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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54
Page - 154 -
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Page - 154 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54

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Weis. Karl 184 Weiß. Liberntus zum Angriffe über. Dem Hur.-ah der mmhi« gen Stcircr kielten die Insurgenten nicht mebr 3tand und flohen, ohne den Angriff mii dcr blanken Waffe abzuwarten, über die Grenze. Obcrlieucenant Weiß erbeutete bei dieser Gelegenheit viel Munition und Lebens« Mittel, konnte aber, da er gemessenen Befehl daitc. sich auf die Verfolgung des Feindes leider nicht einlassen. Bei Dolnje stieß er wieder zu einer Colonne der Unseren. Für seine Waffentdat erhielt er das Militär- Verdienst rcuz mit der Kriegsdccoration. Handels dorfer (Ka:l). Episoden aus den Kämpfen drr k. k. Truppen im Jahre 1882 (Wien 1884. gr. 8".) S. 1t)l). 101. 10o.^> — 22. Kar l Weiß (geb. in Wien 23. No« uember 18o6). Auch ein zeitgenössischer Schriftsteller, von dem wir nur wissen, daß er frühzeitig darauf angewiesen war. sich auf eigene Füße zu stellen und durch eigene Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nachdem er seine Studien in Wien beendet hatte, widmeie er sich dem Eisenbahnwesen, und gegenwärtig bekleidet er die Stelle eines Srrrciürs bei irgcnD einer Bahn. Nebenbei versuchte er sich anf dramatischem Gebiete ' und veröffentlichte bisher drei Lustspiele, 1876: „Paul de Kllck"; — 1878: „Aus dem Fran- zösischen"; — 1879: „Cousine Melanie". — 26. Karl, Weis von Teufenstein Frei» Herr (geb. zu Frauenberg in Böhmen am 8. Mai l81(1). Dcs Freihcrrn Großvater kam zur Zeit oes siebenjährigen Krieges uon (^chsiädt in Bayern, von wo die Familie herstammt, nach dem südlichen Böhmen und machte sich daselbst seßhaft. Des Freiyerrn Vater Johann (gest, 19. Mai 18^0) lebte als O'.nsbesitzrr in Böhmen, wo er sich mit Marie Maschek (gest. 16. Mär; 1842) ver- malte, aus welcher Ehe Kar l , der nun- mehrige Freiherr, entstammt. Derselbe trat nach beendeten Studien in i>en Staatsdienst, in welchem er stufenweise die Stelle eines k. l. Secnonschefs im Ministerium für Handel und Volkswirthschafc errechne und als solcher in den Ruhestand übertrat. In Anerkennung seiner Verdienste um die Förderung der Bodencultur, inübesmidere des Bergbaues, erhielt er am 2^. April 1867 den Orden der eisernen Krone zweiter Class« und wurde den Statuten gemäß mir Diplom 66o. io. Juli 1867 m dcn österreichischen ^reiherrnstand mit dem Prädicate von T rufen st ein er- Hoden. Freiherr Kar l ist überdies Ehren« bürger der böhmischen Bergstadt Mies. Am 25. Februar 1840 vermalte er sich mit Frie- drrike qcborenen Aeßetrcm von Nüi.rdorf (geb. 5. Februar 1811). auö welcher Ehe ein Sohn Kar l (geb. zu Wien 12. Februar 1844) und eine Tochter Mar ia Francisca (geb. 20. April 1847) vorhanden sind. Ersterer schloß den Bund der Ehe am 3. November 1367 mit Amalie geborenen Dimitr ie» vics (geb. 9. Juni l848), welche ihm einen Sohn Friedrich (geb. in Frascati bei Rom am 27. Juli 1868) schenkte. ^Wappen. Qua» drirter 3ch!ld, belegr mit einem über den ganzen Schild gehenden schrägerechten blauen Balken, den drei hintereinander aufwärcö kriechende goldene Vienen besetzen. 1 und 4: golden und ledig; 2 und 3: in Roth eine silberne Lilie. Auf dem Schilde ruht die Frei» Herrenkrone, auf welcher drei Turnierhelme sich erheben. Aus der Krone des ersten wächst ein einwärts gekehrter, rothbezungtrr goldener Löwe hervor, der in der linken Vorderpranke drei goldene Kornähren hält; die Krone dcs zweiten Helmes trägt zwischen einem rechts uon Gold über Blau, links von Silber über Noth qucrgetheilten offenen Adlerfluge eine emporwachsende natürliche Fichte; aus der Krone des dritten wachst ein einwärts ge- kehrtes silbernes Ginhorn. Helmdecken. Die Decken des ersten Helmes blau mit Gold, des mittleren rechts blau mit Gold, links roth mit Tilber, und des dritten roth mit Hilber unterlegt. Schi ldhal tcr. Zwei oor« wärts gekehrte Bergmänner in ihrer eigen« tdümlichen Tracht, welche die freie Hand in die Seite stemmen. Sio stehen auf einer unter dem Schilde sich verbreitenden bronce» farbigen Arabeskenvorzierung. Um diese schließt sich ein goldgesäumtes blaues Band mit der Devise in goldener Lapidarschrift: ^knäoi-o st ladoi-ti.^ — 24. Liberatus Weiß (geb. 1673, gest. den Märtyrcrtod zu Gondar in Aethiopien am 27. Februar 1716). Weiß trat in den Jesuitenorden und wurde Pro» vincialpresbyter in Oesterreich. Im Jahre 1704 uon Papst Clemens XI. mit noch mehreren anderen Missionären nach Acthio» pien geschickt, traf er 1711 zu Gondar, der Residenz des Kaisers von Abyssinien, ein. Daselbst gelang es ihm. den regierenden Kaiser Iustus zu bekehren, und so lange dieser lebte, konnte Weiß ungestört sein Missionsamt ausüben. Als aber Kaiser Iustus Ende 1713 von der Gicht völlig gelähmt und durch einen Aufstand seines Thrones einsetzt wurde, zeigte sich sein Nachfolger
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Volume 54
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Weil-Weninger
Volume
54
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1886
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
346
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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