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Mallmoden 279 Mallmoden (Genealogie)
zum letzten bosnischen Kriege in ganz
eminenter Weise auszuweisen hat. Kurz
vor seinem Hinscheiden ließ der greise Held !
zwei in der Kunstwelt hochberühmte und
gepriesene Frauen, Fanny Elster und
Amalie Haizinger, welche Beide zu den
Zierden seiner gesellschaftlichen Abend-
Unterhaltungen gehörten, zu sich bitten!
und nahm Abschied von ihnen. Graf
Wal lmoden ist unvermalt geblieben;
das Geschlecht der Grafen Wallmoden-!
Gimborn erlosch vor wenigen Jahren
mit dessen Halbbruders Kar l Gemalin,
Grasin Karol ine Zo'6, geborenen
Gräfin Grünne - Pincha r d.
F remden - Blat t. Von Gustav H eine (Wien,
4".) 18l>2. Nr. 8l. in dem „Briefe eines
Müßiggängers". — Wiener « Zeitung
1862, Nr. «8, S. <)25: „Graf von Wallmo-
den - Gimborn". — O e
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M i l i tär<Kalender für 1863, herausgege-
ben von Dr. I . Hir tenfeld (Wien. 8".)
XIV. Jahrg.. S. 222. — Breslauer Zei«
tung 1862, Nr. 142 im Feuilleton. — Donau«
Zeitung (WienFol.) 21. März 1862. Nr. 70.
— (Hirtenfel d.) Militar'Zeitung (Wien, 4".)
1852. Nr. 27. S. 19<>. — (Hormayr's)
Arckiv sür Geographie. Historie. Staats- und
Kriegskunst (Wien, 4".) VI I I . Jahrg. (18i?) i
S. 133. — (Hormayr.) Lebensbilder aus
dein Befreiungskriege. I. Ernst Friedrich Her«
bert Graf v. Münster (Jena l843, Fromman,
8".) zweite vermehrte Auflage, l. Abtheilung. ^
S. 2? und 283. — Brosion (Hermann, Hl.),
Lerikon der deutschen Geschichte (Leipzig 1882.
Bibliographisches Institut. 8".) S. 433. —
Männer der Zeit Biographisches Lerikon
der Gegenwatt (Leipzig 1862, Karl B. Lorck,
4".). Zweite Serie, S. 244. — Hirten feld
(I.). Der Militär-Maria Theresien-Orden und
seine Mitglieder (Wicn 1857, Staatsdruckerei.
4^.) S. 1927. — Szöl lösy (Iodann Nepo-
muk). Tagebuch gefeierter Helden und wichti»
ger Krieger. Ereignisse der neuesten Zeit
u. s. w. (Fünfkirch^n 1837. gr, 8".) S. 11?
lMch diesem geb ain 9 Februar 17«!»). —
T h ü r h e i m (Andreas Graf). Die Nciter-
Negimenter der k. k. österreichischen Armee
(Wien 1863. Geitler. gr. 8".) I I I . Bd.: Die
Uhlanen. S. 2U. 22, 23, 31, Ii2 und 173, —
Geist der Zeit. (Wien, Hurler 8".) 1817. Sepiember'Heft. S. 440—468: „Der Feldzug
des Kronprinzen von Schweden in Holstein
und Schleswig im Jahre 1613—1614 (sie!
statt 1813—1814). Mit besonderer Rücksicht
auf das Corps des Generals Nallmoden".
— Oesterreichische militärische Zeit '
schrift. Herausgegeben von Schels (Wien,
8".) 1827. Bd I I I , 2. 3 und l i?: „Geschichte
dcä Armeecorps unter Generallieutnant
Wallmoden in den Niederlanden 1813". —
DiaxrapIiiO äes bammos vivauts (?2<ri8
1819, Zlickau'I 8".) ^omo cniliuiöms,
x2x. ä31. — (Schlosser's) Geschichte des
achtzehnten und neunzedntm Jahrhunderts bis
zum Sturz des franMchen Kaiserreiches
(Heidelberg, Mohr 8".) I I I . Auflage. Bd. V,
S. 624. 649. 717. Bd. VI, 3, 33«. 537. 342,
Bd. VI I , S. 9^4. 100^. — Sammler.
(Wiener Plagiat'Blatt 4".) 1814. S. 115:
Charade auf seinen Namen.
Porträts. 1) Kriehuber lith. (Nien.
Neumann. Fol). — 2) Gez. und litd. von
Ed. Kaiser (Wien. Paterno. gr. Fol,)> —
3) I . G. W anbfeld äc. (Fol.). — 4) Litho.
graphie, ohne Angabe drö Zeichners und
Lithographen (4".).
Zur Genealogie der Grasen Wallmodeli-Vim»
born. Ein alres ansehnliches niedersächsischcs
Geschlecht, das seinen Ursprung ableitet von '
einem griechischen Edelmanne Theobolus
(woraus die Verballhoinung T h e d e l
welcher Na:ne wiederbolt in der Familie
vorkommt). Dieser Theodolus kam um
993 mit dem Bischof S. Bernward zu
Hildesheim nach NiedepSachsen und wurde
mit einer von Aielbull) Stammvater des Ge«
schlechtes. Deren Sohn Aswiu erbaute im
Stifte Hildesheim unweit der Stadt Goslar
das Schloß Wallmoden. Es war ein Ge-
schlechi. dem man große Ritterlichkeit und
Much seltenster Art nachrübmte. So erzählt
man uon einem Wal lmoden, daß er ducch
dirse Tugenden den Neid Anderer erweckte,
welche dieselben anzweifelten und sogar vor
dem Fürsten, in dessen Diensten Na l lm od en
stand, in Abrede stellten. Darüber beschloß
der Fürst seinen Günstling auf die Probe zu
stellen. Er lirß sich nun eine Feder in den
Bart stecken und verabredete sich mit den
Widersachern des Ritters, sie sollten nicht
thun. als ob sie die Zeder in seinem Barte
gewahrten. Wal lmoden aber sagte zum
Fürsten, daß er eine Feder im Barte trage.
Darauf strecke ituu derselbe das Kinn ent.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Vrčevic-Wallner, Volume 52
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Vrčevic-Wallner
- Volume
- 52
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1885
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 342
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon