Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54
Page - 159 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 159 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54

Image of the Page - 159 -

Image of the Page - 159 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54

Text of the Page - 159 -

Meißbach, Franz 459 Meiße, Arnold leistete. 1790 übersiedelte er von Zdiomia nach Boskowitz, wo er die Herrschaft» liche Alaunfabrik verbesserte, an welcber er einen Antheil hatte. 1793 trat er als Director der Bergakademie des Fürsten Alois Liechtenstein in einen größeren Wirkungskreis. Er legte noch in dem selben Jahre zu Strany, Herrschaft ' Ostrau, eine neue Pottasckesiederei an, die ein ganz vortreffliches, viel ver» wendbares Erzeugniß lieferte. Große Mengen davon wurden nach Brunn und Wien abgesetzt. Nun nahm er seinen Wohnsitz im fürstlichen Jagdschlösse Neu- schloß bei Littau und wirkte von da aus in der Verwaltung dcr Liechtenstein'» schen Eisen» und Messinghammerwerke, dann der Glashütten auf der Herrschaft Goldenstein. Später errichtete er in dem 1814 auf 13 Jahre gemietheten Schloß- gebäude zu Habrovan, einem Studien« fondgute, eine Rosogliofabrik, in welcher er die köstlichsten, selbst die fran- zösischen übertreffenden Liqueure, dann Scheidewafser und noch andere chemische Producte erzeugte. Als aber Ende 1824 der Bau des Schlosses begann, verließ er, damals bereits 88 Jahre alt, dasselbe und übersiedelte nach Brunn, wo er bei dem Großhändler Leopold Schulz auf der Kröna menschenfreundliche Aufnahme fand und nach zwei Jahren vermögenlos sein Leben beschloß. Er besaß, wie er sich im Leben öfter äußerte, keine Ver- wandten. Das Dunkel seiner Geburt wurde nicht aufgehellt, auch ist sein Geburtsort mit Sicherheit nicht anzu« geben, doch weisen Vermuthungen auf Kojetein hin. Für die von ihm gemachte Entdeckung, aus galizischem Steinsalze eine Art Pottasche zu verfertigen, welche nicht nur bei der Schönfärberei und in Glashütten, sondern auch in anderen Manufacturarbeiten mit Nutzen sich anwenden ließ, erhielt er von Kaiser F ranz I I . am 22. Mär; ein aus- schließendes Privilegium. Weißbach wird hie und da als Adeliger angeführt, und wäre er in diesen Stand bereits von Kaiser Joseph I I . erhoben worden. Da er aber in Ioh. Christian von Hell- bach's „Adels'Lerikon" (Ilmenau 1826, Voigt) nicht vorkommt und auch sonst keine Belege für seinen Adel zu finden sind, so zweifeln wir an der Richtigkeit jener Angabe. d'Elvert (Christian Nnter). Notenblatt d>>r historisch-statistischen Section der k. k. mährisck- schlestschen Gesellschaft für Beförderung des Ackerbaues u s. W. (Brunn, 4«.) Jahrg. 1865. T. NX)-. „Der Cdoinir'er )It-ä. vi-. Franz von'iiüeißbach". — Derselbe, l867, S. ?: „Iur Biogravdie des I)r. Weißdack". — Derselbe. Zur üulturgeschicdte Mährens und iDesterreichifch » Schlesiens. 2. Theil. ^8. Theil der Schriften der distorisch'stati-. frischen Settion der k. k. mährisch'scklesischen Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues u. f. w.) (Brunn l86i>, A, Nitsk, 3er,-8".) Noch sei bier in Kür;e einrr ^u idrer Zeit un< geniein beliebten Schauspielerin in sentimm» talen und tragischen Rollen, des Fräuleins Amalie Weißbach, gedacht, welche in den Vierziger' und FülN;ig^r-Ialircn auf Wirner u.id Provinzbühnen mic großem C'rfolge spielte. Ihr sprechend äl?nlickeä. lnir dein farsinülirten Na>nens;uge versebenes Bildniß. uon Prinz hofer tt»^2 lithographiri. ist bei I. Rauch in Wien gedruckt (:n Folio) cr> schienen. Weißbach, siehe auch Weißenbach. Weiße, Arnold (Schriftsteller, geb. zu P r e r a u in Mähren am 28. August 1842). Sein Vater Joseph Weiße (geb. zu Plumenau bei Proßnitz in Mahren 23. November 4812), war zuerst Rabbiner zu, Gaya, dann zu Ko> Metz und kam 1833 in gleicher Gigen« schaft nach WaagMustadt. Er gilt als bedeutender hebräischer Gelehrter, vor-
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Volume 54
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Weil-Weninger
Volume
54
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1886
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
346
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich