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^ Ignaz
g. 8. i' et U^raria mo-
1777,
Lcknik (pra^ao 1773, ^. X. I?it2k?, 8".).
- P o g g e n d o r f ( I . (5.). Bibliogra-
phisch« literarisch es Handwörterbuch zur Ge-
schichte der eracten Wissenschaften u. s. w.
(Leipzig 1863. K. Ambr. Barth. gr. 8".)
Band I I , Spalte 1285.) — 10. Jacob
Weiß. ein Broncearbeiter. welcher im ersten
Viertel des laufenden Jahrhunderts zu Wien
sein Kunstgewerbe ausübte. Immer galt Paris
als der Ort. wo die Arbeiten in Bronce
in größter Vollendung geliefert wurden, wäh«
rend schon in den Zwanziger'-Icchren zu Wien
diese Industrie einen hohen Grad von Voll»
kommenheit besaß und ganz ausgezeichnete
Erfindungen auszuweisen hatte. 3o erhielt
rden Jacob Weiß 4824 und 1827 je ein
Privilegium, das erstere auf die Erfindung:
die feinsten Arbeiten aus Bronce ebenso wie
goldene zu cniai l l i ren und Zifferblätter
aus Metall für Taschenuhren jenen aus Gold
vollkommen ahnlich zu verfertigen, und das
zweite auf die Er f indung eines Emai ls
für Galanteriewaaren aus Gold, Silber,
Bronce und anderen Metallen, welches dem
bis dahin üblichen Emaill täuschend gleich
kam, dasselbe aber darin übertraf, daß es
sich schneller und wohlfeiler erzeugen, für
Gegenstände jeder Größe und Form und aus
jedem Metall, auch für solches, welches bisher
zur C'maillirung nicht tauglich war, sich ucr«
wenden und dabei nicht leicht durch Druck
oder Stoß sich beschädigen ließ. Dasselbe
besaß eine Art Farbe und ganz den glas'
artigen Glanz des gewohnlichen Emails. —
11. Iaroslaw Weiß oon Pet r^ in . der
zu Beginn des 17. Jahrhunderts lebte. Dla«
bacz nennt ihn einen „vornehmen Ton»
künftler. der zu Prag, seiner Vaterstadt, im
Jahre 1611 gelebt und sich sowohl in der
theoretischen als praktischen Tonkunst hervor»
gethan hat". Der böhmische Poet Johann
Steinmetz besang ihn in einem längeren
lateinischen Gedichte, welches D labacz
mittheilt. j^Dlabacz (Gottfried Johann).
Allgemeines historisches Künstler'Lerikon für
Böhmen und zum Theile auch für Mähren
und Schlesien (Prag I81ö. Haase, 4".)
Bd. H l , Sp. 34<i1. — 12. Ignaz Weiß
(gest. in Prag am 30. März l7.Ui), üb?r den iß^ Joseph
uns die unten angeführten Quellen nur
Spärliches berichten, lebte als Bildhauer in
Prag und war 1748 Beisitzer der Fortisica«
tionscommission daselbst. Von seinen Arbeiten
wird ein schöner Altar gerühmt, der sich in
der August,nerkirche zu Nocziw in Böhmen
befindet, und den Dla bacz noch im Jahre
18U0 gesehen und bewundert hat. ^Dlabacz
(Gottfried Johann). Am angezeigten ilrte,
Bd. I I I , Sp. 348. — Tschischka (Franz),
.«un st und Alterthum im österreichischen
Äaiserstaate geographisch dargestellt (Wien
1830. Fr, Bcck. gr. 8°.) S. 4l)7.) — 13. Jo-
hann Weis, ein Tiroler Maler, der zu
Briven von 1<;48 etwa bis l68l seine Kunst
übte, und zwar vorzugsweise im Genre der
Thierwalerei Arbeiten ausführte, welche nach
Ansicht von Fachmännern jene des berühmten
Heinrich Roos übertreffen. Nur seine Schafe
sollen, wie sich Leman drastisch ausdrückt,
nichts taugen. Lektercr schreibt, daß Weis
mit Vornamen Johann oder Nicolaus
heiße-, Nagler aber. der seine Notiz eben
nur aus Leman schöpfte, nennt den Maler
kurzweg Johann Nicolaus. Uebrigens
schreibt Nagler auch. daß Weis schöne
Stillleben gemalc habe. In der Gemälde-
sammlung des F.'rdinandeumö zu Innsbruck
befinden sich unter Nr. 249 und 25U zwei
auf Leinwand in Oel gemalte Thierstückc: „Hirt
mit Schafen" uno „Hirt mit Schafen und
cinein Ochsen", als deren Maler im Katalog
ein Nicolaus Wei^ verzeichnet steht, der
unbedmgi der hier in Reoe stehende Künstler
ist. ^Tiro lischrs Künstler < Lerikon oder
kurze Lebensbeschreibung jener Künstler, welche
geborene Tiroler waren oder eine längere
Zeit in Tirol sich aufgehalten haben. Von
eincm Verehrer der dünste geistlicher Rath
LemanI (Innsbruck j83<), Fcl Rauch, 8".)
S. 273. — Nagler (G. K. Dr.). Neues
allgemeines Künstler-Lerikou (München 185l).
E. A. Fleischmann. 8".) Bd. XXI, S. 242).
— 14. Joseph Weiß (geb. zu Staab in
Böhmen am 14. Februar 1843). Für den
militärischen Beruf bestimmt, erhielt er seine
erste Auübilduag im üadeteninstitute zu Eisen'
stadt in Ungarn, aus welcher Anstalt er 1838
in die Wiener» Neustädter Militärakademie
übertrat. Aus dieser wurde er im September
18l>2 als Lieutenant minderer Gebühr zu
Nagy'Infanterie Nr. ?0 eingethrllt. Als an«
läßlich der Thronbesteigung des Erzherzogs
Ferdinand Mar alö Kaiser Marimi«
lian I. von Mexiko sich in Oesterreich rin
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Volume 54
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Weil-Weninger
- Volume
- 54
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1886
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 346
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon