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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54
Page - 155 -
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Page - 155 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54

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Weiß, Michael Meiß, Michael David feindselig gegen die Missionäre, deren Verfolaung sofort begann. L i b e r a t u s Weiß ward mit noch zwei anderen seiner Gefährten von den Abyssiniern auf den Marktplatz geschleppt und dort öffentlich ge. steinigt. ^Unschuldige Nachrichten des Jahres'1717. S. 474. — (Ludwig's) Uni« oersalhistorie. Theil I I , Section 2, S. 4« u. f. — ft rund mann. 0283, ot düuLies ao. l717 äskunotoruin, im Supplement, 3. 9.^ l — 23. Ludwig Weiß (geb. in Wien am 10. Juni 1833). Er trat 1847 zur militärischen Ausbildung in die Wiener»Neu« städter Akademie, aus welcher er im Juni 1834 als Lieutenant minderer Gebühr beim 12. Iäger-'Bataillon eingetheilt wurde. In demselben rückte er im April 1839 Zum Lieu- tenant höherer Gebühr vor und kam noch im Mai desselben Jahres als Oderlieutenant zu Heß-Infanterie Nr. 49. in welchem Regi» mente er im Juli 1866 Hauptmann zweiter Classe wurde. Weiß machte die Feldzüge 1839 in Italien und 1866 gegen die Preuße.n mit und erhielt am 13. August erstgenannten Jahres für sein tapferes Verhalten in der Schlacht bei Solferino die ah. belobende Anerkennung. Am 14. October 1870 in das militär-geographische Institut zu Wien über- setzt, befindet er sich gegenwartig daselbst als Hauptmann erster (Nasse in der Karten« abtheilungdes Kriegöarchius im Reichskriegs- ministerium. — 26. Michael Weiß, Mit« glied der „böhmischen Brüder", welche der Lehre des in Konstanz verbrannten Johann Huß anhingen, lebte in der ersten Hälfte dcü sechzehnten Jahrhunderts und wirkte als Pfarrer zu Landskion im Cdrudimer Kreise Böhmens, dann zu Fulnek im Neutitscheiner Kreise, dem sogenannten Kuhlandchen Mäh« ren5. Sein Andenken als geistlicher Lieder» dichter hat sich in den evangelischen Gesang« oüchern bis zur Stunde erhalten. Er uer» deutschte auch mehrere Lieder seiner Glaubens- genossen, der böhmischen Brüder. Mehrere seiner Lieder sind in dem bekannten „Halle- schcn Gesangbuch", das, obwohl vielfach an« gefochten, doch in protestantischen Kreisen sehr beliebt und stark verbreitet ist, abgedruckt, und zwar unter den Nummern 2. 4, !), 78, o37, 391, 612, 613, «26. Noch mehr seiner Lieder stehen in dem von Johann Horn her» ausgegebenen „Gesangbuch der böhmischen Brüder" (Nürnberg 1396), die meisten aber in der Coburg'schcn Ausgabe vom Jahre 1626. Die Liederanfänge lauten: „Als der gütige Gott vollenden wollt'"; — „(5hrist. du bist der helle Tag"; — „Christe, der du bist Tag und Licht"; — „Christus, der uns srlig macht"; — „Christus ist elstanden"; — „Christus, wahrer Gottessohn" ; — „Da Christus geboren war"; — *„Da Jesus an dem Kreuze stund"; — „Der Tag bricht an und zeiget sich"; — „Der Tag vertreibt die finstre Nacht"; — „Die Propheten han pro« phezeit"; — „Gottes Sohn ist kommen"; — „Lob sei dem allmächtigen Gott"; — "„Menschenkind, merk' eben"; — „Sündiger Mensch, schau, wer du bist"; — „Von Adam hrr so lange Ieit"; — "„Weltlich Ehr und zeitlich Out". Manche der angeführten Lieder — so die hier mir einem Stern bezeichneten — haben ihre Geschichte, welche uns unten benannter Wetzel erzählt; eines, und zwar das letzte: „Weltlich Ehr und zeitlich Gut" wurde sogar seiner Rechtgläubigkeit wegen angefochten. U"berhaupt nahmen es die Euan» g?lisck'>'n mit ihren geistlichen Liedern mit« unter sehr strenge. ^Wetzel (Ioh. Casp.'). Historische Lebensbeschreibung der beruhm» testen Liederdichter (Herrnstadt 1724. Sam. Roth.Tcholz. kl. 8«.) Theil I I I , S. 402-40<i. — Hörner (Otto Zriedr.). Nachrichten von Liederdichtern des Augsburg'schen Gesang» buchs (Schwabach 1773. 8".) S. 239. — O ester reich ische Zeitschrifc für Ge» schichts- und Ttaatskunde. Von Ioh. Paul Kaltenbäck (Wien 4«,) I I I . Icchrganq (1837) 3. 196.) — 27. Michael Weiß (geb. zu Mediasch in Siebenbürgen am i:t. Jänner 1369. gest. den Heldentod fürs Vaterland am 16. October 1612). Wir finden den Namen dieses berühmten Mannes bald Weis, bald Weiß oderauch Weisz ge< schrieben, wir halten uns an die in den meisten Quellen vorkommende Schreibung Weiß. Sein aus Egrr in Böhmen stammen» der Vater Johann war Bürgermeister in Mediasch, seine Mutter G e r t r u d e die Tochter des dortigen Stadtschreibers Lorenz Wolf. Michael erhielt einen so gründ« lichen und wissenschaftlichen Unterricht, daß er schon in seinem 13. Jahre lateinische Ge» dichte schrieb. Beide Eltern verlor er früh» zeitig. 1386. an der Pest. Zunächst trat rr als Secretär in die Dienste Ferdinand Har» d egg's, damaligen Befehlshabers in Szath« m»r. der am 16. Juni 1393 wegen verrathe» rischer Uebergabe der Festung Raab an die Türken in Wien enthauptet wurde. Später begab sich Weiß nach Prag und erhielt ein?
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Volume 54
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Weil-Weninger
Volume
54
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1886
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
346
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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