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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54
Page - 163 -
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Page - 163 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54

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Weiße. Mari Miau 163 iße. Maximilian schwere Schicksals schlage, die ihn in seiner Familie trafen, nahmen seine Zeit voll in Anspruch bis zu seiner Pensionirung. Im Schuljahre 1839/60 versah er auch das Decanat des philosophischen Pro- fessorencollegiums und bis 1833 die Stelle eines Vorsitzenden im Kirchenrathe der akademischen Pfarre St. Nicolai, zugleich leitete er den Umbau der Stern,' warte nach den von ihm entworfenen Plänen. An Ehren in der Heimat wie aus der Fremde hat es dem Gelehrten nicht gefehlt. Sein Kaiser verlieh ihm das Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens und den Orden der eisernen Krone dritter Classe, welchem statutengemäß die Erhe- bung in den österreichischen Ritterstand folgte; von Oesterreich wie von Ruß- land erhielt er die großen goldenen Me> daillen für Kunst und Wissenschaft, von letzterem Staate außerdem den Sanct Annen-Orden zweiter Classe; die astro- nomische Gesellschaft in London sandte ihm ihr Testimonial; seit 19. Juni 1849 war er correspondirendes Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien' und die Jagiellonische Aka» demie der Wissenschaften in Krakau, die schleslsche Gesellschaft für vaterländische Cultur zu Breslau, die königliche astro- nomische Gesellschaft in London und der Copernicusverein für Wissenschaft und Kunst schickten ihm ihre Diplome. Er- schöpft durch anstrengende Arbeiten und eine schwere Krankheit, zunächst veran» laßt durch den Verlust zweier hoffnungs- voller Söhne, welche innerhalb fünf Tage der Tod dahinraffte, kam Weiße um Versetzung in den Ruhestand ein und veüieß, vorläufig nur auf Urlaub, am 23. Mai 186 l die Stadt Krakau, in welcher er 36 Jahre im Dienste der Wis. senschaft gewirkt hatte, und zog sich nach Amstetten, später, nach seiner am 28. März 1832 erfolgten Pensionirung nach Wels zurück, wo er anderthalb Jahre darauf seinem langwierigen Leiden erlag. Sein wissenschaftlicher Freund und astrono-- mischer College, der berühmte Krems» mi'msterer Abt Augustin Reslhuber Md. XXV, S. 310^, segnete die Leiche, die feierlichst bestattet wurde, ein. Weiße hatte sich am 3. November 1826 mit Karoline, der Tochter eines in Krakan lebenden Nürnberger Kaufmannns Lier- Hammer, vermalt, aus welcher Ehe außer den schon erwähnten zwei Söhnen auch zwei Töchter stammen, die mit der Witwe den Vater überlebten. Aelicrsicht der gedruckten wissenschaftlichen Är- betten dc5 Marimiliau Nittcr uan Weiße. „Tafeln zur Redaction der bei verschiedenen Wärmegraden beobachteten Barometerstände auf jede beliebige Normaltemperatur" (Wien 1827, Heubner); — „^aOrcNniUae Nercurii, Venoi'ii;, HIa,i>ti5, ^oviä, Laturni et I>2vi" (Oracov. 1829, t^p. tratr. 6ic8xkov3lci); — „(Hui-i'eotioneä temporis ex a.1titu6ini- du« eorreLpanäsutidUL" (id. 1829). — „Tafeln zur Berechnung der Höhenunterschiede aus beobachteten Barometer» und Thermo- meterständen" (Wien, gr. 4".. 1831); dieselben englisch unter dem Titel: „la^ieL 5or com- putius tds clitkerl?nco8 ok Iici^lUs älkvn 2.ccoi'6il^ to tli6 Iieis^iL dnrometei-ä a.nc1 tliermometers" (Vienna i831, ^. L. N'al- liLlikNLLei-) und französisch (ebd. I83l) ; — I)i32ei-tatio" ((ürneoviak 1832); — „Resul- tate der an der Krakauer Sternwarte c,e- machten meteorologischen und astronomischen Beobachtungen" (Krakau 1889, Gieszkowski); xv rokn 18^2", d. i. Gemälde der luereoro« logischen Beobachtungen im Jahre 1842 (ebd. « et isnuä a.nni 1840" 1842" (id. 1843); — 8teNai-nm Kxllrum w ^ 3 wtsr —16" et -l-1 tiouis
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Volume 54
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Weil-Weninger
Volume
54
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1886
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
346
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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