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Meiszegger von MeiĂźeneck 165 WeiĂźegger von MeiĂźcneck
WeiĂźe der Frank werden: eine Con-
currentin". Wenn Verfasser dieses Lexi-
kons nicht irrt, kam Fräulein Weiße
später an das Stadttheater in Frankfurt
a. M., wo sie noch 1883 sich befand.
Der 5loh (Wiener Nil;« und Spottblatt,
Fol.). VI I . Iahrg, 42. September 1875.
Nr. 37 Uebcrschrift: „Antigone Nr. 2".
C. u. Stur 6c.'l. M 6 Antigone Nr. i ist
Fräulein Wewerka zu verstehen, in wel»
cher Nolle dieselbe kurze Zeit vor Fräu-
lein Weiße iin nämlichen Theater auf«
getreten war.^
Porträt. Unterschrift: „Nina Weiße".
Jg. Eigner (lith.) in (5. M. Zieh rer's
„Deutscher Musik« Zeitung" (Wien. 4".)
I I . Iabrq., ^ l . October l87ö, Nr. 39.
WeiĂźegger von WeiĂźcucck, Joseph
Maria (S ch riftsteller, geb. zu R i eg.--
gersburg in Unter - Steiermark am
12. Juli 1733, gest. am 14. März 1817).
Der Sohn eines Försters, besuchte er das
Gymnasium und die phylosophischen
Jahrgänge in Gratz, hörte an der Hoch-
schule zu Wien die rechtswifsenschaftlichen
Studien und envarb sich aus denselben
die Doktorwürde. Nachdem er längere
Zeit als Privatgelehrter in Wien gelebt
hatte, folgte er 1784 der Berufung als-
Professor der Weltgeschichte an der Nni-
versitat zu Freiburg in dem damaligen
vorderösterreichifchen Breisgau, welche
Stelle er bis 4797 versah. Im letzt-
genannten Jahre wurde er Ksowi-
UHFnikou8 der Hochschule, Professor des
allgemeinen Staats», Völker- und pein-
lichen Rechtes, wie auch der Diplomatik,
Heraldik, Alterthumskunde und Numis'
matik und erhielt in WĂĽrdigung seines
Verhaltens während der Anwesenheit
der Franzosen in Freiburg eine kaiser»
liche Belobung. 1804 mit dem Prädicate
von Weißen eck in den erbländischen
Adelstand erhoben, blieb er bis an sein
Lebensende in Freiburg. Er war als Schriftsteller nach verschiedenen Rich'
tungen hin thätig und bediente sich als
solcher auch des Pseudonyms Neuber»
ger. Die Titel seiner Schriften sind:
„Kurzer Leitfaden der Vernunft! ehre" (Wien
1779)' — „dichte" (ebd. 1781; Kay-
ser's BĂĽcherlerikon gibt als Jahr 1771
an); — „Dcitriige M Schilderung Mcuz",
2 Theile (Wien 1781 und 1782, 8".);
— „Ankunft und Aufenthalt Pin2' V I . in
Alien. Gin Vritraff fĂĽr kĂĽnftige beschicht'
Schreiber" <ebd. 1782); — „Wsc uun
INnntfart. Cranrrzpic! in 5 IichĂĽyrn" (ebd.
1782); — „Wohlssrmeintrr Unterricht für
nnZtudiltr K'llirii. I. 3lln dem rĂĽmiLclun Bi>
bchllke oder ĂĽcm PĂĽpZte iiberlMpt" iebd.
1782); — „Sllmmlnng urrZchirdener Zblilluli'
lnngen über die ucirzilglilh?ten Oegenälünde der
A5eltmri5heit: au5 den Schriften der bcstrn Phi-
IllSüphen nberZltzt", 2 Bände (Wien 1784
bis 1792, gr. 8«.); der 2. Band auch
unter dem Titel: „Des Abts Condil-
lac Abhandlung über die Empsindun»
gen"; — „InfllngZgriinde der Atiilu5lljchie
de3 Herrn uan I I rindert. Zlnz dem FransĂĽZi-
Zchen unrecht" sebd. 1784), — „Z^lllch
citler ein wart der Wahrheit iiuer dir Frage:
Huben dir irnnzüättchrnNirertaren oder der Uaiärr
den Frieden Dei>t5lll!ant>5 gehindert?" (Deutsch»
land 1799); — „Ni2tllri3che5 Ormiilüe udrr
uillLraphische Schilderungen aller HerrZcher und
Prinzen de5 durchlanchtigsten OrzljllnZrZ Haus-
burg-Gesteirrich uan Nudalf I. bis Maria
Gherrsia", 3 Bände (Kempten 1800
bis 1803, Tobias Donuheimer, 8».), von
Winklern für ein „gründliches und
musterhaft ausgearbeitetes Buch" be-
zeichnet. AuĂźerdem schrieb WeiĂźegge r
auch für Posselt's „Wissenschaftliches
Magazin" u. a. die Skizze einer Ge-
schichte aller österreichischen Erblande
(Bd. I I I , Stück 4, S. 333—387) und
fĂĽr die von 3. A. Ho ff mann seit
1782 herausgegebenen ..Beiträge zu den
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Volume 54
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Weil-Weninger
- Volume
- 54
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1886
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 346
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon