^es
^61 «IsLnok renäs 5 inocl^ 'a, öä ilt^g." (Olau-
äio^oli 1691, 12<>.); es ist dies die ungarische
Bearbeitung eines englischen Werkes ĂĽber die
wĂĽrdige Vorbereitung zum Empfange des
heiligen Abendmahls.— 9. Stephan Vilsilr«
helyi-Töke, in Ungarn geboren, lebte im
achtzehnten Jahrhunderte, viele Jahre am
reformirten Collegium zu Nagy«Enyed als
Professor der Philosophie wirkend, als welcher
er einen im Lande allgemein verbreiteten
Ruf genoĂź. Im Truck ist von ihm erschienen:
In2ti,c,lit,Ic>ne3 ?ki1o5oxkia6 Akturaiis äoF-
N2.ric0'6XV«riinent2,IiL" (^idiuii 1736, 8".).
Mehreres Hai er in Handschrift hinterlassen.
— 10. Von Adelsfamilien des Namens Vä«
särhelyi führt Iviln Nagy im zwölften
Bande seines Werkes über ungarische Adele.«
familien: ^)!»<3>'zi'c>i'22uz oLa,1lläl>,i c^ime-
rsklctzi ^s neiu^^ki-enlii räoiäklial", S. 71
bis 78, nur eine Familie, und zwar die
K6zdi 'Väsl i rhely i , mit Wappen und
Stammtafeln an. welcher jedoch auĂźer I l ka
Väser helyi ^S. 300, Qu. 4) keine der
oben genannten Personen anzugehören scheint.
Nun aber ist der ungarische Ingenieur Paul
Vasilrhelyi ^S. 298 l^ von Adel, und din
ich geneigt, noch Einen und den Anderen, so
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Ullik-Vassimon, Volume 49
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Ullik-Vassimon
- Volume
- 49
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1883
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 348
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon